ZKB Weekly KMU Portrait – acrevis Bank

Stephan Weigelt

Stephan Weigelt, Vorsitzender der Geschäftsleitung acrevis Bank AG. (Foto: acrevis)

Stephan Weigelt, Vorsitzender der Geschäftsleitung Acrevis Bank AG. (Foto: Acrevis)

Die acrevis Bank AG ist im September 2011 aus dem Zusammenschluss der swissregiobank AG und der Bank CA St. Gallen entstanden. Die Regionalbank positioniert sich geographisch zwischen Bodensee und Zürichsee und bietet eine systematische Abdeckung des Marktgebiets und segmentspezifische Angebote an.

Geschäftsjahr 2014
Die Kundengelder erhöhten sich in der Berichtsperiode um 4.8% und die Kundenausleihungen stiegen, fast synchron, parallel dazu um 5.1%. Der Bruttogewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.6%. Dies ist primär eine Folge des um 6.4% tieferen Geschäftsaufwandes, welcher aufgrund des 2013 gestarteten Effizienzprogramms «FIT» entsprechend tiefer lag. Das Kommissionsgeschäft erhöhte sich aufgrund einer ausserordentlichen Dienstleistung im Steuerbereich um 1.8%. Ebenfalls erhöhten sich die Erträge aus dem Handelsgeschäft um 5.4%. Der Verkauf einer Immobilie aus dem Eigenbestand sowie der Verkauf von Finanz Logistik Aktien an die Alpha Rheintal Bank verhalf den St. Gallern zu einem ausserordentlichen Gewinn von CHF 3.8 Mio. Unter dem Strich blieb ein um 3.1% höherer Jahresgewinn von CHF 17.85 Mio. Die Wertberichtigungen und Rückstellungen lagen mit CHF 4.01 Mio. 29% tiefer als im Vorjahr.

Die Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken lagen mit CHF 2.9 Mio. weit über dem Vorjahr mit CHF 1 Mio. Die Kapitalquote von 14.1% (VJ 14.0%) ist nach wie vor auf einem soliden Niveau. Die regulatorischen Zielgrösse beträgt 11.2%. Um künftigen Entwicklungen rasch begegnen zu können wird den Aktionären, an der kommenden GV, eine bedingte Kapitalerhöhung vorgeschlagen. Die Cost/Income Ratio konnte von 61.8% auf 59.6% gesenkt werden. An der Generalversammlung wird eine unveränderte Dividendenausschüttung (Verrechnungssteuerpflichtig) von CHF 32.00 pro Aktie beantragt. Die acrevis Bank verzichtet auf eine Teilnahme am US-Programm, zumal sich Ende 2014 bestätigte, dass nie US-Personen akquiriert wurden und keine Entscheide zur Verletzung des amerikanischen Rechtes getroffen wurden.

Ausblick
Das Wachstum dürfte sich im Hypothekarbereich verlangsamen. Vor diesem Hintergrund geht das Management der acrevis Bank von einer moderaten Ertragsentwicklung für das aktuelle Geschäftsjahr aus. Der Fokus liegt weiter auf zukunftsweisende Projekte im Bereich Private Banking und der Neugestaltung der Kundenzone am Hauptsitz in St. Gallen.

Fazit
Die acrevis Bank weist für das vergangene schwierige Jahr einen soliden Zahlenkranz aus. Der Hauptgrund für die Ertragsteigerung liegt im tieferen Geschäftsaufwand und dem ausserordentlichen Ertrag. Ohne diesen ausserordentlichen Ertrag wäre der Jahresgewinn um einiges tiefer ausgefallen. Das Zinsgeschäft dürfte im Berichtsjahr von höheren Absicherungskosten belastet worden sein. Dieser Umstand dürfte auch für dieses Jahr gelten. Die Cost/Income Ratio liegt mit 59.6% eher auf einem hohen Niveau. Zum Vergleich im ersten Jahr nach der Fusion, lag diese bei 60.98% Hier gibt es sicher noch Verbesserungspotential. Mit einer Kapitalquote von 14.1% und einer attraktiven Dividendenrendite von 2.8% kann die Bank mit den kotierten Banken gut mithalten. Im Geschäftsjahr 2015 gehen wir nochmals von einem tieferen Reingewinn aus. Die Auswirkungen dieses Umstandes auf die Dividendenpolitik bleibt offen.

Quelle: ZKB

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