LIV wollte den Golfsport revolutionieren. Von dem Platzhirsch-Gehabe ist nichts mehr übrig. Die Liga ist insolvent, mit Jon Rahm geht nun der vorletzte Weltstar. So viel Geld wie in diesen drei Jahren wird er kaum noch einmal verdienen.
Der spanische Golfstar Jon Rahm verlässt LIV Golf. Für die angeschlagene Tour ist das ein weiterer Rückschlag, während sie versucht, sich aus der Insolvenz zu befreien, die durch den Rückzug des saudi-arabischen Staatsfonds verursacht wurde. John Beck, der Anwalt, den Rahm für das Insolvenzverfahren von LIV engagiert hat, erklärte bei einer Anhörung vor dem US-Insolvenzgericht in New Jersey, Rahm habe die vorgeschlagenen Bedingungen für «LIV 2.0» geprüft und entschieden, 2027 nicht mehr teilzunehmen.
Der Masters- und US-Open-Sieger sowie der letzte Spieler vor Scottie Scheffler, der die Weltrangliste anführte, gehörte zu den spektakulärsten Verpflichtungen von LIV Golf. Er wechselte Ende 2023 zur Tour, damals als amtierender Masters-Champion. Noch im Mai dieses Jahres hatte Rahm erklärt, sein Vertrag laufe mehrere Jahre. Sein Handgeld wurde nie offiziell bestätigt, soll Berichten zufolge aber bei rund 300 Millionen Dollar gelegen haben.
Die Anhörung bestätigte nun, dass Rahm LIV verlassen möchte. Nachdem er den ganzen Sommer über entsprechende Fragen nicht direkt beantwortet hatte, kam die Entscheidung nicht überraschend. Zumal völlig unklar ist, ob und wie es bei LIV weitergeht.
