Eskalation in Nahost: Die USA und Israel greifen den Iran an – aktuelle Entwicklungen

Iran

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06:35
Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von fast 19 Prozent. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

06:30
Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an

Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung «The Times of Israel» berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

06:05
Satellitenstation in Israel von Hisbollah-Rakete getroffen

Nach israelischen Medienberichten hat eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete eine Satellitenstation tief im Inneren Israels getroffen. Der TV-Sender N12 veröffentlichte ein dramatisches Dashcam-Video, das den Moment des Einschlags bei dem Angriff am Montag zeigt. Den Berichten zufolge wurde eine Station des europäischen Satellitenbetreibers SES in Emek Haela in der Nähe der Stadt Beit Schemesch westlich von Jerusalem getroffen.

11.03.2026 – 06:00
US-Regierung: Mehr als 5.000 Ziele im Iran getroffen

Die USA haben nach Angaben des Weissen Hauses mittlerweile mehr als 5.000 Ziele im Iran attackiert. Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington mit. Die ballistischen Raketenangriffe des Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent. «Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben», sagte Leavitt.


14:45
US-Generalstabschef: Nehmen uns iranische Minenleger vor

Das US-Militär geht weiter gegen die iranische Marine vor. Nach der Zerstörung von mehr als 50 Schiffen habe man nun Minenleger und ihre Waffenlager im Blick, sagte US-Generalstabschef Dan Caine. «Wir machen erhebliche Fortschritte bei der Zerstörung der Marine», sagte er. «Diese Arbeit wird fortgesetzt». Zuletzt hatten die Streitkräfte im Meer vor der Südküste des Irans angegriffen. Dort befindet sich auch die wichtige Strasse von Hormus. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Experten gingen bereits vor Kriegsbeginn davon aus, dass Irans Seestreitkräfte die Strasse blockieren oder verminen könnten. Offiziell ist nichts über solche Pläne bekannt, auch gibt es bislang keine Anzeichen dafür, dass der Iran mit der Verminung der Gewässer begonnen hat.

14:25
Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert – Sirenen heulen im Land

Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. In weiten Teilen des Landes heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Nach Angaben des israelischen Senders N12 konnte ein Geschoss abgefangen werden. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Auch grössere Schäden wurden nicht gemeldet. Die iranischen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, meldeten den Beginn der 34. Welle von Gegenangriffen auf US-Stellungen in der Region sowie auf Ziele in Israel. Dabei seien präzisionsgelenkte ballistische Raketen mit Gefechtsköpfen von über einer Tonne zum Einsatz gekommen, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung. Bei der aktuellen Angriffswelle sei auch Streumunition zum Einsatz gekommen, meldete der iranische Rundfunk.

13:40
Hegseth: Heute erneut heftigster Tag der Angriffe im Iran

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt im Krieg gegen den Iran besonders harte Angriffe an. Die Vereinigten Staaten gäben nicht nach, «bis der Feind vollständig und endgültig besiegt» sei. «Zum Beispiel wird heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein», sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz. Ihm zufolge hat der Iran in den vergangenen 24 Stunden so wenig Raketen abgefeuert wie nie zuvor. Erst am Samstag hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran mit der Ausweitung der Angriffe gedroht. Der Iran werde heute sehr hart getroffen und bislang nicht ins Visier genommene Gegenden würden für «komplette Zerstörung und sicheren Tod» ernsthaft geprüft, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran werde «in die Hölle geprügelt».

12:35
Raketenangriff auf Al-Asrak: Auch deutscher Teil getroffen

Bei den Militärschlägen im Nahen Osten ist der auch von deutschen Soldaten genutzte Einsatzstandort Al-Asrak in Jordanien erneut mit Raketen angegriffen worden. Dabei sei auch der deutsche Teil des Camps getroffen worden, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Und: «Aktuell wird untersucht, ob es Trümmer oder eine anfliegende Rakete war.» Zuerst hatte der «Spiegel» berichtet. Die Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten oder in dezentraler Unterkunft in Sicherheit und seien wohlauf, sagte der Sprecher. In der ganzen Region befinden sich derzeit noch etwa 500 Männer und Frauen der Bundeswehr, für internationale Einsätze zur Stabilisierung entsandt wurden und sich überwiegend in multinationalen Militärlagern befinden.

12:11
Trump: Enttäuscht von Wahl des Chamenei-Sohns zum obersten Führer

US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans als «enttäuschende» Wahl bezeichnet. «Wir denken, dass es nur zu mehr Problemen derselben Art im Land führen wird», sagte Trump am Montag im US-Bundesstaat Florida (Ortszeit). Dem Sender NBC News sagte Trump in Bezug auf die neue Führung: «Ich denke, sie haben einen grossen Fehler gemacht. Ich weiss nicht, ob das von Dauer sein wird.» Der 56-jährige Sohn von Ajatollah Ali Chamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum Revolutionsführer des Landes bestimmt worden. Trump hatte dem Iran zuvor gedroht, dass ein Nachfolger nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden.

09:39
Iran: Haben Treibstofflager in Israel angegriffen

Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert. In den vergangenen Stunden seien Teile der Öl- und Gasindustrie sowie Treibstofftanks in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen worden, hiess es in einer Armeeerklärung, die der staatliche Rundfunk verbreitete. In Israel gab es unterdessen Raketenalarm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv.

09:05
Irans Regierung fordert Garantien für Waffenstillstand

Irans Aussenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert. «Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden», zitierte die Zeitung «Shargh» Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos. «Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression», sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge. Irans Raketenangriffe erfolgten daher gemäss Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen nur als «legitime Selbstverteidigung», betonte der Minister. In den vergangenen Tagen hätten mehrere Länder Vermittlungsbemühungen unternommen. Dazu zählten China, Russland, Frankreich sowie einige «regionale Staaten».

07:57
Iran: Raketen auf US-Stützpunkt im Nordirak gefeuert

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak angegriffen. Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht.

10.03.: 06.45
Israel: Wieder Ziele der iranischen Regierung angegriffen

Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erneut militärische Ziele der iranischen Regierung angegriffen. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hiess es in einer Armeemitteilung. Zudem hätten israelische Kampfjets in der Gegend der Stadt Schiras weitere Stellungen ins Visier genommen. Die Angriffe seien inzwischen abgeschlossen. Die Al-Kuds-Brigaden sind die Auslandsabteilung der iranischen Revolutionsgarden. Laut Israels Armee sind sie auch für Waffenlieferungen in die gesamte Region zuständig.

14:20
Iran greift weiter Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an

Die iranischen Angriffe in den Golfstaaten gehen mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn weiter. Katars Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen. Anschliessend hiess es, die Bedrohung sei vorbei und die Sicherheitslage wieder normal. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid. Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, ihre Luftabwehr habe zwölf weitere Raketen abgefangen, drei seien zudem im Wasser niedergegangen. Ausserdem seien von insgesamt 18 Drohnen alle bis auf eine abgefangen worden. Damit gab es im Land nach offiziellen Angaben bisher Angriffe mit etwa 250 Raketen und 1.400 Raketen. Die Emirate sind bisher besonders stark unter Beschuss. Dort wurden bisher vier Menschen bei Angriffen getötet, mehr als 110 wurden verletzt.

14:04
Israel setzt Angriffe im Libanon fort

Das israelische Militär setzt seine Angriffe im Libanon fort. Seit dem Morgen waren Augenzeugenberichten zufolge mindestens 11 Angriffe in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut zu hören. Die israelische Armee hatte zuvor angegeben, Filialen der Vereinigung Al-Kard Al-Hassan in der Gegend anzugreifen. Es handelt sich dabei um ein Finanzinstitut und eine Art Bank der Hisbollah. Das Gesundheitsministerium in Beirut gab in einem vorläufigen Bericht an, dass bei den Angriffen bisher mindestens eine Person getötet wurde. 12 weitere seien verletzt worden, hiess es weiter. Seit der jüngsten Eskalation sind im Libanon bisher rund 400 Menschen getötet worden. Auch im Südlibanon setzte die israelische Armee ihre Angriffe nach libanesischen Angaben fort. Die Hisbollah reklamierte ihrerseits erneut mehrere Angriffe auf israelische Ziele für sich. Nach Angaben der Miliz sollen unter anderem Raketen in Richtung eines Luftstützpunkts in Haifa abgefeuert worden sein.

13:23
Türkei: Nato fängt Geschoss im türkischen Luftraum ab

Ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss ist nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums im türkischen Luftraum von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Einige Trümmer der Munition seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden des Landes gefallen, teilte das Ministerium auf X mit. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten.

10:11
Türkei schickt F-16-Kampfjets in besetzten Norden Zyperns

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und einem Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat die Türkei sechs Kampfjets in den von ihr kontrollierten Norden der Mittelmeerinsel geschickt. Zyprische Medien zeigten Bilder von der Landung der F-16-Jets auf dem Flughafen Ercan. Er liegt nordöstlich von der Hauptstadt Nikosia, aber in dem Teil Zyperns, der von türkischen Truppen besetzt ist und nur von Ankara als Türkische Republik Nordzypern anerkannt wird. Neben den Kampfjets seien auch Luftverteidigungssysteme in den Norden Zyperns verlegt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Der Einsatz ziele darauf ab, die Sicherheit Nordzyperns «angesichts der jüngsten regionalen Entwicklungen» zu stärken, erklärte Ministerium auf der Plattform X. Je nachdem, wie sich die Lage weiter entwickele, könnten zusätzliche Massnahmen ergriffen werden.

09:09
Auch Bahrains Öl- und Gaskonzern erklärt «höhere Gewalt»

Nach Angriffen auf seine Ölanlagen zieht nach dem Förderland Katar auch Bahrain Konsequenzen aus dem Iran-Krieg. Das staatliche Öl- und Gasunternehmen Bapco Energies rief für seine Lieferungen den Zustand der «höheren Gewalt» (Force Majeure) aus. Diese Erklärung entbindet einen Vertragspartner rechtlich von seinen Lieferpflichten. Als Grund würde der «jüngste Angriff» auf eine Raffinerie im Land genannt. Alle örtlichen Märkte seien aber versorgt und die Nachfrage ohne Beeinträchtigungen gedeckt. Bahrain ist unter den Golfstaaten der kleinste Ölproduzent, ist aber Teil des Ölförderverbunds Opec+. Das kleine Königreich bezieht seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft von zwei Ölfeldern im Land.

08:36
Israel: Iran setzt bei Angriff erneut Streumunition ein

Der Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welches Gebiet in dem Land genau betroffen gewesen ist, sagte der Armeesprecher jedoch nicht. Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist. Israel hat dem Iran vorgeworfen, mit dieser Art von Munition absichtlich auf zivile Gebiete geschossen zu haben. Die Armee warnt die Bürger des Landes immer wieder, sich den Bomben nach Einschlägen nicht zu nähern.

08:21
Nach Angriffen auf Öldepots: Benzin in Teheran rationiert

Nach den israelischen Angriffen auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran rationieren Tankstellen den Verkauf von Benzin stark. Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. An den Tankstellen bildeten sich Kilometer lange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten. Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Dichter, schwarzer, toxischer Rauch verdunkelt seitdem den Himmel. Auf viele Dächer der Metropole regnete Öl herab.

07:49
Israel greift erneut Einrichtungen der iranischen Führung an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der Führung im Iran angegriffen, darunter in der Stadt Isfahan. Derweil gab es in der Nacht und am Morgen demnach auch wieder iranische Raketenangriffe auf Israel.
Die Angriffe im Iran galten einer Mitteilung zufolge Kommandozentren von Behörden für innere Sicherheit und der Basidsch-Milizen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt. Ausserdem seien Raketenabschussrampen und eine Produktionsanlage für Raketentreibwerke im Iran beschossen worden.

09.03.: 06:18
Teil des US-Botschaftspersonals soll Saudi-Arabien verlassen
Die USA haben angesichts von Sicherheitsrisiken wegen des Iran-Kriegs einen Teil ihres Botschaftspersonals in Saudi-Arabien angewiesen, das Land zu verlassen. Das US-Aussenministerium ordnete die Ausreise des nicht für Notfälle benötigten Personals sowie der Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern an, erklärte die Behörde. Damit verschärfte sie eine vorige Empfehlung: Seit vergangener Woche hatte es schon eine Erlaubnis für diese Personengruppen zur Ausreise gegeben. Saudi-Arabien wurde seit dem Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche bereits mehrmals Ziel iranischer Gegenangriffe. Vor ein paar Tagen war auch die US-Botschaft in der Hauptstadt Riad von zwei Drohnen angegriffen worden.

14:54
15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Bei erneuten Luftangriffen Israels sind im Libanon nach dortigen Regierungsangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Israel habe südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Dort sei in einem Dorf ein Wohngebäude getroffen worden. Örtlichen Medienberichten zufolge waren auch Frauen und Kinder unter den Opfern. Rettungskräfte suchten unter Trümmer nach Opfern. Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die Luftangriffe dauerten an. Hintergrund seien terroristische Aktivitäten der Hisbollah. Anwohner wurden aufgerufen, sich umgehend nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu begeben.

09:23
Bahrain: Wasser-Entsalzungsanlage bei Angriff beschädigt

Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden, teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um «iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele» richte. Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süsswasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.

08.03.: 07:59
Israel beginnt neue Angriffswelle im Iran

Israels Luftwaffe fliegt erneut Angriffe im Iran. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilte die Armee am Morgen auf Telegram mit. In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Israels Armee erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, die Bombardierung einer Ölraffinerie.

13:39
US-Präsident Trump droht Iran mit Ausweitung der Angriffe

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Ausweitung der Angriffe gedroht. Der Iran werde heute sehr hart getroffen und bislang nicht ins Visier genommene Gegenden würden für «komplette Zerstörung und sicheren Tod» ernsthaft geprüft, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran werde «in die Hölle geprügelt», schrieb Trump. «Aufgrund des schlechten Verhaltens des Irans sind Gegenden und Gruppen von Menschen, die bislang noch nicht Ziel waren, unter ernsthafter Prüfung für vollständige Zerstörung und sicheren Tod», schrieb Trump. Der Post auf seiner Plattform folgte auf Aussagen des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, der am Morgen Bedingungen für ein Ende der eigenen Luftangriffe auf Nachbarländer gestellt.

10:10
Irans Präsident stellt Bedingungen für Ende von Angriffen

Irans Präsident Massud Peseschkian stellt Bedingungen für ein Ende von Luftangriffen auf Nachbarländer. In einer von der staatlichen Rundfunkagentur ausgestrahlten Videobotschaft sagte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Er nannte jede Form der Unterstützung für Israel und die USA als «ehrlos». Zugleich entschuldigte er sich für die Angriffe auf Nachbarländer. «Diese Vorfälle waren das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten», sagte er. Peseschkians Aussage bedeutet, dass auch von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe auf den Iran erfolgen dürfen. Da solche Basen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch die USA betreffen.

07:49
20’000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest

Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest. Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die «erhebliche psychische Belastung» hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten. Der Persische Golf wird nur durch die für den internationalen Handel wichtige Strasse von Hormus mit den Weltmeeren verbunden. Der Iran weist zwar Berichte über eine vollständige Sperrung der Meerenge, die zwischen seinem Land und dem Oman liegt, zurück. Nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern ist der Schiffsverkehr dort aber um etwa 90 Prozent zurückgegangen.

07.03.: 07:47
US-Regierung dementiert Berichte zu Russlands Hilfe für Iran nicht

Die US-Regierung hat Medienberichte, wonach Russland dem Iran Informationen über amerikanische Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten liefert, zunächst nicht dementiert. Darauf angesprochen, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth dem Sender CBS News, dass die USA alles beobachteten. «Wir verfügen über die besten Geheimdienstinformationen der Welt», betonte er. Sie wüssten, was vor sich gehe und US-Präsident Donald Trump wisse, wie man diese Risiken mindere. Er wisse, wer mit wem spreche – «und alles, was nicht passieren sollte, sei es öffentlich oder hinter den Kulissen, wird konfrontiert und entschieden angegangen», sagte Hegseth. Auch Trump selbst wurde bei einer Veranstaltung im Weissen Haus auf die Berichte angesprochen. Witzelnd sprach er zunächst von einem vergleichsweise einfachen Problem – und bügelte die Frage kurz darauf ab.

22:29
Irans Armeesprecher: Keine Totalblockade der Strasse von Hormus

Der Iran weist Berichte über eine vollständige Sperrung der Strasse von Hormus zurück. Armeesprecher Abolfasl Schekartschi sagte im Staatsfernsehen: «Wir haben die Strasse von Hormus nicht blockiert.» Man lasse alle Schiffe passieren – mit Ausnahme von US- und israelischen Schiffen. «Die haben da nichts zu suchen», sagte Schekartschi. Zugleich räumte er ein, dass mitten im Krieg nicht allen Schiffen garantiert werden könne, keine Probleme zu bekommen. Nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern ist der Schiffsverkehr in der für den internationalen Energiehandel wichtigen Strasse von Hormus um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Solange es die militärischen Fähigkeiten des Irans zuliessen, werde er weiter versuchen, den Schiffsverkehr durch die Meerenge zu stören, schrieb das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in einer Lage-Analyse. Das Vorgehen in der Strasse von Hormus sei Teil der iranischen Strategie, auch den Golfstaaten Kosten für den Krieg aufzuerlegen.

20:34
Israel: Kommandozentrale der Revolutionsgarden im Libanon angegriffen

Israels Militär hat nach eigenen Angaben eine Kommandozentrale der iranischen Revolutionsgarden in den südlichen Vorstädten Beiruts angegriffen. Diese sei von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzt worden, teilte die Armee mit. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt seien auch drei Kommandozentralen der Schiitenmiliz angegriffen worden, hiess es weiter. Im Laufe des Tages kam es zu mehreren Angriffen des israelischen Militärs südlich von Beirut, die Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah. Die Miliz hatte am Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Israel reagiert seitdem mit umfangreichen Luftangriffen in mehreren Teilen des Landes. Zehntausende Menschen wurden zur Flucht aufgerufen. Israels Generalstabschef Ejal Zamir drohte der Hisbollah mit weiteren und intensiveren Angriffen. «Wir werden jede Gelegenheit nutzen, um die Hisbollah zu treffen, Fortschritte zu erzielen und die Bedrohung zu beseitigen», sagte er nach einer Lageeinschätzung im Norden Israels. Die Hisbollah habe sich dazu entschieden, dem Iran beizuspringen und zahle nun den Preis dafür.

20:32
Krieg soll laut Weissem Haus vier bis sechs Wochen dauern

Im Konflikt mit dem Iran geht das Weisse Haus mittlerweile von einer Kriegsdauer von vier bis sechs Wochen aus. Das sagte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington vor Journalisten. «Und wir sind auf dem besten Weg, diese Ziele zu erreichen.» In dem seit Samstag laufenden Krieg mit dem Iran änderte die US-Regierung damit zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur Kriegsdauer. Zu den zentralen Kriegszielen der USA gehören nach früheren Angaben die Zerstörung der iranischen Marine sowie ein Ende der Bedrohung durch Raketen und Atomwaffen. US-Präsident Donald Trump hatte Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus. Der Iran sei ein grosses Land. «Es wird vier Wochen dauern – oder weniger.» Später passte der Präsident seine Einschätzung auf vier bis fünf Wochen an.

17:50
Netanjahu stellt stärkere Angriffe gegen Israels Gegner in Aussicht

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der Angriffe seines Landes gegen dessen Gegner in Aussicht gestellt. Für das militärische Vorgehen brauche es vor allem drei Dinge: «erstens Entschlossenheit, zweitens Initiative und drittens List», sagte Netanjahu. Davon habe Israel «reichlich», und der Feind habe dies bereits festgestellt. Dieser werde diese Fähigkeiten «noch viel stärker» zu spüren bekommen, sagte der Regierungschef weiter. Israel sei zudem auf dem Weg, alle seine Missionen zu vollenden. Weitere Details zu möglichen nächsten Schritten nannte Netanjahu allerdings icht. Er äusserte sich bei einem Besuch der Wüstenstadt Beerscheva. Israels Angriffe richten sich gegen Ziele im Iran und dem Libanon.

16:40
Spanien bezeichnet Iran-Krieg als «schweren Fehler»

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat erneut auf die scharfen Attacken von US-Präsident Donald Trump reagiert und den Iran-Krieg als «schweren Fehler» bezeichnet. «Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist zu helfen, wenn man Recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist», sagte Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Kollegen Luís Montenegro im südspanischen Huelva. Dieser Fehler werde «uns alle» teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch steigende Energiepreise, warnte Sánchez. Erneut warf er Israel und den USA vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu brechen. Selbstverständlich lehne auch Spanien das «iranische Regime» ab. Aber dennoch müssten das internationale Recht und die Menschenrechte beachtet werden, betonte der Sozialist.

12:46
Iran meldet Angriff auf Öltanker «in US-Besitz» vor Kuwait

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Öltanker angegriffen. Das Schiff «in US-Besitz» sei vor der Küste Kuwaits attackiert worden und stehe in Flammen, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Ausserdem seien wieder Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit fortschrittlichen Raketen angegriffen worden, hiess es in einem Bericht des Rundfunks. Dabei sei auch die Rakete vom Typ «Chorramshahr 4» mit einem Zwei-Tonnen-Gefechtskopf zum Einsatz gekommen.

12:36
Bodentruppen im Iran? Trump spricht von «Zeitverschwendung»

US-Präsident Donald Trump hat sich mit Blick auf einen möglichen Einsatz von Bodentruppen im Iran zurückhaltend geäussert. In einem Telefoninterview mit NBC News habe er zu verstehen gegeben, dass eine Invasion des Irans nichts sei, worüber er derzeit nachdenke, berichtete der TV-Sender mit Sitz in New York. «Es ist Zeitverschwendung. Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren konnten», sagte Trump demnach. Tempo und Intensität der Angriffe hielten an. Konkret sei Trump zu einem Kommentar von Irans Aussenminister Abbas Araghtschi befragt worden, der gesagt habe, sein Land sei «bereit für eine Invasion US-amerikanischer und israelischer Truppen». Dies habe Trump als «überflüssigen Kommentar» bezeichnet.

11:01
Internet im Iran weiterhin gesperrt

Die Bevölkerung im Iran ist am siebten Kriegstag weitgehend vom internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Freitag von nur einem Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten ebenfalls einen vollständigen Einbruch des Internetverkehrs.Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte «weisse SIM-Karten», die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind. Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern gesperrt.

10:58
Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden

Der Militäreinsatz «Gewaltiger Zorn» der USA mit Luftangriffen auf den Iran hat allein in den ersten 100 Stunden nach unterschiedlichen Schätzungen bereits mehrere Milliarden Dollar gekostet – die Bandbreite der angenommenen Kosten ist allerdings gross. So geht das Institut Center for Strategic and International Studies (CSIS) mit Sitz in Washington von 3,7 Milliarden Dollar (knapp 3,2 Milliarden Euro) in den ersten vier Tagen aus. Es stützt sich dabei eigenen Angaben zufolge auf die wenigen Details, die das US-Verteidigungsministerium bisher offengelegt hat. Die Zeitung «Wall Street Journal» schreibt am Freitag von fast 11 Milliarden Dollar in den ersten vier Tagen und beruft sich dabei auf Elaine McCusker, die in der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Pentagon für den Verteidigungsetat zuständig war. Diese Kosten umfassen dem Zeitungsbericht zufolge auch die Stationierung von mehr als zwölf Schiffen und 100 Flugzeugen im Nahen Osten seit Dezember.

09:30
Nach Drohnenangriff: Zypern strebt Nato-Beitritt an

Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird auf der EU-Inselrepublik ein Beitritt zur Nato diskutiert. «Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen», sagte Präsident Nikos Christodoulidis dem griechischen Sender Skai. Er erklärte zugleich, dass Zypern bereits Vorbereitungen für einen möglichen Nato-Beitritt treffe. Auf militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet, damit das Land handeln könne, «sobald die politischen Bedingungen dies zuliessen». Christodoulidis betonte jedoch, dass ein solcher Schritt derzeit nicht umgesetzt werden könne. Grund sei die langjährige Haltung der Türkei, die als Nato-Mitglied einen Beitritt Zyperns ablehnt. Über neue Mitglieder entscheidet das Bündnis einstimmig.

07:45
Mehr Macht im Krieg für Irans Führungstrio

Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts ist dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt worden. Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtete das iranische Onlineportal Didban. Der Rat, dem Präsident, Justizchef und ein Geistlicher angehören, sollen ausserdem Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen können.
Die Entscheidung dafür traf der sogenannte Schlichtungsrat, ein wichtiges Schiedsorgan im iranischen Machtapparat. Dem aktuellen Führungstrio gehören Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi an. Sie leiten die Staatsgeschäfte, bis ein neuer Religionsführer ernannt ist.

06.03.: 07:30
Israels Militärchef kündigt nächste Phase im Iran-Krieg an

Israel geht bei seinen Angriffen im Iran Armeeangaben zufolge in eine nächste Phase über. «In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen», sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir Militärangaben zufolge. Seit Samstagmorgen habe Israels Luftwaffe in der nun abgeschlossenen «Überraschungsangriffsphase» rund 2.500 Angriffe im Iran ausgeführt, die Lufthoheit erlangt und mehr als 60 Prozent der Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört. Laut der israelischen Armee sollen Hunderte dieser Vorrichtungen getroffen worden sein. Dies rette in Israel Leben, erklärte Zamir weiter. Die Gefahr sei aber noch nicht gebannt, warnte der israelische Militärchef zugleich. «Jede Rakete ist tödlich und stellt eine Gefahr dar.» In Israel heulten am Donnerstag nach iranischem Raketenbeschuss wieder mehrfach die Warnsirenen.

14:37
Aserbaidschan mobilisiert Armee nach Drohnenangriff

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des mutmasslich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Baku. Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit sein, sagte Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Der Iran bestreitet eine Verantwortung für den Angriff.

13:17
Neuer Raketenangriff Irans auf Israel – Sirenen in Tel Aviv

Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, die Raketenabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. In weiten Teilen Israels heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten nach einem vorherigen Angriff auf Israel mitgeteilt, sie hätten vier fortschrittliche Raketen des Typs Chorramschahr 4 auf das Zentrum von Tel Aviv abgefeuert. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, ein israelisches Passagierflugzeug sei während des Angriffs im Landeanflug auf den Tel Aviver Flughafen gewesen. Die Maschine habe die Landung vorerst abgebrochen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

11:53
Aserbaidschan: Drohnen aus Iran treffen Flughafen

Aserbaidschan macht den Iran für einen Drohnenangriff in der autonomen Exklave Nachitschewan verantwortlich und droht mit Vergeltung. Das Verteidigungsministerium verurteile die von den Streitkräften der Islamischen Republik ausgeführten Angriffe gegen zivile Infrastruktur auf dem Gebiet Aserbaidschans ohne jegliche militärische Notwendigkeit aufs Schärfste, teilte die Behörde in Baku mit. Die Islamische Republik trage die volle Verantwortung für den Vorfall. Das Verteidigungsministerium bereite notwendige Vergeltungsmassnahmen vor.

10:15
Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel

Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Die Armee teilte mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden. Im Grossraum Tel Aviv heulten Warnsirenen. Auch Jerusalem war nach Medienberichten von dem Angriff bedroht. Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, der Zivilschutz habe sich seit Beginn des Kriegs mit dem Iran am Samstag um 13 Einschlagsorte mit «bedeutender Zerstörung» in Israel gekümmert. Insgesamt werde aber ein Rückgang der Raketenangriffe aus dem Iran beobachtet. Israel bereitet sich demnach auch darauf vor, dass neben der libanesischen Hisbollah-Miliz auch die ebenfalls mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen in den Krieg einsteigen könnte. Sie verfüge weiterhin über die Fähigkeiten und bereite sich vor. Warum die Huthi bisher nicht geschossen haben, sei nicht ganz klar, hiess es in dem Bericht.

10:13
Italien will Golfstaaten Ausrüstung zur Flugabwehr liefern

Angesichts iranischer Angriffe auf mehrere Golfstaaten will Italien Ausrüstung zur Flugabwehr in die Region liefern. «Wir sprechen ausdrücklich von Verteidigung, von Luftverteidigung», sagte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Radio. Die Regierungschefin fügte hinzu: «Nicht nur, weil es befreundete Nationen sind, sondern auch, weil sich in dieser Region Zehntausende Italiener befinden und etwa zweitausend Soldaten, die wir schützen müssen.» Aussenminister Antonio Tajani und Verteidigungsminister Guido Crosetto sollen am Vormittag im italienischen Parlament berichten. Crosetto hatte erst kürzlich erklärt, Rom habe Hilfeersuchen aus mehreren Golfstaaten erhalten. Man prüfe nun ein schnelles und mit EU-Partnern koordiniertes Vorgehen.

08:56
Revolutionsgarden greifen Tanker im Persischen Golf an

Die iranischen Revolutionsgarden melden einen Angriff auf einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs. Auf dem Webportal der Garden heisst es weiter, das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erneuerten ihre Drohung, im Kriegsfall die Strasse von Hormus zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine Durchfahrt und würden angegriffen. Im weltweiten Energiehandel spielt die Strasse von Hormus eine wichtige Rolle. Durch dieses Nadelöhr vor der Küste des Irans fährt rund ein Fünftel der globalen Öltransporte. Jede Störung dort kann die Energiepreise steigen lassen.

08:50
Iran bestreitet Raketenangriff auf die Türkei

Der iranische Generalstab hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Türkei mit einer ballistischen Rakete angegriffen zu haben. In einer offiziellen Erklärung heisst es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen. Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei. Am Mittwoch hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen. Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche. Es gab keine Verletzten. Unklar bleibt, welches Ziel die iranische Rakete gehabt haben soll. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das Geschoss hätte den wichtigen Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen.

08:03
Iran droht den USA nach Versenkung eines Kriegsschiffes

Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat den USA nach dem tödlichen Angriff auf die Fregatte «IRIS Dena» im Indischen Ozean mit Konsequenzen gedroht. Araghtschi schrieb auf X: «Merken Sie sich meine Worte: Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen.» Araghtschi warf den USA vor, 2.000 Meilen (ca. 3.219 km) von der iranischen Küste entfernt eine «Gräueltat auf See» begangen zu haben. Die «IRIS Dena» mit 130 Besatzungsmitgliedern sei als Gast der indischen Marine in internationalen Gewässern unterwegs gewesen und ohne Vorwarnung angegriffen worden. Laut übereinstimmenden Medienberichten wurde das Schiff von einem US-U-Boot mit einem Torpedo versenkt.

07:40
Neue Angriffswelle in Teheran – Raketenangriffe auf Israel

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle in Teheran begonnen. In einer Mitteilung des Militärs war die Rede von grossangelegten Angriffen auf Infrastruktur der iranischen Führung in der Hauptstadt. Augenzeugen berichteten über Explosionsgeräusche im Bereich von Teheran. Ausserdem griff Israels Luftwaffe den Angaben zufolge mehrere Kommandozentren der proiranischen Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Im Verlauf der Nacht hatte es in Israel immer wieder Raketenalarm gegeben. Dabei wurde auch über parallele Raketenangriffe aus dem Iran und vom Libanon aus auf den jüdischen Staat berichtet. Ein Einwohner Tel Avivs berichtete von gewaltigen Knallgeräuschen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. Am Vortag waren nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom Dutzende von Menschen verletzt worden.

06:47
Iran dementiert geheime Kontaktaufnahme zur CIA

Das iranische Geheimdienstministerium hat laut der Nachrichtenagentur Tasnim einen Bericht über mögliche geheime Kontakte zur Beendigung des Krieges dementiert. Anlass ist ein Bericht der «New York Times», wonach Mitarbeiter des Ministeriums einen Tag nach Kriegsbeginn indirekt über den Geheimdienst eines Drittstaates an den US-Geheimdienst CIA herangetreten seien, um mögliche Bedingungen für ein Ende des Konflikts auszuloten. Eine «informierte Quelle» bezeichnete dies laut Tasnim als falsch und Teil einer psychologischen Kriegsführung. Die Informationen stammen laut «New York Times» von anonymen Beamten aus dem Nahen Osten und einem westlichen Land. US-Regierungsvertreter seien skeptisch, ob die Regierung von Donald Trump oder der Iran wirklich bereit für einen Ausweg seien, hiess es.

06:34
US-Senat stimmt gegen stärkeres Mitspracherecht im Iran-Krieg

Im Konflikt um die Entscheidungshoheit über das Vorgehen im Iran-Krieg hat der US-Senat Präsident Donald Trump den Rücken gestärkt. Bei einer Abstimmung gab es nicht genug Stimmen für einen mehrheitlich von Demokraten unterstützten Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, wie der Senat auf X mitteilte. Die Abstimmung ging 53 zu 47 aus. Eine sogenannte War Powers Resolution wurde erstmals in Reaktion auf den Vietnam-Krieg 1973 angewendet. Ein Hauptmerkmal solcher Resolutionen sind beschleunigte Verfahren, mit denen der Kongress über die Entsendung oder den Abzug von Truppen entscheiden kann.

05.03: 06:33
Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an

Die iranischen Streitkräften haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak angegriffen. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldete die staatlichen Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen «anti-iranischer Separatisten» zu sehen sein sollen. US-Medien berichteten zuletzt, Präsident Donald Trump erwäge, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Irans Regierung zu bewaffnen. Das Weisse Haus wies dies zurück. Regierungssprecherin Karoline Leavitt bestätigte allerdings, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Iraks gesprochen habe.

16:00
Hegseth: Iranisches Kriegsschiff mit Torpedo versenkt

Das US-Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth ein iranisches Kriegsschiff mit einem Torpedo versenkt. Ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern auf das Schiff geschossen, sagte er bei einer Pressekonferenz. Hegseth zufolge war es der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Unklar war zunächst, um welches Schiff es sich genau handelte. Zuvor war bekanntgeworden, dass es auf der Fregatte «IRIS Dena» zu einer Explosion gekommen war. Die sri-lankischen Behörden hätten jedoch zunächst nichts über die Ursache der Explosion gesagt, berichtete die sri-lankischen Zeitung «Daily Mirror» unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Mindestens 101 Besatzungsmitglieder des gesunkenen iranischen Kriegsschiffs wurden nach Medienberichten im Indischen Ozean vor der Küste Sri Lankas vermisst. Auf der Fregatte seien zudem 78 Menschen verletzt worden. Verletzte Besatzungsmitglieder seien inzwischen von der sri-lankischen Marine und Luftwaffe gerettet worden. Auf dem Schiff habe sich eine Explosion ereignet, bevor es gesunken sei. Das Schiff der iranischen Marine hatte den Berichten zufolge Seenotsignale abgesetzt. Die Fregatte habe sich im Indischen Ozean in internationalen Gewässern befunden.

13:50
Lufträume wegen Iran-Kriegs weiter gesperrt

Die Sperrungen im Luftverkehr wegen des Iran-Kriegs dauern weiter an. Die irakische Zivilluftfahrtbehörde kündigte an, der Luftraum bleibe bis Samstag geschlossen. Auch die Lufträume von Bahrain, Kuwait und Katar bleiben nach Angaben von vor Ort weiterhin gesperrt. Die staatliche Fluggesellschaft Qatar Airways kündigte an, am Freitag ein weiteres Update zur Lage zu veröffentlichen. Die Regierung in Doha hatte zuvor mitgeteilt, dass mehr als 8.000 Menschen im Land festsitzen, weitere befänden sich auf Kreuzfahrtschiffen. Der internationale Flughafen von Kuwait wurde am Samstag bereits Ziel eines Drohnenangriffs. Dabei wurden mehrere Beschäftigte leicht verletzt, zudem entstanden Schäden an einem der Passagierterminals.

13:35
Paralleler Angriff auf Tel Aviv aus Iran und Libanon

Der Grossraum Tel Aviv ist parallel mit Raketen aus dem Iran und aus dem Libanon angegriffen worden. Dies bestätigte ein israelischer Armeesprecher. Es seien eine Rakete aus dem Iran und mehrere von der libanesischen Hisbollah-Miliz abgefeuert worden. Das Militär sei dabei, diese abzufangen. Ein Einwohner der Stadt Tel Aviv berichtete von massiven Explosionsgeräuschen. Die Polizei teilte mit, es seien in mehreren Gebieten in Tel Aviv Raketentrümmer niedergegangen. Der staatliche iranische Rundfunk berichtete von einer neuen Welle von Raketen aus dem Iran in Richtung der «besetzten Gebiete» (Israel).

13:30
Türkei: Geschoss aus dem Iran abgefangen

Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss ist nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Das ballistische Geschoss war in Richtung des türkischen Luftraums unterwegs und durchquerte den Luftraum des Irak und Syriens, wie das Ministerium mitteilte. Ein Teil der Abwehrrakete fiel demnach in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche, es gab keine Verletzten. Der Kommunikationschef des Präsidialamts, Burhanettin Duran, schrieb auf X, es habe sich um eine Rakete gehandelt. Die Türkei verhält sich im Krieg gegen den Iran neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht.

10:55
Irak: Drohnenangriff auf US-Militärstützpunkt in Bagdad

Der Krieg mit dem Iran wirkt sich weiterhin auf den benachbarten Irak aus. Am US-Militärstützpunkt in Nähe des Flughafens der Hauptstadt Bagdad schlug am Mittwoch eine Drohne ein, wie örtliche Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise berichteten. Schäden habe es nicht gegeben. Eine mit Teheran verbündete Miliz beanspruchte heute auch einen Drohnenangriff auf eine US-Basis in Erbil in der Kurdenregion für sich. Zudem habe sie in Erbil ein Hotel angegriffen, in dem US-Soldaten untergebracht seien.

10:50
Swiss plant Sonderflug vom Oman nach Zürich

Die Fluggesellschaft Swiss plant für Donnerstag einen Sonderflug von Maskat nach Zürich. Der eingesetzte Airbus A340 wird deswegen am Mittwoch in die Hauptstadt des Omans fliegen. Mit diesem Flug wolle die Swiss einen Betrag leisten, um den Betroffenen in der schwierigen Situation zu helfen, teilte die Swiss mit. Mit diesem Flug soll vor allem gestrandeten Schweizer Reisenden die Rückkehr aus dem Krisengebiet ermöglicht werden. Maskat gehört nicht zu den regulären Destinationen der Fluggesellschaft. An Bord kommen gemäss Communiqué Fluggäste, die bereits ein Swiss-Ticket besitzen, aber die Rückreise aufgrund der aktuellen Situation nicht antreten konnten. Weitere Schweizer Staatsbürger, die sich beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit Aufenthaltsort Oman registriert haben, würden noch am Mittwochmorgen Angaben zur entsprechenden Buchungshotline erhalten.

08:50
Israel kündigt Tötung auch von Chameneis Nachfolger an

Israel hat gedroht, es werde auch den Nachfolger des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei töten. Chamenei war am Samstag bei einem israelischen Angriff getötet worden. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz schrieb in einem Post auf der Plattform X, jeder Anführer, der im Iran ernannt werde, «um weiterhin das Programm zur Vernichtung Israels voranzutreiben, die USA, die freie Welt und die Staaten der Region zu bedrohen und das iranische Volk zu unterdrücken, wird ein eindeutiges Ziel für eine Eliminierung sein». Es spiele dabei keine Rolle, «wie er heisst oder wo er sich versteckt».

08:50
Weiter Angriffe am Golf – Saudi-Arabien fängt Marschflugkörper ab

Der Iran hat seine Angriffe in den Golfstaaten am fünften Tag des Nahostkriegs fortgesetzt. Saudi-Arabien fing zwei mutmasslich iranische Marschflugkörper sowie zehn Drohnen ab. Das teilte das saudische Verteidigungsministerium mit. Die Marschflugkörper wurden in der Region al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad abgeschossen, wo sich ein wichtiger US-Luftwaffenstützpunkt befindet. Die Basis wurde in vergangenen Tagen bereits mehrfach mit Drohnen angegriffen. Zudem seien mehrere Drohnen abgefangen worden, die in den saudischen Luftraum eingedrungen waren. Die Regierung des Nachbarlands Katar teilte mit, Iran habe den wichtigen US-Militärstützpunkt al-Udaid mit ballistischen Raketen angegriffen. Eine Rakete sei an der Basis eingeschlagen, es habe aber keine Opfer gegeben, hiess es aus dem katarischen Verteidigungsministerium. Eine zweite Rakete sei abgefangen worden.

07:40
Israel: Stellungen iranischer Basidsch-Milizen angegriffen

Israel hat bei den massiven Angriffen im Iran nach Militärangaben auch Stellungen der Basidsch-Milizen ins Visier genommen. Es seien «Dutzende Stützpunkte» der Basidsch-Kräfte angegriffen worden, teilte ein Sprecher der israelischen Armee auf X mit. Kampfjets hätten zahlreiche Geschosse abgeworfen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt. Auf der Basis von Hinweisen des Militärgeheimdienstes habe die Luftwaffe «eine weitere Angriffswelle durchgeführt, die auf Einrichtungen des iranischen Systems in ganz Teheran abzielte», hiess es weiter in der Mitteilung. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

06:35
Iranische Rakete trifft grossen US-Stützpunkt in Katar

Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete hat den auch vom US-Militär genutzten Stützpunkt Al-Udeid in Katar getroffen. Dabei sei niemand verletzt worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X. Die Behörde machte keine Angaben zum genauen Einschlagsort der Rakete oder möglichen Schäden. Eine zweite ballistische Rakete sei von der Luftabwehr abgefangen worden.

04.03.2026 04:00
Israel greift weitere Militäranlagen im Iran an

Die israelischen Streitkräfte haben erneut Militäranlagen im Iran unter Beschuss genommen. Die «breit angelegte Angriffswelle» habe unter anderem Abschussrampen und Luftabwehrsystemen gegolten, teilte das israelische Militär mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von Explosionen in der Hauptstadt Teheran. Der Iran feuerte seinerseits Raketen auf Israel ab, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Sie wurden erfolgreich abgefangen, wie die Zeitung «Times of Israel» berichtete. Verletzt wurde demnach niemand. Seit Beginn des jüngsten Krieges gegen den Iran am Wochenende flog die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben bereits über 1.600 Einsätze und zerstörte nach eigenen Angaben rund 300 Raketenabschussrampen.


21:55
Trump verspricht Schutz für Schiffe in der Strasse von Hormus

US-Präsident Donald Trump will den vom Iran bedrohten Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus absichern – auch mit der eigenen Marine. «Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Strasse von Hormus zu eskortieren», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten. Die Massnahme ziele vor allem auf Energietransporte, sei aber für alle Reedereien verfügbar.

20:25
Trump spricht mit Kurdenführern im Irak: Pläne für den Iran?

US-Präsident Donald Trump hat mit Kurdenführern im Irak telefoniert und über die weiteren Schritte im Krieg gegen den Iran gesprochen. Trump habe den Vorsitzenden der kurdischen Partei PUK im Irak, Bafil Talabani, kontaktiert, teilte die Partei heute mit. Trump habe Talabani dabei über seine weiteren Pläne zum Krieg mit dem Iran informiert. Von der US-Regierung gab es zunächst keine Bestätigung. US-Medien berichteten, dass Trump einen Tag nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran auch mit dem irakischen Kurdenführer Masud Barsani gesprochen habe. Trump soll demnach erwägen, die irakischen Kurden bei einem Kampf gegen die iranische Führung zu unterstützen, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Die irakischen Kurden haben zahlreiche Kämpfer an der Grenze zum benachbarten Iran stationiert und auch Verbindungen zur kurdischen Minderheit im Iran.

19:50
Hisbollah feuert erstmals seit Kriegsbeginn auf Tel Aviver Grossraum

Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs hat die proiranische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon wieder Raketen auf den Grossraum der israelischen Grossstadt Tel Aviv gefeuert. Die israelische Armee teilte nach Sirenengeheul in der Küstenmetropole mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden, die vom Libanon aus nach Israel geflogen seien. Die Luftabwehr habe die meisten davon abgefangen. Ein Geschoss sei auf offenem Gebiet niedergegangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein Mann habe Verletzungen erlitten, als er beim Rennen in den Schutzraum gestürzt sei. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

19:45
Briten und Franzosen schicken Kriegsschiffe zur Luftabwehr
Nach dem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt auf Zypern verstärken die Nato-Staaten Grossbritannien und Frankreich ihre Präsenz in der Region. Die Briten werden Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein Kriegsschiff entsenden, wie Premierminister Keir Starmer ankündigte. Der staatlichen zyprischen Nachrichtenagentur KYPE zufolge entsendet Frankreich Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte in den östlichen Mittelmeerraum.

15:45
Neue Angriffswelle Israels in Teheran

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine grossangelegte Angriffsserie in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen. Ziel der Luftangriffe sei Infrastruktur der iranischen Führung, hiess es in einer Mitteilung der Armee. Einwohner der Stadt berichteten von heftigen Explosionen. Ein Sprecher der israelischen Armee veröffentlichte ausserdem auf der Plattform X auf Persisch «dringende Warnungen» an Menschen im Iran. Dies betreffe das Hakimieh-Industriegebiet im Osten der Hauptstadt und den Pajam-Flughafen bei Karadsch, einem Vorort Teherans.

In den kommenden Stunden werde die Armee in dem Gebiet militärische Infrastruktur der iranischen Führung angreifen, wie sie es in den vergangenen Tagen in ganz Teheran getan habe. Zivilisten seien aufgerufen, zu ihrer eigenen Sicherheit auf einer Karte markierte Gebiete unverzüglich zu verlassen. Allerdings dürfte die Warnung kaum Menschen erreichen, da die Behörden das Internet im Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt haben.

15:05
Katar: «Rote Linien wurden überschritten»

Die katarische Regierung sieht wegen der andauernden iranischen Angriffe auf Ziele in der Golfregion «rote Linien» überschritten. Es bestehe kein Kontakt zum Iran, sagte der Sprecher des katarischen Aussenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Katar sei darauf fokussiert, sein Territorium und seine Bürger zu schützen. Seit Samstag habe der Iran mehr als 100 ballistische Raketen auf Katar abgeschossen. Ein Grossteil konnte abgewehrt werden. Ausserdem seien seitdem 39 Drohnen und zwei Kampfflugzeuge abgeschossen worden. Auch der internationale Flughafen in Doha sei Ziel der Angriffe gewesen. Katar warf der iranischen Regierung vor, damit nicht nur militärische Ziele, sondern auch lebenswichtige Infrastruktur ins Visier zu nehmen.

15:00
Mehrere Verletzte bei neuen Raketenangriffen auf Israel

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind mehrere Menschen im Zentrum des Landes verletzt worden. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, es habe mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen in verschiedenen Gegenden rund um die Küstenmetropole Tel Aviv gegeben. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom erlitten dabei mindestens sieben Menschen leichte bis mittelschwere Verletzungen. Zuvor hatte es in weiten Teilen des Landes Luftalarm gegeben und Sirenen geheult. Zahlreiche Einwohner harrten in Schutzräumen aus. Die israelische Armee teilte mit, Such- und Rettungskräfte seien landesweit an mehreren Orten im Einsatz, an denen Einschläge gemeldet worden seien.

13:00
Israel schickt weitere Soldaten in den Südlibanon

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Bodentruppen in den Südlibanon geschickt. «Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um ein Manöver, eine Bodenoffensive oder Ähnliches handelt. Es ist eine taktische Massnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern», sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. «Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Einsätze gegen uns ausweiten.» Wie viele Soldaten Israel im Nachbarland in der Nähe zur israelischen Grenze positioniert hat, wollte der Sprecher nicht sagen. Israels Armee war bislang an fünf Posten im Südlibanon stationiert. Nun sind sie den Angaben nach an weiteren Punkten in der Nähe der israelischen Grenze. «Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und ich haben die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) ermächtigt, weitere strategische Positionen im Libanon einzunehmen und zu sichern, um Angriffe auf israelische Grenzgemeinden zu verhindern», teilte Israels Verteidigungsminister Israel Katz mit.

12:00
Israel greift Regierungsgebäude in Teheran an

Israels Luftwaffe hat nach eigenen Angaben in der iranischen Hauptstadt Teheran wichtige Regierungsgebäude angegriffen. In der vergangenen Nacht hätten Kampfflugzeuge mehrere Ziele attackiert, teilte die israelische Armee mit. Darunter seien das Präsidentenbüro sowie Orte, an denen der mächtige Sicherheitsrat tagt, und ein Gebäude des Expertenrats, eines wichtigen Gremiums aus 88 Geistlichen. Das Militär bezeichnete den angegriffenen Komplex in einer Mitteilung als «wichtigstes und zentralstes Hauptquartier» der Staatsführung. In ihm hätten sich hochrangige iranische Funktionäre häufig für Lagebeurteilungen getroffen.

11:10
IAEA: Neue Schäden an Gebäuden iranischer Atomanlage

Inmitten der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilte. Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert und schwer beschädigt – darunter auch Natans, wo die Anlage zur Anreicherung von Uran steht. Die Technologie kann zur Herstellung von Reaktor-Brennstoff oder auch Atomwaffen genutzt werden – Teheran bestreitet aber, solche Waffen zu entwickeln.

10:33
Roter Halbmond: Fast 800 Tote im Iran

Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen. Die Hilfsorganisation berichtete auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3.600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten werden demnach Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt. Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach am Montag sogar von mehr als 1.500 Todesopfern. Rund 1.300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land.

10:15
Drohnenangriffe treffen Rechenzentren von Amazon-Tochter

Drohnenangriffe im Zuge der militärischen Eskalation im Nahen Osten haben zwei Rechenzentren der Amazon -Tochter AWS (Amazon Web Services) in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt getroffen und beschädigt. Zudem wurde nach Unternehmensangaben in Bahrain eine Einrichtung durch einen Einschlag in unmittelbarer Nähe beeinträchtigt. Die Angriffe haben strukturelle Schäden und Unterbrechungen der Stromversorgung verursacht, wie AWS weiter mitteilte. Teils seien Löscharbeiten nötig gewesen, wodurch zusätzliche Wasserschäden entstanden sind. Man arbeite mit lokalen Behörden zusammen und priorisiere die Sicherheit der Mitarbeitenden.

07:42
Schwere Bombardierung erschüttern Teheran und Vororte

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen rund ein Dutzend Raketen ein, wie iranische Medien berichteten. In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Bewohner der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen. Bewohner der Millionenmetropole Teheran, Zuhause für rund 15 Millionen Menschen, berichteten von einer schlaflosen Nacht.

07:40
USA: Weitere militärische Infrastruktur im Iran zerstört

Die US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen im Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen. Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mitteilte. «Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen», hiess es.

06:37
Kuwaits Armee meldet erste Todesopfer seit Irans Angriffen

Das Militär des Golfstaats Kuwait hat die ersten beiden Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet. Zwei Marinesoldaten seien heute im Dienst bei einem «Militäreinsatz» ums Leben gekommen, teilte der Generalstabschef der kuwaitischen Armee mit. Details dazu, wo und wie genau die Soldaten ums Leben kam, wurden nicht genannt.

03.03.26 – 06:25
US-Botschaft in Riad angegriffen

Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein «begrenztes Feuer» ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit. Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei.

17:45
Trump und Hegseth schliessen Bodeneinsatz im Iran nicht aus

US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth wollen nach den ersten Angriffen auf den Iran nicht ausschliessen, dass künftig US-Bodentruppen im Nahen Osten eingesetzt werden. Er habe keine Angst bei dem Thema, wurde Trump vom Boulevardblatt «New York Post» zitiert. «Jeder Präsident sagt: «Es wird keine Bodentruppen geben.» Ich sage das nicht». Stattdessen hielt sich Trump Optionen offen. Zuvor hatte sich Hegseth ähnlich geäussert. Ihm zufolge sind bislang keine Bodentruppen im Iran im Einsatz. Darüber hinaus wollte er sich nicht dazu äussern, ob ein Bodeneinsatz künftig ein denkbares Szenario sei. Die Debatte um die sogenannten «Boots on the ground», also ob es zum Einsatz von Soldaten auf feindlichem Boden kommt, gilt in den USA als höchst heikel. Seit den langjährigen und verlustreichen Kriegen im Irak und in Afghanistan reagiert die amerikanische Öffentlichkeit besonders sensibel auf die Entsendung von Bodentruppen in den Nahen Osten.

17:24
Trump: Die grosse Angriffswelle auf den Iran steht noch bevor

US-Präsident Donald Trump will die Angriffe auf den Iran noch verstärken. «Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen», sagte er in einem Interview dem Sender CNN. «Die grosse Welle kommt bald.» Trump sagte, die Attacken liefen bislang sehr gut. «Wir prügeln sie windelweich.» Er bekräftigte sein Ziel, den Krieg in etwa vier Wochen zu beenden. «Wir sind dem Zeitplan sogar voraus.» Bislang hätten die USA 49 iranische Anführer ausgeschaltet. «Sie wissen nicht einmal, wer sie derzeit anführt.» Als grösste Überraschung nannte Trump die Angriffe des Irans auf die arabischen Staaten in der Region und deren Reaktion. «Sie wollten sich nur sehr geringfügig beteiligen. Und jetzt bestehen sie darauf, einbezogen zu werden.»

15:55
Israels Militär gibt Tötung von Hisbollah-Geheimdienstler bekannt

Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht zu Montag Hussein Makled, den Chef des Geheimdiensthauptquartiers der pro-iranischen Hisbollah Miliz im Libanon getötet. Wie ein Militärsprecher mitteilte, war Makled für nachrichtendienstliche Arbeit verantwortlich, um Hisbollah-Kämpfer mit Informationen über Israel und das israelische Militär zu versorgen. Das Geheimdiensthauptquartier sei das zentrale Nachrichtendienstorgan der Hisbollah, hiess es. «Die Terrororganisation Hisbollah hat sich entschieden, dem iranischen Terrorregime beizutreten, und wird die Konsequenzen ihres Angriffs auf den Staat Israel tragen müssen», hiess es in der Mitteilung.

15:00
Israelisches Militär: Bisher 600 Stellungen im Iran angegriffen

Seit Beginn des Angriffs gegen den Iran am Samstag hat die israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600 Stellungen im Iran angegriffen. Darunter seien mehr als 20 Ziele iranischer Militärführer, mehr als 150 Boden-Boden-Raketen und über 200 iranische Luftverteidigungssysteme, hiess es in einer Mitteilung. Im Libanon seien bisher mehr als 30 Hisbollah-Ziele angegriffen worden. Die pro-iranische Miliz im Libanon hatte mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Aus dem Iran wurden zahlreiche Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, aber auch auf US-Ziele in den Golfstaaten. Bisher seien mehr als 110.000 israelische Reservisten in Vorbereitung für Kämpfe an mehreren Fronten mobilisiert worden, hiess es weiter.

14:55
Hegseth kritisiert «traditionelle Verbündete» scharf

Nach der Eskalation im Nahen Osten hat US-Kriegsminister Pete Hegseth scharfe Kritik an den früheren Partnern der Vereinigten Staaten geübt. Mit Blick auf Israel sagte er in Washington: «Fähige Partner, wie wir von Anfang an gesagt haben, fähige Partner sind gute Partner.» Im Gegensatz dazu stehen ihm zufolge die «traditionellen Verbündeten», die sich empört geben und «beim Einsatz von Gewalt nur zögern und zaudern.» Konkrete Länder nannte Hegseth in seiner Ansprache nicht. «Amerika, unabhängig davon, was sogenannte internationale Institutionen sagen, entfesselt die tödlichste und präziseste Luftangriffskampagne der Geschichte.»

13:45
Israels Verteidigungsminister: Iranisches Volk soll Regierung stürzen

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz setzt auf einen Umsturz der Führung im Iran durch die Bevölkerung. Es sei das angestrebte Ergebnis, «dass das iranische Volk in der Lage sein wird, dieses Regime für sich selbst zu beseitigen, und damit auch für uns, für die gesamte Region und für die ganze Welt», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Vertretern des Sicherheitsapparats. Zuvor hatte bereits Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Bevölkerung im Iran zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen.

13:05
Kuwait: Mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt

Inmitten der militärischen Eskalation in Nahost sind im Golfstaat Kuwait mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt. Die Besatzungen hätten überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen und der Art der US-Flugzeuge machte der Sprecher keine Angaben. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) teilte mit, drei Kampfflugzeuge des Typs F-15E seien durch einen offensichtlichen Fall von «friendly fire», also versehentlichem Beschuss, abgestürzt. Kuwaits Behörden hätten die Besatzungsmitglieder der US-Flugzeuge entdeckt und ins Spital gebracht, hiess es aus Kuwait. Ihr Zustand sei stabil, teilte der Sprecher der Staatsagentur Kuna zufolge mit. Man stimme sich direkt mit den US-Truppen im Land über die Umstände des Vorfalls ab, dessen Hintergründe nun untersucht würden.

13:00
Krieg im Nahen Osten blockiert 4000 Reisende aus der Schweiz

Über 4000 Reisende aus der Schweiz sind derzeit im Nahen Osten gestrandet. Eine Rückholung ist noch nicht in Sicht. Angesichts der anhaltenden Sperrung des Luftraums hat das Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) noch keine konkrete Lösung gefunden. Das EDA stehe sowohl mit der Fluggesellschaft Swiss als auch mit den Krisenzellen von Partnerstaaten in Kontakt, um mögliche Lösungen zu prüfen, sagte Marianne Jenni, Direktorin der Konsularischen Direktion im EDA, am Montag an einer Medienkonferenz. Rund 4000 Personen aus der Schweiz seien auf der App als in der Region gestrandet registriert. Von verletzen oder toten Schweizer Bürgern habe das EDA zur Zeit keine Informationen. Die konsularische Direktion des EDA hat bereits Mitte Januar eine Krisenzelle konstituiert. Diese arbeite seit Samstagmorgen unter Hochdruck, wie es an der Medienkonferenz weiter hiess.

12:22
Israels Militär: Neue Angriffswelle zielt «ins Herz von Teheran»

Die israelische Luftwaffe hat in den Mittagsstunden einen neuen Angriff auf Ziele im Iran gestartet. Gestützt auf Geheimdienstinformationen ziele der Angriff «im Herzen von Teheran» auf Sicherheitseinrichtungen des Landes, teilte das israelische Militär mit. Zuvor hatte ein Sprecher bekanntgegeben, dass zwei Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstministeriums getötet worden seien, darunter ein für Israel zuständiger Beamter. Augenzeugen in Teheran bestätigten schwere Bombardierungen in der Stadtmitte. Sie sollen sich in der Nähe des Parlaments ereignet haben. Auch im Norden der Millionenmetropole mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern wurden Raketeneinschläge beobachtet.

12:05
Öltanker vor der Küste Omans angegriffen – ein Toter

Vor der Küste des Omans ist ein Öltanker von einem mutmasslich iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben gekommen, teilte die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die etwa 20-köpfige Besatzung mit Landsleuten vor allem aus Indien und Bangladesch sei mit Hilfe eines Handelsschiffs in der Nähe evakuiert worden. Der etwa 220 Meter lange Öltanker «MKD VYOM» fährt unter der Flagge der Marschallinseln. Nach Informationen von Schiffs-Ortungsdiensten war er auf dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens. Nach omanischen Angaben hat der Tanker rund 60.000 Tonnen geladen, was einer üblichen Umrechnung zufolge etwa 430.000 Barrel Öl entsprechen würde.

11:35
Israels Armee: Iran greift systematisch Wohnhäuser an

Israels Armee wirft dem Iran vor, bei seinen Angriffen in Israel gezielt zivile Ziele ins Visier zu nehmen. «Wir haben konkrete Informationen erhalten, die belegen, dass der Iran systematisch zivile Wohnhäuser in Israel angreift», sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. Irans Führung wolle auf diese Weise Panik in Israel auslösen und die öffentliche Meinung beeinflussen. Er sprach von «einer iranischen Strategie». Der Iran wiederum betont stets, Ziel seiner Angriffe seien etwa Einrichtungen des israelischen Militärs oder der israelischen Regierung.

11:18
Israel beginnt weitere Angriffswelle im Libanon

Das israelische Militär hat eine neue Angriffswelle im Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee am Morgen mit. Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz in mehreren Gebieten des nördlichen Nachbarlandes. Am Mittag griff das israelische Militär erneut auch in denen als Dahija bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut an. Nach Armeeangaben ist dabei ein hochrangiges Hisbollah-Mitglied getroffen worden. Die Hisbollah selbst meldete sich dazu zunächst nicht. Die Schiitenmiliz hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen.

10:40
Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern Aramco angegriffen

In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmasslich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen. Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf das Energieministerium, einige Teile der Anlage seien vorübergehend geschlossen worden. Kurz darauf berichtete der Kanal aber unter Berufung auf das Ministerium, die Ölproduktion und der Betrieb in Ras Tanura laufe normal weiter.

09:55
Roter Halbmond: Mehr als 550 Tote bei Angriffen im Iran

Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, hiess es in einer Mitteilung der humanitären Organisation im Iran. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen. Bei den Luftangriffen seien mehr als 2.000 Ziele attackiert worden, hiess es in einer Analyse des Critical Threats Project (CTP), das von den in Washington ansässigen Denkfabriken Institute for the Study of War (ISW) und American Enterprise Institute betrieben wird.

09:50
Israel beginnt weitere Angriffswelle im Libanon

Das israelische Militär hat eine neue Angriffswelle im Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee am Morgen mit. Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz in mehreren Gebieten des nördlichen Nachbarlandes. Die Hisbollah hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen.

08:55
Iran greift Israel erneut mit Raketen an

Irans Streitkräfte haben am Morgen erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die israelische Armee mit. Unter anderem in Tel Aviv gab es Raketenalarm. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen. Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten den Angriff. Es sei die zehnte Raketenwelle seit Kriegsbeginn, hiess es in einer Mitteilung. Fortschrittliche Raketen des Typs Chorramschahr 4 hätten «gewaltige Tore des Feuers» über Israel geöffnet. «Wir empfehlen den Bewohnern der besetzten Gebiete (Israel), sich von der Umgebung militärischer Stützpunkte, Sicherheits- und Regierungszentren fernzuhalten», warnten die Revolutionsgarden.

06:35
Top-Vertreter des Irans: Wir verhandeln nicht mit den USA

Einer der ranghöchsten Vertreter der iranischen Führung hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf der Plattform X. Er reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach er sich über den Vermittler Oman trotz der laufenden Angriffe um neue Gespräche mit den USA bemüht haben soll. US-Präsident Donald Trump habe den Nahen Osten ins Chaos gestürzt, schrieb Laridschani weiter. Der Iran habe den Krieg nicht begonnen und werde sich weiter verteidigen. Laridschani gilt nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei als eine der Schlüsselfiguren im iranischen Machtgefüge. Das «Wall Street Journal» hatte berichtet, er habe sich mit Blick auf Teherans umstrittenes Atomprogramm an den bisherigen Vermittler Oman gewandt, um neue Gespräche mit den USA anzubahnen.

02.03.26 – 05:30
USA: Binnen 24 Stunden 1.000 Ziele im Iran angegriffen

Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe im Iran nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele angegriffen. Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit. Es gehe bei den Angriffen darum, Irans Sicherheitsapparat unbrauchbar zu machen. Höchste Priorität werde Zielen eingeräumt, die eine unmittelbare Bedrohung darstellten, erklärte Centcom. Die Bilanz auf der Webseite des US-Militärs bezog sich auf die ersten 24 Stunden der Angriffe, also bis einschliesslich Sonntagmorgen. Seither gab es zahlreiche weitere Angriffe durch das israelische und das amerikanische Militär.

21:40
Trump: Krieg könnte vier Wochen dauern

US-Präsident Donald Trump teilt «Daily Mail» mit, dass der Krieg gegen den Iran noch vier Wochen andauern könnte. Man habe von Anfang an damit gerechnet, dass der Krieg vier Wochen dauern würde, sagte er. Trump gibt an, über keine der bisherigen Ereignisse überrascht zu sein. Laut dem US-Präsidenten laufe der Angriff nach Plan und es seien 48 führende Personen getötet worden.

21:10
Bundespräsident Parmelin besorgt über Eskalation im Nahen Osten

Bundespräsident Guy Parmelin hat sich auf der Plattform X «zutiefst besorgt» über die Eskalation im Nahen Osten gezeigt. Am Sonntagabend tauschte sich der Bundesrat zudem mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate sowie dem Kronprinzen von Kuwait aus.

20:00
Iran: Opferzahl an Mädchenschule steigt auf 165

Die Zahl der Todesopfer an einer Mädchenschule im Iran, die nach Angaben Teherans von einem israelisch-amerikanischen Angriff getroffen wurde, soll auf 165 gestiegen sein. Die Bergungsarbeiten seien inzwischen abgeschlossen, teilte der Gouverneur der Stadt Minab im Süden des Landes laut der Nachrichtenagentur Irna mit. Bei dem angeblichen Luftangriff auf die Schule seien zudem 95 Menschen verletzt worden. Israel hatte den Vorwurf, eine Schule beschossen zu haben, zurückgewiesen. «Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt. Ich weiss, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiss, dass wir nachprüfen», sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani.

19:35
Schwere Explosionen erschüttern Teheran

Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Auf Bildern waren unter anderem ein grosser Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen. Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen.

19:25
Trump: US-Militär hat neun iranische Marineschiffe versenkt

Bei den Angriffen auf den Iran hat das US-Militär nach Angaben von Präsident Donald Trump neun Marineschiffe versenkt. Darunter seien «einige relativ grosse und wichtige» gewesen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Trump kündigte an, dass bald weitere iranische Kriegsschiffe versenkt würden. Bei einem weiteren Angriff sei das Marinehauptquartier «weitgehend zerstört» worden. Zunächst stand eine Bestätigung von iranischer Seite aus.

18:40
Trump will mit Iran über Zukunft reden

Einen Tag nach den Angriffen auf den Iran und der Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei hat sich US-Präsident Donald Trump gesprächsbereit gezeigt. «Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen», zitierte ihn die Zeitschrift «The Atlantic» nach einem Telefoninterview. Dabei warf Trump den Iranern vor, zu lange gezögert zu haben. Unklar war, ob die iranische Seite auch zu Gesprächen bereit ist. Wann genau die Gespräche stattfinden sollen, liess Trump demnach offen. Der Präsident habe angemerkt, dass einige Iraner, die an den bisherigen Verhandlungen beteiligt waren, nicht mehr am Leben seien. «Die meisten dieser Leute sind tot. Einige derjenigen, mit denen wir verhandelt haben, sind tot, denn das war ein schwerer Schlag», sagte er.

18:14
VAE übernehmen Hotelkosten für gestrandete Passagiere

Die Vereinigten Arabischen Emirate übernehmen nach Behördenangaben angesichts der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren im Land. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM teilte die Generalbehörde für Zivilluftfahrt mit, dass dies «alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere» betreffe. Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben den Angaben nach bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten. Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt, zudem die Umbuchung der Flüge nach den genehmigten Betriebsplänen erleichtert. Zu den Massnahmen gehöre auch die Umleitung einiger Flüge zwischen den Flughäfen des Landes.

16:55
Netanjahu kündigt Intensivierung von Angriffen auf Teheran an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt. Die israelische Armee greife bereits mit «zunehmender Stärke» im Herzen der iranischen Hauptstadt an, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Dies werde sich in den kommenden Tagen jedoch noch weiter verstärken. Nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz, dem Generalstabschef Ejal Zamir und dem Leiter des Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, habe er die Anweisung gegeben, die Offensive fortzusetzen. In dieser setze Israel «wie nie zuvor» die gesamte Kraft der Armee ein, sagte Netanjahu. Dabei gehe es darum, «unser Überleben und unsere Zukunft zu sichern».

16:30
Iran-Einsatz: Drei US-Soldaten tot, fünf schwer verletzt

Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden. «Einige andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen – und befinden sich auf dem Weg zurück in den Dienst», teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Umfangreiche Kampfhandlungen dauerten an. Am Vortag hatte das US-Militär mitgeteilt, dass bei Gegenangriffen des Irans keine Toten und Verletzten auf amerikanischer Seite verzeichnet worden seien. Zudem sei der Schaden an US-Einrichtungen minimal gewesen und habe keine Auswirkungen auf den Einsatz gehabt. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen, nachdem Israel und die USA das Land attackiert hatten.

16:10
Schweiz weitet Reisewarnungen für den Nahen Osten aus

Das EDA weitet seine Reisewarnungen für den Nahen Osten aus. Neu rät es auch von touristischen und nicht dringenden Reisen nach Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Das teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntag auf X mit. Die neuen Warnungen erfolgen nach der Eskalation der Lage nach den Angriffen der USA und Israels auf Iran in der Nacht auf Samstag. In deren Folge hatte der Bund bereits von Reisen nach Israel abgeraten. Für den Iran gilt ein solcher Hinweis schon seit einiger Zeit.

15:55
Reedereien MSC und Maersk stoppen Frachtverkehr im Nahen Osten
Die beiden weltweit grössten Containerreedereien MSC mit Sitz in Genf und die dänische Maersk haben angesichts der eskalierenden Sicherheitslage im Nahen Osten weitreichende Einschränkungen für den Schiffsverkehr beschlossen. Mehrere Schiffe wurden in der Region angegriffen. Die Mediterranean Shipping Company (MSC) setzte am Sonntag sämtliche Buchungen für Frachttransporte in die Region bis auf Weiteres aus, wie das Unternehmen mitteilte. Es wies Schiffe im Golfgebiet sowie auf dem Weg dorthin an, sichere Schutzräume anzusteuern. Auch Maersk stellte bis auf Weiteres sämtliche Schiffspassagen durch die Strasse von Hormus ein. Dienste zu Häfen im Persischen Golf könnten sich verzögern, umgeleitet oder fahrplanmässig angepasst werden, hiess es in einer Mitteilung. Zudem würden vorübergehend Fahrten durch den Suezkanal ausgesetzt. Betroffene Verbindungen zwischen Nahost/Indien und Europa beziehungsweise der US-Ostküste würden über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet.

Auslöser sind zunehmende Gefahren für die Schifffahrt in der Region. Im Golf von Oman nahe der Strasse von Hormus wurden nach Angaben maritimer Sicherheitsdienste mehrere Handelsschiffe von unbekannten Projektilen getroffen. Vor der omanischen Küste bei Musandam wurde der Öltanker «Skylight» beschädigt. Vier Personen wurden verletzt, die 20-köpfige Besatzung evakuiert. Weitere Schiffe wurden nordöstlich von Maskat sowie vor Ras al-Chaima in den Vereinigten Arabischen Emiraten getroffen. Die Brände konnten gelöscht werden, eines der Schiffe setzte seine Fahrt fort.

(Foto: MSC)

15:35
Swiss setzt Flüge nach Dubai und Tel Aviv länger aus
Die Swiss hat wegen der angespannten Lage im Nahen Osten die Aussetzung ihrer Flüge nach Dubai und Tel Aviv verlängert. Verbindungen nach Dubai fallen bis und mit Mittwoch 4. März aus, jene nach Tel Aviv bis und mit Sonntag 8. März. Die Sicherheit von Besatzung und Passagieren habe oberste Priorität, begründete die Swiss in einer Mitteilung vom Sonntag den Entscheid. Das Unternehmen beobachte die Lage weiterhin aufmerksam und stehe im Austausch mit den zuständigen Behörden.

14:50
Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet

Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt. Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten. Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocaust war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende seiner Amtszeit umstritten. Ahmadinedschad stützte sich während seiner Präsidentschaft massiv auf die Revolutionsgarden (IRGC). Im Gegenzug verschaffte er ihnen Gewinne bei Privatisierungen sowie Kontrolle über strategische Wirtschaftssektoren.

14:00
Schiffe vor Küste Omans angegriffen

Im Golf von Oman sind zwei Schiffe angegriffen worden. Der Öltanker «Skylight» sei etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam getroffen worden, meldete die Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf das omanische Zentrum für maritime Sicherheit. Dabei seien vier Personen verletzt worden. Die 20-köpfige Besatzung des Schiffs unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau sei evakuiert worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) meldete einen weiteren Vorfall etwa 90 Kilometer nordöstlich der omanischen Hauptstadt Maskat. Ein Schiff sei von einem unbekannten Geschoss angegriffen worden, hiess es. Ein Brand im Maschinenraum sei mittlerweile unter Kontrolle. Weitere Details waren auch hier zunächst nicht bekannt. Die Vorfälle ereigneten sich nahe der Strasse von Hormus. Die iranische Nachrichtenagentur hatte gestern gemeldet, dass die iranischen Revolutionsgarden den Schiffsverkehr der strategisch wichtigen Meerenge eingeschränkt haben. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt wurde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten, hiess es.

13:55
Israel: Sechs Tote bei iranischen Raketenangriffen
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach israelischen TV-Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen. Millionen von Einwohnern harrten in Schutzräumen aus. «Wir hören immer wieder laute Knallgeräusche, möglicherweise sind das auch Abwehrraketen», sagte ein Einwohner Tel Avivs. «Es nimmt einfach kein Ende.» Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran am Samstagmorgen berichten Einwohner Israels von ständigen Gegenangriffen des Irans auf israelische Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt.

13:18
Menschen an Flughäfen gestrandet

Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten kommt der Luftverkehr in grossen Teilen der Region weitgehend zum Erliegen. Zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, Tausende Reisende sassen fest oder mussten umgeleitet werden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben grossen Flughäfen mehr als 3.400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigte eine «vorübergehende und teilweise» Sperrung des Luftraums an. In Dubai wurden alle Flüge am internationalen Flughafen DXB sowie am Al Maktoum Airport (DWC) bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch in anderen Teilen der Region ist der Luftverkehr stark eingeschränkt. Der Flughafen Tel Aviv bleibt voraussichtlich bis Montag gesperrt. Auch der Luftraum in Katar, Kuwait sowie in Teilen Syriens ist geschlossen. Mehrere internationale Airlines, darunter Lufthansa, British Airways und Turkish Airlines, setzten Flüge in die Region aus oder änderten ihre Routen.

Neben dem Flugverkehr geriet auch der Schiffsverkehr in der Golfregion ins Stocken. Das Kreuzfahrtschiff «MSC Euribia» mit mehr als 6.000 Passagieren lag Berichten zufolge in Dubai fest, eine geplante Orient-Kreuzfahrt wurde abgesagt. Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» fest. «Die Sicherheit unserer Gäste und der Crew hat für uns jederzeit oberste Priorität», hiess es auf der Website des Anbieters. Eine planmässige Durchführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar.

11:35
Netanjahu ruft Iraner zum Aufstand auf

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bevölkerung im Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. Die Ansprache wurde allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Farsi erstellt. «Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen», sagte Netanjahu dort. Er rief die Iraner auf, auf die Strasse zu gehen, «um die Sache zu vollenden, um das Terrorregime zu stürzen, das euer Leben zur Hölle gemacht hat». Netanjahu kündigte zudem an, Israel werde in den kommenden Tagen «Tausende Ziele des terroristischen Regimes» angreifen, um die «Bedingungen für das mutige Volk des Irans zu schaffen, sich von den Ketten der Tyrannei zu befreien».

11:04
Irans Präsident: Ermordung von Chamenei offene Kriegserklärung

Irans Präsident Massud Peseschkian hat die gezielte Tötung von Religionsführer Ali Chamenei als offene Kriegserklärung bezeichnet. Diese richte sich gegen alle Muslime, insbesondere aber gegen alle Schiiten weltweit. Peseschkian erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna: «Der Iran betrachtet die Vergeltung und Blutrache an den Tätern und Drahtziehern dieses Verbrechens als Pflicht und legitimes Recht.» Chamenei sei ein «Märtyrer», dessen Standhaftigkeit ihn in die Geschichtsbücher eingeschrieben habe.

10:05
Israel greift Ziele im Herzen von Teheran an

Erneut hat es in der iranischen Hauptstadt Teheran laute Explosionen gegeben. Die israelische Armee teilte mit, man greife «Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an». Einwohner berichteten, es handele sich offenbar um Angriffe im Stadtzentrum. Die israelische Armee gab an, sie habe im Verlauf des vergangenen Tages grossangelegte Angriffe im Iran ausgeführt, «um die Lufthoheit herzustellen und den Weg nach Teheran zu ebnen».

10:03
Iranischer Generalstabschef bei Luftangriffen getötet

Der Iran bestätigt den Tod hochrangiger Militärs bei israelisch-amerikanischen Luftangriffen. Darunter sei auch Generalstabschef Abdolrahim Mussawi, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim. Den Angaben zufolge kamen sie während einer Sitzung des Verteidigungsrats ums Leben. Getötet wurden ausserdem der Oberkommandierende der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohammed Pakpur, sowie Verteidigungsminister und Unterstützungsminister der Streitkräfte, Asis Nassirsadeh. Auch der Militärberater des Obersten Führers und Sekretär des Verteidigungsrats, Ali Schamchani, gehört zu den Todesopfern.

Generalstabschef Abdolrahim Mussawi ist tot.

10:03
EDA: Keine Verletzten Schweizerinnen und Schweizer in Krisenregion

Seit den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran hat das EDA keine Kenntnis von verletzten oder getöteten Schweizer Staatsangehörigen in der Region. Mehrere Personen können aber wegen Flugverkehr-Einschränkungen nicht ausreisen. Seit Ausbruch der Kampfhandlungen hätten sie auf ihrer Helpline über dreihundert Anfragen beantwortet, teilte der Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Michael Steiner, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Das Ministerium habe dessen Kapazitäten deshalb aufgestockt. Sie stünden ausserdem in Kontakt mit denjenigen Schweizerinnen und Schweizern, die aufgrund von Einschränkungen im Luftverkehr die Region nicht verlassen können. Diese würden «im Rahmen der Möglichkeiten» unterstützt.

Schweizerische Botschaft Teheran © EDA

09:55
Israel: Luftwaffe hat Chamenei gezielt getötet

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den tödlichen Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei ausgeführt. Das Militär gab bekannt, es habe am Samstag «den Obersten Führer des iranischen Terrorregimes eliminiert». Sowohl Israel als auch die USA greifen seit Samstag Ziele im Iran an. «Ali Chamenei wurde in einer präzisen, grossangelegten Operation der israelischen Luftwaffe ausgeschaltet, die auf exakten Geheimdienstinformationen beruhte, während er sich in seinem zentralen Führungskomplex im Herzen von Teheran aufhielt, gemeinsam mit weiteren hochrangigen Funktionären», hiess es weiter in der Mitteilung. Chamenei sei «über viele Jahre hinweg direkt verantwortlich für die gewaltsame Unterdrückung iranischer Bürger» gewesen. Ausserdem sei er der «Architekt des Plans zur Zerstörung des Staates Israel» gewesen.

09:29
Medienbericht: CIA spürte Aufenthaltsort von Chamenei auf

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat laut einem Bericht der «New York Times» eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gespielt. Die US-Zeitung berichtete unter Berufung auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Chamenei über Monate verfolgt und dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt. Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts anzugreifen.

09:09
Iran: Pläne der USA und Israels vereitelt

Nach den schweren Angriffen im Iran und der Tötung des Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei hat der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, das Vorhaben der USA und Israels als «vereitelt» bezeichnet. «Die USA und Israel haben sich verkalkuliert und wollten mit gezielten Angriffen auf militärische Einrichtungen und der Tötung hochrangiger Funktionäre Unruhe und einen Machtwechsel im Iran auslösen», sagte Laridschani laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Bevölkerung habe jedoch geschlossen reagiert und diese Pläne vereitelt, behauptete er. Zugleich kündigte Laridschani an, die iranischen Streitkräfte würden die Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region fortsetzen.

08:26
Emirate: 132 iranische Raketen und fast 200 Drohnen abgewehrt

Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat seit Beginn der iranischen Gegenangriffe nach eigenen Angaben 132 ballistische Raketen und 195 Drohnen abgewehrt. Dies bestätige die hohe Einsatzbereitschaft der Luftabwehr, teilte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Zudem seien fünf ballistische Raketen des Irans ins Meer gefallen. Vierzehn Drohnen seien ebenfalls über Wasser oder an Land abgestürzt, wodurch es einige Schäden gegeben habe, teilte das Ministerium mit. Auch aufgrund abgeschossener Projektile sei es zu kleineren Schäden an zivilem Eigentum gekommen. Bei dem Angriff am Samstag kam es in Dubai auch an der äusseren Fassade des Hotels Burj al Arab, ein mehr als 300 Meter hoher Wolkenkratzer auf einer künstlichen Insel, zu einem «kleinen Brand», wie das Medienbüro von Dubai mitteilte. Zivilschützer hätten umgehend reagiert und das Feuer unter Kontrolle gebracht, hiess es. Verletzte habe es nicht gegeben.

08:21
USA: Angriff auf Iran von internationalem Recht gedeckt

Die USA sehen ihren Angriff auf den Iran eigenen Angaben zufolge im Einklang mit internationalem Recht. Die Vereinigten Staaten hätten in enger Abstimmung mit Israel rechtmässige Massnahmen gemäss Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ergriffen, sagte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Artikel 51 der UN-Charta verankert das Recht eines Landes auf Selbstverteidigung. Waltz argumentierte, «das Regime im Iran» sei verantwortlich für eine Reihe bewaffneter Angriffe auf die Vereinigten Staaten und Israel, Verstösse gegen die UN-Charta sowie Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten. «Es hat sogar versucht, Präsident (Donald) Trump zu ermorden», behauptete er. Das US-Justizministerium hatte dem Iran im November 2024 vorgeworfen, eine Ermordung Trumps geplant zu haben. Der Iran wies das damals vehement zurück.

08:19
Erneute Explosionen in Golfstaaten

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei durch amerikanisch-israelische Angriffe sind in den arabischen Golfstaaten erneut Explosionen zu hören. Augenzeugen in der katarischen Hauptstadt Doha zufolge waren am Morgen mehrere Knallgeräusche zu hören. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in Doha. Auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain wurden Explosionen gemeldet. Augenzeugen berichteten von mindestens vier lauten Knallgeräuschen. Auf Social Media wurden in dem Zuge Bilder eines getroffenen und beschädigten Hotels in Manama verbreitet. Sie liessen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Sonntag, 1. März 08:17
Chamenei-Berater: Ein Trio soll Iran vorübergehend führen

Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber. Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.

23:00
Trump: Irans oberster Führer Chamenei ist tot

Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump tot. Das schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Aus dem Iran lag dafür zunächst keine Bestätigung vor. Das sei die «grösste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern», betonte Trump. Er kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre. Zuvor war bereits nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören.

21:15
Trump deutet verschiedene Optionen für Vorgehen im Iran an

US-Präsident Donald Trump hat verschiedene Szenarien für das weitere Vorgehen im Iran dargelegt. «Ich kann aufs Ganze gehen und die komplette Sache übernehmen, oder es in zwei oder drei Tagen beenden und den Iranern sagen: «Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder, falls ihr anfangt, (eure Atom- und Raketenprogramme) wieder aufzubauen»», sagte er einem Telefoninterview des US-Nachrichtenportals «Axios». «Auf jeden Fall wird es mehrere Jahre dauern, bis sie sich von diesem Angriff erholt haben», sagte Trump demnach.

20:43
Netanjahu: Anzeichen für Tod Chameneis mehren sich
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht zunehmende Anzeichen, dass der iranische Staatsführer Ali Chamenei nicht mehr am Leben ist. «Wir haben Chameneis Anwesen zerstört. Es gibt viele Zeichen, dass der Diktator nicht mehr lebt», sagte Netanjahu in einer Stellungnahme am Abend. In seiner Stellungnahme rief Netanjahu zudem die Iraner auf, auf die Strasse zu gehen und die politische Führung zu stürzen. Der Krieg zum Iran werde zu einem echten Frieden führen, sagte er.

19:37
Roter Halbmond: Mehr als 200 Tote nach Angriffen im Iran

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf den Iran sind nach Angaben eines Sprechers des Roten Halbmonds mehr als 200 Menschen getötet worden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim wurden zudem rund 750 weitere Menschen verletzt. Diese Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden. Dem Sprecher zufolge wurden Ziele in 24 der 31 Provinzen des Landes angegriffen. Er rief die Bevölkerung auf, Massenansammlungen an den Einschlagsorten zu vermeiden und einen Abstand von 100 Metern vom Ereignisort einzuhalten.

18:09
Israels Generalstabschef: greifen Hunderte Ziele im Iran an

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran sind nach israelischen Angaben auch am Abend fortgesetzt worden. «In diesem Moment greifen israelische Luftwaffenpiloten unter erheblichem persönlichen Risiko und in Abstimmung mit US-amerikanischen Angriffen Hunderte Ziele im Iran an», sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir einer Mitteilung zufolge. In einer weiteren Mitteilung des Militärs hiess es, rund 200 Kampfjets seien eingesetzt worden. Es handele sich um den grössten Einsatz dieser Art in der Geschichte der israelischen Luftwaffe, hiess es weiter.

17:50
Iran: Alle feindlichen Einrichtungen sind Ziele
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi betont in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat das nach Artikel 51 der UN-Charta verankerte Recht seines Landes auf Selbstverteidigung. Die Streitkräfte der Islamischen Republik würden alle notwendigen Verteidigungsfähigkeiten und Mittel einsetzen, um dieser «kriminellen Aggression» zu begegnen und feindliche Handlungen abzuschrecken. Der Iran betrachte alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Kräfte als legitime militärische Ziele.

17:13
Iran fordert Sondersitzung der Internationalen Atombehörde

Der Iran fordert eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wegen der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf das Land. Der Gouverneursrat der Organisation in Wien solle dringend tagen, hiess es in einer Mitteilung der iranischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in der österreichischen Hauptstadt. Aus dem auf der Plattform X veröffentlichten Schreiben ging nicht hervor, ob bei den jüngsten Militärschlägen so wie im Vorjahr erneut iranische Atomanlagen getroffen wurden. Die iranische Vertretung sprach aber von einer «Bedrohung» der nuklearen Einrichtungen, die in dem IAEA-Gremium besprochen werden müsse.

17:10
Armeevertreter Israels: hochrangige Personen im Iran getötet

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen sind israelischen Angaben zufolge drei Orte gleichzeitig angegriffen worden, an denen Versammlungen der iranischen Führung stattgefunden haben sollen. Dabei seien mehrere hochrangige und für die «Führung des Regimes» bedeutende Personen getötet worden, teilte ein Vertreter der israelischen Armee mit. Mehr Details zu den Todesopfern wurden nicht genannt. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Israels Militär nahm den Angaben zufolge Hunderte Ziele im Iran ins Visier. Die Angriffe seien monatelang geplant worden. Das Vorhaben habe darauf basiert, «eine operative Gelegenheit zu erkennen, zu einem Zeitpunkt, an dem hochrangige Regierungsvertreter zusammentreten würden».

16:41
UN-Sicherheitsrat kommt zur Dringlichkeitssitzung zusammen

Der UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) treffen. Frankreich und Bahrain hätten die Sitzung angefragt, teilte die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Eskalation unterdessen scharf: «Ich fordere einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und eine Deeskalation», teilte der UN-Chef mit. Er forderte alle Parteien auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

15:53
Iranischer Aussenminister: Chamenei lebt «soweit ich weiss»

Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat nach Worten des iranischen Aussenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Chamenei sei «soweit ich weiss» noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News. Araghtschi zufolge waren bei den Angriffen zwei Kommandeure getötet worden. Hochrangige Funktionäre der Führung in Teheran hätten überlebt. Die Angaben Araghtschis lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

15:06
Berichte: Amtssitz von Chamenei zerstört

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen ist Berichten zufolge der Amtssitz von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei bombardiert worden. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als «Beyt» bekannten Hochsicherheitsbereichs in der Hauptstadt Teheran. Auch Bewohner in Teheran berichteten davon. Ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufhielt, ist unklar. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der iranische Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt. Chamenei steht an der politischen und religiösen Spitze des Landes und ist zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

14:20
Omanischer Aussenminister kritisiert Angriffe auf Iran
Der omanische Aussenminister hat die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran mit deutlichen Worten kritisiert. «Ich bin bestürzt. Aktive und ernste Verhandlungen wurden erneut untergraben», schrieb Badr al-Bussaidi auf der Social-Media-Plattform X. Der Oman hatte zuletzt eine wichtige Rolle gespielt als Gastgeber und Vermittler bei den Gesprächen zwischen Washington und Teheran über eine friedliche Beilegung des Streits um die iranischen Atom- und Raketenprogramme. Al-Bussaidi hatte sich noch vor wenigen Tagen optimistisch gezeigt, dass eine Verhandlungslösung in greifbarer Nähe sein könnte.

14:19
Irans Aussenminister spricht von illegalem Krieg

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat die Angriffe auf sein Land scharf verurteilt. Es handele sich um einen Krieg, der «völlig unprovoziert, illegal und unrechtmässig» sei, schrieb der Minister auf X. «Unsere mächtigen Streitkräfte sind auf diesen Tag vorbereitet und werden den Aggressoren die Lektion erteilen, die sie verdienen», fügte er hinzu.

13:46
Israel: Führung in Teheran wurde gezielt angegriffen

Israel hat im Iran nach Militärangaben versucht, gezielt Vertreter der Führung in Teheran anzugreifen. Am Morgen seien gleichzeitig mehrere Orte in der Hauptstadt attackiert worden, teilte die israelische Armee mit. Dort hätten sich «hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führung Irans versammelt». Die Armee habe sich mit Unterstützung des Militärgeheimdienstes monatelang vorbereitet, hiess es weiter. Es sei darum gegangen, «den operativen Moment zu identifizieren, in dem sich führende Repräsentanten des Regimes versammeln». Die Armee prüfe gegenwärtig die Ergebnisse des Angriffs und stelle sich auf eine mögliche Ausweitung des Konflikts mit dem Iran auf weitere Regionen ein.

12:56
Iran: Wichtige Staatsmänner am Leben

Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen sind nach iranischer Darstellung wichtige Staatsmänner am Leben. Wohlauf seien neben Präsident Massud Peseschkian auch Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sowie der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani. Auch Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sei am Leben. Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gab es zunächst nicht. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt.

12:31
Saudi-Arabien warnt vor «schweren Konsequenzen»

Berichten zufolge sollen auch in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad Explosionen zu hören gewesen sein. Saudi-Arabien sprach von einem iranischen Angriff auf die Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait und Jordanien und verurteilte diesen auf das Schärfste. Man stehe «in voller Solidarität» an Seite dieser Staaten, teilte das Aussenministerium der Staatsagentur SPA zufolge mit und drohte mit «schweren Konsequenzen». In der Mitteilung wurden aber keine Details genannt zum mutmasslichen Angriff in Saudi-Arabien. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars waren der Militärstützpunkt al-Udaid in Katar, der Stützpunkt al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain unter den Zielen.

12:22
Luftalarm auch in Kuwait und im Irak

In Kuwait ertönte Luftalarm. Die Luftabwehr in dem kleinen Golfstaat habe mehrere Raketen entdeckt und abgeschossen, teilte der Generalstabschef der Armee von Kuwait mit. Auch Jordaniens Staatsagentur Petra berichtete unter Berufung auf Militärkreise, dass die Streitkräfte des Landes zwei ballistische Raketen abgefangen hätten. Diese hätten auf jordanisches Gebiet gezielt. Die jordanische Luftabwehr habe beide Raketen erfolgreich abgefangen. In der Kurdenregion im Irak gingen Berichten unterdessen mehrere Drohnen nieder. Drei Drohnen seien im Raum Erbil in Nähe des US-Konsulats und des US-Militärstützpunkts in Nähe des Flughafens abgeschossen worden, erfuhr die Deutsche Presse Agentur aus Sicherheitskreisen. Es waren demnach Warnsirenen zu hören und Explosionen beim Abschuss der Drohnen.

12:18
Emirate sprechen von «gefährlicher Situation»

Auch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte der Staatsagentur WAM zufolge mit, man habe mehrere iranische Raketen abgefangen. Dabei seien Trümmer in einer Wohngegend der Metropole Abu Dhabi niedergegangen, wodurch ein Mensch getötet worden sei. Die Situation sei aber unter Kontrolle. Die Emirate sprachen von einer «gefährlichen Eskalation» und einem «feigen Akt». Der emiratische Luftraum wurde vorübergehend geschlossen. Die staatliche Nachrichtenagentur in Bahrain berichtete, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Details über Schäden oder mögliche Opfer gab es nicht. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte.

12:05
Iran attackiert US-Verbündete in Golfregion

Nach dem Beginn der jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen. Das Verteidigungsministerium in Katar teilte mit, man habe eine Reihe von Angriffen auf das eigene Territorium erfolgreich abgewehrt. Auch eine «zweite Welle» von Angriffen sei abgewehrt worden, die iranischen Raketen hätten Katar dabei nicht erreicht. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Menschen wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren. In Katar liegt unter anderem der wichtigste Stützpunkt des US-Militärs im Nahen Osten.

11:37
Irans Sicherheitsrat rät zur Flucht aus Teheran
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe hat Irans Sicherheitsrat der Bevölkerung zur Flucht aus der Hauptstadt Teheran geraten. Wegen der Angriffe «sollten Sie, soweit möglich und unter Wahrung der Ruhe, in andere Orte und Städte reisen, sofern es Ihnen möglich ist», hiess es in einer Erklärung des mächtigen Sicherheitsgremiums der Islamischen Republik. Es bestehe keinerlei Sorge hinsichtlich der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, teilte das Gremium weiter mit. Die Bevölkerung soll Ansammlungen in Einkaufszentren vermeiden, da dies Gefahren für sie mit sich bringen könnte. Schulen und Universitäten bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Banken sollen weiter geöffnet sein. Einschränkungen gebe es bei Behördendiensten, hiess es.

11:35
Israel mobilisiert 70’000 Reservisten für Einsatz gegen Iran
Israel will für den neuen Krieg mit dem Iran rund 70.000 Reservisten einberufen. Ein israelischer Militärvertreter sagte, die meisten gehörten zur Luftverteidigung und zum Heimatschutzkommando. «Es wird aber auch eine starke Präsenz an unseren Grenzen geben», sagte er Journalisten. Die Armee sei auf «verschiedene Szenarien» vorbereitet, mit Blick auf die Grenzverteidigung sowie auf mögliche Angriffe von Verbündeten des Irans auf Israel. Auf die Frage, wie lange der neue Militäreinsatz dauern werde, sagte er: «So lange wie notwendig». Der Iran habe bisher Dutzende von Raketen auf Israel abgefeuert, es habe aber keine schwerwiegenden Treffer gegeben.

11:25
Iran: Werden USA und Israel nie dagewesene Lektion erteilen
Nach Beginn israelisch-amerikanischer Angriffe auf den Iran hat dessen Militär mit einer entschlossenen Reaktion gedroht. «Wir werden Israel und den USA eine Lektion erteilen, wie sie sie in ihrer Geschichte noch nicht erlebt haben», zitierte der staatliche Rundfunk den Sprecher des Generalstabs der Streitkräfte. Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai sprach von einem «offenkundigen Verbrechen». Irans Erwartung an andere Länder sei, dass sie nicht gleichgültig blieben, sagte der Sprecher laut dem Rundfunk. «Auch der Sicherheitsrat muss unverzüglich eine Dringlichkeitssitzung einberufen.»

11.22
Swiss setzt Flüge nach Tel Aviv und Dubai aus
Die Swiss fliegt wegen der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vorerst bis am 7. März nicht mehr nach Israel. Weil zahlreiche Lufträume geschlossen sind, annullierte die Schweizer Fluggesellschaft auch die Flüge vom Samstag und Sonntag nach Dubai. Insgesamt seien 14 Flüge von und nach Tel Aviv betroffen, teilte die Swiss am Samstag mit. Für die Swiss stehe die Sicherheit ihrer Besatzungen und Passagiere jederzeit an erster Stelle. Auf dieser Basis sei der Entscheid getroffen worden.

11:00
Schweiz ist «zutiefst besorgt» über Angriffe im Iran

Das Schweizer Aussendepartement hat sich in einer Stellungnahme «zutiefst besorgt» gezeigt über die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran. Es forderte die Parteien zur Einhaltung des Völkerrechts auf. Die Schweiz verlange die uneingeschränkte Einhaltung des Völkerrechts, «einschliesslich der Charta der Vereinten Nationen und des humanitären Völkerrechts», heisst es in einem Statement des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Samstagvormittag auf der Plattform X. «Wir rufen alle Parteien zu grösstmöglicher Zurückhaltung auf und fordern den Schutz der Zivilbevölkerung sowie der zivilen Infrastruktur», schreibt das EDA in der Reaktion auf den Angriff der USA und von Israel weiter.

10:45
Iran: Vier US-Stützpunkte in der Region angegriffen

Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen war der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete.

10:00
Schweiz rät von Reisen nach Israel ab
Nach der Eskalation in Nahost in der Nacht auf Samstag rät der Bund von Reisen nach Israel ab. Für den Iran gilt derselbe Hinweis bereits seit einiger Zeit. Nachdem die israelische Regierung den Notstand ausgerufen und den Luftraum gesperrt hat, hat das Eidgenössische Departement für äussere Angelegenheiten (EDA) am Samstag mit einer verschärften Reisewarnung reagiert. Die Entwicklung der Lage sei ungewiss, heisst es. Schweizer Staatsangehörige, die sich in Israel aufhalten, werden vom EDA darauf hingewiesen, dass sie die kommerziellen Transportmittel nutzen sollen, wenn sie das Land verlassen möchten. Der Entscheid zur Ausreise erfolge freiwillig, auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten.

09:40
Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt

In der Millionenmetropole Teheran bilden sich nach den Angriffen durch Israel und die USA lange Schlangen an den Tankstellen. Massen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten. Läden waren vielerorts geschlossen. Im Norden der lebendigen Metropole herrschte gespenstische Stille. Teheran ist Ziel mehrerer Angriffswellen.

09:30
USA planen offenbar tagelangen Militäreinsatz

In seiner Videobotschaft sprach US-Präsident Donald Trump von einer «massiven und andauernden Operation». Doch was heißt das genau? Der Sender CNN berichtet unter Berufung auf mehrere Quellen, dass mit «mehreren Tagen von Angriffen» zu rechnen sei. Auch das «Wall Street Journal» berichtet, dass die USA und Israel mehrtägige Angriffe planten. (Der Spiegel)

09:27
Iran meldet massive Cyberangriffe
Der Iran ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars Ziel von massiven Cyberangriffen geworden. Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe. Viele Menschen im Iran umgehen staatliche Medien und informieren sich – solange sie Zugang zum Internet haben – über Websites der Auslandsopposition oder in sozialen Medien wie Instagram oder Telegram.

09:26
Israel: Iran beginnt Gegenangriff
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs zum Gegenschlag ausgeholt. Es seien Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden, teilte das Militär mit. Die iranischen Revolutionsgarden sprachen von einer «Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners», wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging. Die israelische Luftabwehr sei aktiviert, teilte das Militär mit. Zuvor hatten Israel und die USA mit Angriffen auf den Iran begonnen.

09:18
Iran: Präsident Peseschkian am Leben
Irans Präsident ist nach den Angriffen auf sein Land Staatsmedien zufolge am Leben. Massud Peseschkian sei wohlauf, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bislang hat sich noch kein Regierungsmitglied zu den neuen Attacken der USA und Israel geäussert. Die Polizei teilte mit, die Lage sei unter Kontrolle und es bestehe keinerlei Anlass zur Sorge. Explosionsgeräusche waren neben Teheran auch in Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Tabris zu hören.

08:56
Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossen
Nach Israels Angriff auf Ziele im Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraumraum für zivile Flüge zu schliessen, teilte die israelische Flughafenbehörde mit. Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen. Auch im Irak wurde der Luftraum geschlossen, wie das Transportministerium mitteilte. Der Irak ist ein Nachbarland des Irans.

Der israelische Zivilschutz veröffentlichte ausserdem neue Anweisungen für die Bürger des Landes. Es sollten nur noch notwendige Aktivitäten im ganzen Land stattfinden. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen vorerst geschlossen bleiben. Grosse Versammlungen sollen unterbleiben. Ausgenommen sei der lebensnotwendige Versorgungssektor. Die neuen Regelungen sollten vorerst bis Montagabend um 19.00 Uhr MEZ gelten.

08:44
Trump: USA haben Angriff gegen Iran begonnen
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump umfangreiche Angriffe gegen den Iran begonnen. Das sagte der Republikaner in einem auf seiner Plattform Truth Social verbreiteten Video.

08:34
Iran nach Israels Angriff: Wir haben Euch gewarnt
Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und seines Verbündeten USA mit drastischen Worten reagiert. «Wir haben Euch gewarnt. Nun habt Ihr einen Weg eingeschlagen, dessen Ausgang nicht mehr in Eurer Hand liegt», sagte der Leiter der Sicherheitskommission, Ebrahim Azizi. Israel hatte kurz zuvor einen «Präventivschlag» gegen den Erzfeind gestartet, «um Bedrohungen für Israel zu beseitigen», wie Verteidigungsminister Israel Katz sagte. Die USA beteiligen sich nach Angaben israelischer und US-amerikanischer Medien an den Angriffen des Verbündeten. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Nach Augenzeugenberichten aus der iranischen Hauptstadt Teheran wurde unter anderem die Residenz von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getroffen. Er selbst habe sich aber vermutlich in Sicherheit gebracht. Irans Präsident Massud Peseschkian hatte mit einem «umfassenden Krieg» gedroht, sollte Chamenei attackiert werden.

08:30
Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossen

Nach Israels Angriff auf Ziele im Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraumraum für zivile Flüge zu schliessen, teilte die israelische Flughafenbehörde mit. Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen.

08:00
Israel: Führen Präventivschlag gegen Iran
Israel greift den Iran an. Der Staat Israel habe einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen, gab Verteidigungsminister Israel Katz bekannt. Er habe einen sofortigen Ausnahmezustand im gesamten Land ausgerufen. In der iranischen Hauptstadt Teheran gab es Explosionen in der Stadtmitte.

(awp/mc/pg)

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