Exxon Mobil und Chevron verdienen dank hoher Ölpreise mehr als erwartet

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(Photo by Raymond Kotewicz on Unsplash)

Spring – Der US-Ölkonzern Exxon Mobil hat im ersten Quartal dank der kriegsbedingt gestiegenen Ölpreise mehr verdient als erwartet. Die Preise und höhere Fördermengen in anderen Produktionsstätten halfen dem Konzern, Ausfälle durch den Krieg im Nahen Osten auszugleichen. Der bereinigte Nettogewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 1,16 US-Dollar, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Vor einem Jahr hatte er noch 1,76 Dollar verbucht. Damit wurden die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten um zwanzig Cent übertroffen.

Der bereinigte Konzerngewinn fiel von 7,7 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf ein Fünfjahrestief von 4,9 Milliarden Dollar. Dieser enthielt jedoch temporäre Belastungen aus Derivategeschäften, die Exxon nach eigenen Angaben in den kommenden Monaten wieder vollständig auflösen will. Die Exxon-Aktie legte im vorbörslichen US-Handel nach den Geschäftszahlen um 0,7 Prozent zu.

Chevron über den Erwartungen
Auch Chevron hat dank der kriegsbedingt gestiegenen Öl- und Gaspreise zu Jahresbeginn mehr verdient als erwartet. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 1,41 US-Dollar, wie der Konzern am Freitag in Houston mitteilte. Die Texaner übertrafen damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 90 US-Cent deutlich.

Produktionsunterbrechungen infolge des Iran-Kriegs wurden von den höheren Ölpreisen finanziell deutlich abgefedert. Im Jahresvergleich ging der absolute Gewinn jedoch von 3,5 Milliarden Dollar auf 2,2 Milliarden Dollar zurück. Dazu trugen auch Rückstellungen für einen Rechtsstreit sowie Währungseffekte bei. Geld kosteten den Konzern auch Absicherungsgeschäfte für Öltransporte, die noch nicht an ihrem Bestimmungsort angekommen waren. Positiv wirkten sich nach Aussage von Finanzchefin Eimear Bonner hingegen neben den hohen Ölpreisen hohe Margen bei der Weiterverarbeitung in Raffinerien aus.

Im ersten Quartal kaufte Chevron Aktien für 2,5 Milliarden Dollar zurück. Das liegt hochgerechnet am unteren Ende der fürs Jahr weiter anvisierten Bandbreite von 10 bis 20 Milliarden Dollar. Für eine von Analysten spekulierte Anhebung der Rückkaufambitionen benötige das Unternehmen eine Aussicht auf anhaltend höhere Ölpreise, sagte die Finanzchefin der Nachrichtenagentur Bloomberg. (awp/mc/pg)

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