BP verdient dank steigender Ölpreise deutlich mehr

Meg O'Neill, designierte Konzernchefin BP. (Bild: BP/mc)

London – Die hohen Ölpreise haben dem britischen Ölkonzern BP zum Jahresstart sprudelnde Gewinne beschert. Im ersten Quartal betrug der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn rund 3,2 Milliarden US-Dollar (2,7 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Das war mehr als das Doppelte der knapp 1,4 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg auf gut 2,6 Milliarden Dollar erwartet.

Unter anderem eine höhere Ölproduktion im Golf von Mexiko habe Störungen im Nahen Osten angesichts des Iran-Kriegs wettgemacht, hiess es weiter. BP hatte zuletzt bereits von einem «aussergewöhnlichen» Ölhandel gesprochen. Der Ölkonzern betreibt vergleichsweise kleine Anlagen in Nahost und leidet daher weniger unter den kriegsbedingten Produktionskürzungen als die Konkurrenz.

Die starken Zahlen dürften der neuen Konzernchefin Meg O’Neill zum Start ihrer Amtszeit Anfang April Rückenwind liefern. «Unsere Branche agiert in einem Umfeld von Konflikten und Komplexität und spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Energieversorgung», sagte O’Neill laut Mitteilung. Sie steht vor der Aufgabe die Schulden zu reduzieren, die Struktur von BP zu verschlanken und teure Investitionen in kohlenstoffarme Projekte rückgängig zu machen. (awp/mc/ps)

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