Eurozone: Verbraucherpreise steigen um Juni überraschend

Inflation Eurozone

(Bild: © fotomek / fotolia.com)

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Luxemburg – Die Teuerungsrate in der Eurozone hat im Juni überraschend ins Plus gedreht. Der nach europäischer Methode errechnete Verbraucherpreisindex (HVPI) sei im Jahresvergleich um 0,1 Prozent geklettert, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag nach einer ersten Schätzung mit. Dies ist der erste Anstieg seit Januar. Volkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Im Vormonat waren die Preise noch um 0,1 Prozent gefallen.

Erneut drückten die im Jahresvergleich deutlich gefallenen Energiepreise auf die Inflationsentwicklung. Allerdings hat dieser Einfluss in den vergangenen Monaten nachgelassen. Die Energiepreise fielen im Juni um 6,5 Prozent zum Vorjahresmonat, nachdem sie im Vormonat noch um 8,1 Prozent gesunken waren.

Auch Kernrate  steigt überraschend
Die Kernrate der Inflation – ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel – legte überraschend zu. Sie stieg im Juni von 0,8 Prozent im Vormonat auf 0,9 Prozent. Ökonomen hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Sie versucht, dieses Ziel mit einer sehr lockeren Geldpolitik zu erreichen. Zuletzt hatte sie im März neue Massnahmen ergriffen. (awp/mc/ps)

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