Chur – Ines Marita Schärer (*1987 in Chur) ist die achte Preisträgerin des Kunstpreises des Bündner Kunstvereins. Die Auszeichnung bedeutet eine Einzelpräsentation im Bündner Kunstmuseum im Rahmen der Jahresausstellung 2026.
Ines Marita Schaerer ist 1987 in Chur geboren und lebt und arbeitet heute in Brüssel. Ihre Arbeit umfasst Poesie, Performance, Klangkunst und experimentelle Musik. Ihre Praxis ist geprägt vom jeweiligen Kontext, offen für verschiedene Formen des Wissens, genährt und angetrieben von Denkern, Mitdenkerinnen, Mitarbeitern und Verbündeten.
Für die thematisch angelegte Jahresausstellung «à table!» im Bündner Kunstmuseum hat sie zwei akustische Arbeiten realisiert: Die eine thematisiert in eindringlichen Sprechgesängen verschiedener Kulturen den Hunger, die andere rhythmisiert die Lebensmittelproduktion. Dafür erhält Ines Marita Schärer den Kunstpreis des Bündner Kunstvereins, aber auch für ihr vielschichtiges Werk und die immer sehr präzise Umsetzung ihrer Konzepte.
Verbindungen von Wort, Körper und Raum
Durch Schreiben und Sprechen versucht Ines Marita Schaerer in ihren Arbeiten Verbindungen von Wort, Körper und Raum zu fassen und sinnlich erlebbar zu machen. Ihr besonderes Interesse gilt der Vergänglichkeit und Vielseitigkeit der gesprochenen Sprache, die sich an der Schwelle zwischen Ausdruck, Semantik und Klang befindet, aber auch der Kraft, Präsenz und Performativität der Stimme und ihrer Wirkung. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität und Verletzlichkeit aus.
Parallel zur Jahresausstellung der Bündner Künstlerinnen und Künstler ist die Preisträgerin im Dezember 2026 Gast mit einer Einzelpräsentation im Labor des Bündner Kunstmuseums. (Bündner Kunstmuseum Chur/mc/hfu)
