Euro-Inflation bleibt auf Niedrigniveau

Eurozone

(Bild: WimL - Fotolia.com)

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Luxemburg – Die Euro-Inflation bleibt angesichts günstiger Energiepreise auf Niedrigniveau. Die jährliche Teuerungsrate betrug im Juni – wie schon im Mai – 0,5 Prozent, teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit.

Preisstabilität sieht die Europäische Zentralbank (EZB) bei einer deutlich höheren Rate von knapp unter 2 Prozent gewährleistet. Im Kampf gegen die Niedriginflation hatte die Notenbank Anfang des Monats Juni ein weitreichendes Massnahmenpaket beschlossen. Unter anderem senkten die Währungshüter in Frankfurt den Leitzins in der Eurozone auf das Rekordtief von 0,15 Prozent.

Die Volkswirte der Commerzbank erwarten, dass die Inflationsrate bis zum Herbst auf dem niedrigen Niveau bleiben wird. «Die Spekulationen um breit angelegte Anleihenkäufe der EZB werden damit so schnell nicht verstummen», lautet die Einschätzung der Bank-Experten.

Draghi noch nicht am Ende des Lateins
EZB-Chef Mario Draghi hatte gesagt, die Notenbank sei bei ihrem Vorgehen für mehr Wachstum und gegen einen drohenden Preisverfall noch nicht am Ende. Weitere Schritte seien in Vorbereitung. Er nannte zu Monatsbeginn den Kauf von Kreditpaketen und breit angelegte Wertpapierkäufe («Quantitative Easing»/QE).

In Italien schwächte sich der allgemeine Preisauftrieb von bereits niedrigem Niveau aus weiter ab. Nach Zahlen des Statistikamts Istat fiel die Inflationsrate von 0,4 Prozent im Mai auf 0,2 Prozent im Juni. Das ist der tiefste Stand seit August 2009, also seit fast fünf Jahren. (awp/mc/ps)

 

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