Boeing wird mehr Flugzeuge los

James McNerney

Boeing-CEO James McNerney.

Chicago – Der Aufschwung am Himmel schlägt sich nun auch in den Auslieferungen des US-Flugzeugbauers Boeing nieder. Im zweiten Quartal verliessen 118 Maschinen die Werkshallen in Richtung Kunden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es 114. Beliebtestes Modell war ein ums andere Mal der Kurz- und Mittelstreckenflieger 737.

Für Boeing aber viel wichtiger: Der Airbus-Rivale ist deutlich mehr seiner teureren Langstreckenmaschinen 767 und 777 losgeworden. Boeing lieferte insgesamt 94 der 737-Maschinen aus (minus 1 Flieger im Vorjahresvergleich). Von der 767-Baureihe verliessen 5 Flugzeuge die Hallen (plus 2) und von der noch grösseren 777 waren es 19 (plus 3). In den Zahlen spiegelt sich wieder, dass die Fluggesellschaften ihre Flotten nach der Krise langsam wieder aufstocken und modernisieren.

Airbus hält Nase vorn

Zuletzt war Boeing gegenüber Airbus aber ins Hintertreffen geraten. Die Europäer hatten auf der wichtigen Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris mehrere milliardenschwere Bestellungen eingesammelt und befinden sich nach einem Zeitungsbericht momentan auch mit der drittgrössten US-Fluglinie American Airlines in Verhandlungen, bisher ein reiner Boeing-Kunde. Vor allem der modernisierte 737-Rivale Airbus A320neo war bei den Fluggesellschaften gut angekommen. (awp/mc/ps)

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