Carlsberg kämpft weiter mit schwachem Russland-Geschäft

Jørgen Buhl Rasmussen

Carlsberg-CEO Jørgen Buhl Rasmussen.

Kopenhagen – Die Krise in Russland und der schwache Rubel machen dem Bierbrauer Carlsberg weiter das Leben schwer. Im dritten Quartal brach der Umsatz der Dänen in ganz Osteuropa verglichen mit dem Vorjahreswert um 15 Prozent ein, der Gewinn sackte sogar um fast ein Drittel ab, wie der Holsten-Brauer am Montag mitteilte. Der gesamte Absatz in Russland sei zwischen Juli und September um sechs bis sieben Prozent gefallen – und das trotz eines sonnigen Spätsommers.

Immerhin: Carlsbergs Marktanteil in Russland lag im dritten Quartal höher als noch im Frühjahr. Im Jahresvergleich verlor der Marktführer aber Anteile an die Konkurrenz. Carlsberg füllt zum Teil schon weniger Bier in die Flaschen, damit die maue Nachfrage nicht zu sehr auf den Umsatz durchschlägt. In Osteuropa erwirtschaftenen die Dänen im dritten Quartal nur noch 21,6 Prozent ihrer Erlöse – im Vorjahreszeitraum waren es noch 27,5 Prozent gewesen.

Operativer Gewinn gehalten
Weil aber neu zugekaufte Geschäfte vor allem in China mehr Geld abwarfen, blieb der operative Gewinn trotz ungünstiger Wechselkurs stabil bei 3,4 Milliarden Kronen (456 Mio Euro) – so hatten es Analysten auch erwartet. Unter dem Strich sank der Überschuss im dritten Quartal leicht von 2,2 auf 2,1 Milliarden Kronen. Der Umsatz stieg dank des kräftigen Wachstums in Asien sogar um vier Prozent auf 18,1 Milliarden Kronen. Den im Sommer gesenkten Gewinnausblick bestätigte Carlsberg. (awp/mc/ps)

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