Atlanta – Der Getränkekonzern Coca-Cola ist stärker ins Jahr gestartet als gedacht. Der Hersteller von Coca-Cola, Fanta und Sprite verkaufte mehr Limonadenkonzentrat zu höheren Preisen, nachdem er seine Produkte in Nordamerika vermehrt in kleineren Behältnissen anbietet. Der neue Chef Henrique Braun sieht das US-Unternehmen auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der vergleichbare Gewinn je Aktie soll sogar steigen als gedacht. An der Börse kamen die Neuigkeiten vom Dienstag gut an.
Kurz nach Handelsstart in New York gewann die Coca-Cola-Aktie an die 6 Prozent auf 79,77 Dollar und war damit Spitzenreiter im US-Leitindex Dow Jones Industrial . Seit dem Jahreswechsel hat das Papier 14 Prozent gewonnen.
Im ersten Quartal wuchs Coca-Colas Nettoumsatz im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf fast 12,5 Milliarden US-Dollar (rund 10,6 Mrd Euro), wie das Unternehmen in Atlanta mitteilte. Der Überschuss sprang sogar um 18 Prozent auf gut 3,9 Milliarden Dollar nach oben. Auf vergleichbarer Basis schnitt der Hersteller damit besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet.
Den Umsatzanstieg begründete das Unternehmen vor allem mit grösseren Absatzmengen. Auf vergleichbarer Basis betrug die Steigerung zehn Prozent, davon stammten acht Prozentpunkte aus grösseren Mengen und zwei Punkte aus höheren Preisen.
Konzernchef Braun erwartet, dass der Konzern seinen Umsatz auf vergleichbarer Basis und währungsbereinigt in diesem Jahr wie geplant um 4 bis 5 Prozent steigern kann. Allerdings dürften Wechselkurseffekte den Anstieg um ein bis zwei Punkte dämpfen. Der bereits beschlossene Verkauf des Afrika-Geschäfts dürfte den Erlös um weitere vier Punkte drücken, hiess es weiter.
Dennoch soll der vergleichbare Gewinn je Aktie den Vorjahreswert von 3 Dollar jetzt um 8 bis 9 Prozent übertreffen. Hier hatte das Management zuvor nur eine Steigerung um 7 bis 8 Prozent in Aussicht gestellt.
Der neue Chef Braun hatte bei Coca-Cola zuvor das Tagesgeschäft geleitet. Ende März übernahm er die Konzernführung von James Quincey, der nun als Executive Chairman fungiert. (awp/mc/ps)
