US-Beschäftigungsanstieg bleibt hinter Erwartungen zurück

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(Foto: Pixabay)

Washington – Die US-Wirtschaft hat im März auch wegen des schlechten Wetters deutlich weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte auf historisch niedrigem Niveau. Dies geht aus Zahlen hervor, die das US-Arbeitsministerium am Freitag veröffentlichte. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf die Daten, da der von der US-Notenbank stark beachtete Lohnzuwachs wie erwartet anzog.

Besonders enttäuschend war die Beschäftigungsentwicklung. Nach einem sehr starken Vormonat kamen im März nur 103 000 Stellen hinzu. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 185 000 Stellen gerechnet. Zudem wurde der Aufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 50 000 Stellen nach unten korrigiert.

Experte erwartet im April wieder stärkeren Beschäftigungsanstieg
Ökonomen relativieren die Abschwächung. «Die verhältnismässig magere Zahl neugeschaffener Stellen ist aber nicht etwa auf die laufende Zolldiskussion zurückzuführen, sondern vielmehr auf die frostigen Temperaturen im März», kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, die Daten. Im April erwarte er daher wieder ein Anziehen am Arbeitsmarkt.

«Die Zuversicht beruht vor allem darauf, dass die aktuelle Diskussion um Strafzölle bei US-Unternehmen weit weniger für Verunsicherung sorgt, als dies etwa bei europäischen Unternehmen der Fall ist», sagte Gitzel. So hätten in der Eurozone wichtige Konjunkturindikatoren zuletzt nachgegeben. Die US-Wirtschaft profitiere hingegen von Steuersenkungen.

Arbeitslosenquote bleibt bei 4,1%
Hinter den Erwartungen zurück blieb auch die Arbeitslosenquote. Im März habe sie unverändert bei 4,1 Prozent gelegen, hiess es vom Ministerium. Niedriger war die Quote zuletzt im Jahr 2000. Allerdings hatten Volkswirte mit einem Rückgang auf 4,0 Prozent gerechnet. Seit dem vergangenem Oktober verharrt die Arbeitslosenquote bei 4,1 Prozent.

Höhere Stundenlöhne
Die zuletzt stark beobachtete Lohnentwicklung zog im März an. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich im Monatsvergleich um 0,3 Prozent. Allerdings lag der Anstieg im Rahmen der Erwartungen. Im Februar hatte der Zuwachs nur bei 0,1 Prozent gelegen. Die Lohnentwicklung, die seit längerem trotz einer robusten Konjunktur vergleichsweise schwach ausfällt, spielt eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Die Reaktionen an den Finanzmärkten hielten sich in engen Grenzen. Beim Euro gab es zwar kurzzeitig zu Ausschlägen. Er lag zuletzt wenig verändert bei 1,2246 US-Dollar. Die Kurse von US-Staatsanleihen legten etwas zu. (awp/mc/pg)

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