Bajaj Mobility erzielt 2025 dank Sanierung positives Ergebnis

KTM

Der KTM-Hersteller Pierer Mobility firmiert neu unter dem Namen Bajaj Mobility. (Foto: KTM)

Mattighofen – Der angeschlagene Zweiradhersteller Bajaj Mobility (vormals Pierer Mobility) hat im Geschäftsjahr 2025, wie angekündigt, deutlich weniger umgesetzt. Nach Abschluss der Sanierung bei der Tochtergesellschaft KTM konnte aber ein positiver Betriebsgewinn ausgewiesen werden.

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) lag nach vorläufigen Zahlen bei 874 Millionen Euro, wie das an der Schweizer Börse SIX kotierte österreichische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr war noch ein Minus von 481 Millionen Euro resultiert.

Positiv ausgewirkt habe sich dabei die mittlerweile abgeschlossene Sanierung der Tochter KTM, bei der die Gläubiger auf einen Grossteil ihrer Forderungen verzichteten. Dadurch erzielte der Konzern im ersten Halbjahr einen Sanierungsgewinn von rund 1,2 Milliarden Euro.

Auch die eingeleiteten globalen Restrukturierungskosten hätten das Ergebnis unterstützt, hiess es weiter. Der freie Cashflow für das vergangene Jahr hat sich laut den Angaben voraussichtlich auf -34 Millionen Euro verbessert nach -776 Millionen im Vorjahr. Auch die Verschuldung habe auf 798 Millionen reduziert werden können.

Unter dem Strich wurde ein Gewinn von 590 Millionen erzielt, nachdem das Unternehmen mit einem Minus von 1080 Millionen deutlich in die roten Zahlen gerutscht war.

Umsatz gesunken
Wegen der Sanierungsphase im ersten Halbjahr war der Konzernumsatz allerdings abgesackt. Dieser belief sich auf 1,009 Milliarden Euro, ein Minus von 46 Prozent, wie die seit Anfang Jahr unter dem Namen firmierende Bajaj Mobility bereits Mitte Januar mitteilte.

Bajaj Mobility begründet dies mit dem deutlich geringeren Absatzvolumen. Während der Sanierung hat die damalige Pierer ein halbes Jahr lang keine KTM-Motorräder produziert. Dazu kamen hohe Fixkosten sowie Restrukturierungsaufwendungen.

Zum weiteren Geschäftsverlauf äusserte sich das Management in der Mitteilung zurückhaltend. Der Fokus liege auf der Fortsetzung der Restrukturierung, hiess es. Zu den Massnahmen zählten die Senkung der Fixkosten, die Straffung organisatorischer Strukturen, sowie die Fokussierung des Produkt- und Projektportfolios.

Der vollständige Geschäftsbericht für das Jahr 2025 soll am 26. März veröffentlicht werden. (awp/mc/ps)

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