Zuger Kantonalbank hält Gewinn im ersten Halbjahr 2026

Hanspeter Rhyner

Hanspeter Rhyner, CEO der Zuger Kantonalbank. (Foto: ZGKB)

Zug – Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im ersten Halbjahr 2026 die Gewinnzahlen trotz Druck auf das Zinsergebnis auf Vorjahreshöhe gehalten. Sie konnte zudem weitere Kundengelder anziehen.

Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung bildete sich mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 82,3 Millionen leicht zurück, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte dank höherer ausserordentlicher Erträge dagegen ein um 0,6 Prozent höherer Reingewinn von 71,4 Millionen Franken.

Tieferes Zinsniveau
Rückläufig entwickelte sich das Zinsengeschäft: Der Netto-Erfolg ging um 2,8 Prozent auf 104,9 Millionen Franken zurück. Das Umfeld sei «herausfordernd» geblieben», wird CEO Hanspeter Rhyner in der Mitteilung zitiert. So habe man das gegenüber der Vorjahresperiode gesunkene Zinsniveau deutlich zu spüren bekommen.

Die Kundenausleihungen lagen mit 15,2 Milliarden Franken per 30. Juni insgesamt um 1,0 Prozent unter dem Wert von Ende 2025, was das Staatsinstitut mit einer «gezielten Steuerung» begründete. Bei den Hypothekarforderungen resultierte dabei ein Minus von 0,7 Prozent. Gleichzeitig konnte die Bank allerdings die Kundengelder um 3,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Franken steigern.

Starkes Anlagegeschäft
Deutlich zulegen konnte die Kantonalbank im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, wo der Erfolg um 8,3 Prozent auf 50,0 Millionen Franken stieg. Ein Ertragswachstum verzeichnete die Bank vor allem im Anlage- und Beratungsgeschäft, dies nicht zuletzt dank einem weiteren Zufluss bei den Kundenvermögen.

Gleichzeitig konnte die ZGKB auch den weiteren Dienstleistungserfolg steigern. Das Institut verwies dabei auf die Erträge aus dem «Immofonds Asset Management AG», für die sie als unabhängige Fondsleitung und Asset Manager fungiert.

Im Handelsgeschäft zahlte sich für die Bank eine «stabile Kundenaktivität im Fremdwährungsgeschäft trotz wechselnder Marktphasen» aus. Der Handelserfolg stieg um 3,4 Prozent auf 10,3 Millionen Franken.

Jahresgewinn tiefer erwartet
Höher fiel aber auch der Geschäftsaufwand aus (+3,2% auf 73,5 Mio). Der Anstieg stehe im Zusammenhang mit dem gezielten Ausbau von Fachkapazitäten und mit Investitionen in technologische Weiterentwicklungen, schreibt die Bank. Kostentreibend habe sich zudem die Umsetzung regulatorischer Anforderungen ausgewirkt.

Für das zweite Semester gibt sich die ZGKB zurückhaltend: Sie erwarte weiterhin ein anspruchsvolles Zinsumfeld, sehe jedoch gute Chancen für weiteres Wachstum im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, heisst es in der Mitteilung. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet sie aufgrund vorjähriger Sondereffekte und dem veränderten Zinsumfeld mit einem niedrigeren Ergebnis als im Vorjahr. (awp/mc/ps)

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