Adidas erhöht Umsatzprognose – Höhere Kosten bremsen Ergebnisentwicklung

Björn Gulden

Björn Gulden, Vorstandsvorsitzender der adidas AG. (Foto: adidas)

Herzogenaurach – Der Sportartikelhersteller Adidas hat im zweiten Quartal ein starkes Wachstum verzeichnet. So stieg der Umsatz um 13 Prozent auf rund 6,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt erzielte Adidas einen Prozentpunkt mehr Wachstum. Eine starke Nachfrage verzeichnete das Unternehmen insbesondere in seinen eigenen Verkaufskanälen. Dagegen fiel das Plus im Grosshandel erneut schwächer aus.

Das Unternehmen erhöhte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr leicht und geht von einem währungsbereinigten Wachstum von neun bis zehn Prozent aus. Bislang hatte das Management um Konzernchef Björn Gulden ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Während der Umsatz besser ausfiel als erwartet, blieb die Ergebnisentwicklung hinter den Schätzungen der Analysten zurück. So gab Adidas im Zuge der Fussballweltmeisterschaft etwa mehr für Marketing aus. Höhere Fracht- und Beschaffungskosten sowie höhere US-Zölle belasteten zudem. Für unrechtmässig erhobene Zölle erhielt Adidas dabei die erste «geringe Rückerstattung». Das Betriebsergebnis stieg insgesamt um fünf Prozent auf 574 Millionen Euro. Hier hatten sich Analysten mehr erhofft. Die Ergebnisprognose bestätigte Adidas. (awp/mc/ps)

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