Zinsen auf Säule-3a-Konten sinken bei Banken weiter

Zinsen

(Unsplash)

Zürich – Wer fürs Alter auf einem Säule-3a-Konto einer Bank Geld einzahlt, erhält kaum noch Zins. Laut einer Auswertung des Vergleichsdiensts Moneyland beträgt die Verzinsung von Vorsorgeguthaben bei Schweizer Banken im Durchschnitt noch 0,21 Prozent. Zum Vergleich: Im November 2025 waren es 0,27 Prozent, im Januar 2025 gar 0,61 Prozent.

Hauptgrund für die rückläufigen Zinsen auf den 3a-Konten sei die Zinspolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB), hiess es in der Mitteilung vom Donnerstag weiter. Diese hatte den Leitzins im Juni 2025 auf 0 Prozent gesenkt.

Grosse Bandbreite
Auffällig seien die grossen Unterschiede von Bank zu Bank, wenn es um die Verzinsung auf einem 3a-Sparkonto geht, so Moneyland weiter. Mit 1 Prozent am meisten Zins erhält, wer Geld auf ein Konto der Westschweizer Caisse d’Epargne d’Aubonne einzahlt.

Auf dem zweiten Platz der Auswertung liegt die Cornèr Banca mit 0,7 Prozent Zins. Dahinter folgen Crédit Agricole Next Bank, Hypo Vorarlberg Bank, Pilla und Tellco mit jeweils 0,65 Prozent Zins.

Bei den meisten Anbietern liegen die Zinssätze laut den Angaben aber wesentlich tiefer: 68 der 93 untersuchten Anbieter bezahlen einen Zins von maximal 0,2 Prozent. Bei weiteren zwei Anbietern gibt es gar keine Zinsgutschriften.

Wenig Zins bei grossen Banken
Auffallend sei, dass bei sechs überregional tätigen Schweizer Banken mit Filialen und den vier grössten Kantonalbanken durchschnittlich nur 0,14 Prozent betrage. Von diesen zahlen die Bank Cler, Migros Bank, Raiffeisen und Valiant mit je 0,2 Prozent am meisten. Schlusslichter sind Postfinance und die Waadtländer Kantonalbank mit je 0,05 Prozent.

«Die Unterschiede sind sehr gross. Da auf Vorsorgekonten in der Regel grössere Beträge liegen, sollte ein Wechsel geprüft werden», wird Moneyland-Experte Ralf Beyeler in der Mitteilung zitiert. Ein Wechsel, der problemlos möglich sei, könne sich im Alter lohnen. (awp/mc/pg)

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