Unternehmensstimmung in Eurozone trübt sich zum zweiten Mal ein

Eurozone

(Bild: WimL - Fotolia.com)

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London – Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im Mai zum zweiten Mal hintereinander eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage unter leitenden Angestellten, fiel um 0,5 Punkte auf 53,4 Zähler, wie das Forschungsinstitut Markit am Donnerstag in London mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet.

Markit-Chefökonom Chris Williamson sieht in dem erneuten Rücksetzer «kein allzu grosses Problem». Allerdings dürfte die Ungeduld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) wachsen. Die Notenbank stemmt sich seit März mit milliardenschweren Wertpapierkäufen gegen die Wachstums- und Inflationsschwäche im Währungsraum. Williamson rechnet für das zweite Quartal mit einem ähnlich soliden Wachstum wie im ersten Vierteljahr. Für das Gesamtjahr wird ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent erwartet. Das wäre der höchste Wert seit 2010.

Industriestimmung leicht verbessert
Den Daten zufolge ging die Schwäche im Mai vom Dienstleistungssektor aus. Die Industriestimmung verbesserte sich dagegen etwas. In Deutschland fielen die Indikatoren zurück, in Frankreich hellten sie sich dagegen auf – allerdings von niedrigem Niveau aus. (awp/mc/ps)

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