Coca-Cola: US-Angebot mit Rohrzucker kommt im Herbst

Coca-Cola Company

(Unsplash)

Atlanta – Nachdem US-Präsident Donald Trump gross angekündigt hatte, dass Coca-Cola in den USA Rohrzucker einsetzen werde, stellt der Konzern nun klar: Es ist nur ein Zusatzangebot. Man werde nicht den heute genutzten Maissirup ersetzen, sondern eine neue Produktreihe mit Rohrzucker einführen, teilte Coca-Cola mit. Es solle im Herbst auf den Markt kommen.

In den USA kann man schon jetzt zu einem höheren Preis mexikanische Coca-Cola mit Rohrzucker kaufen. In der US-Produktion werden zuckerhaltige Coca-Cola-Getränke – anders als in anderen Ländern – seit den 80er Jahren mit Maissirup mit hohem Fructosegehalt gesüsst. Der Sirup ist günstiger, süsser und länger haltbar als andere Zuckerarten.

Er wird unter anderem von Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. als ungesund kritisiert. Trump selbst ist als Trinker zuckerfreier Diet Coke mit Süssstoffen bekannt. Dennoch schrieb er vergangene Woche, alle würden erkennen, dass Coca-Cola mit Rohrzucker «einfach besser» sei.

Branchenexperten wiesen danach darauf hin, dass die USA nicht genug Rohrzucker produzierten, um Maissirup in den Getränken zu ersetzen. Auch aus der US-Agrarindustrie kam die Warnung, dass ein Umstieg auf Rohrzucker amerikanischen Maisbauern schaden würde./so/DP/stw

Coca-Cola etwas zuversichtlicher für Gewinnentwicklung
Die Verbraucher greifen bei den Getränken des Softdrink-Riesen Coca-Cola trotz höherer Preise weiter zu. Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigte das Management am Dienstag das Ziel eines Umsatzwachstums aus eigener Kraft von fünf bis sechs Prozent. Zudem wurde die Konzernspitze für den um Sondereffekte bereinigten Gewinn je Aktie etwas zuversichtlicher. Der soll 2025 im Vergleich zu den 2024 erzielten 2,88 Dollar um rund drei Prozent zulegen, wie der Konkurrent von Pepsico im Zuge der Veröffentlichung der Resultate des zweiten Quartals weiter mitteilte.

Vor drei Monaten hatte Coca-Cola noch von einem Plus von zwei bis drei Prozent gesprochen. In den drei Monaten bis 27. Juni steigerte Coca-Cola den Umsatz aus eigener Kraft im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 12,5 Milliarden US-Dollar (10,7 Mrd Euro). Das nominale Umsatzplus belief sich in diesem zweiten Geschäftsquartal wegen ungünstiger Wechselkurseffekte allerdings nur auf ein Prozent. Der von Analysten stark beachtete bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 4 Prozent auf 0,87 Dollar und lag damit etwas über der mittleren Analystenschätzung. (awp/mc/pg)

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