Ferrari hebt Jahresprognose

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Maranello – Der Luxussportwagenbauer Ferrari profitiert weiter von der Nachfrage seiner reichen Kunden und erhöht die Jahresziele. 2026 solle das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nun von im Vorjahr 2,77 auf mindestens 2,97 Milliarden Euro steigen, hiess es von den Italienern am Donnerstag in Maranello. Analysten waren bisher lediglich im Mittel von diesem Wert ausgegangen.

Im zweiten Quartal verdiente der Konzern im Tagesgeschäft zudem mehr als von Experten gedacht. Die Auftragsbücher seien dank einer gesunden Nachfrage auch für das Jahr 2027 bereits komplett gefüllt, sagte Ferrari-Chef Benedetto Vigna.

Die Aktie stieg am Mittag zunächst deutlich auf ein Jahreshoch. Das Papier zog in Mailand um bis zu 4,8 Prozent auf 356,20 Euro an. Zuletzt aber verflüchtigten sich die Kursgewinne wieder und der Anteilsschein notierte nachmittags auf dem Niveau vom Vortag. Das Rekordhoch bei fast 493 Euro aus dem Frühjahr 2025 liegt ohnehin noch in weiter Ferne.

Analyst James Grzinic von der US-Investmentbank Jefferies sprach davon, dass die Erwartungen von Analysten wenig ambitioniert gewesen seien. Dagegen hätten diejenigen der Investoren den Resultaten wohl bereits entsprochen. Immerhin sollten die Zahlen aber dazu führen, dass Anleger auch bei der angehobenen Prognose noch Luft nach oben erkennen könnten.

Wenig inspirierende Mittelfristziele im vergangenen Herbst und unter anderem auch das schwache Medienecho auf den ersten vollektrischen Ferrari namens Luce im Mai hatten die Kurse zuletzt belastet. Die «Financial Times» berichtete nun jedoch, der Konzern habe seine Verkaufsziele 2026 für das E-Auto dank starker Nachfrage aus China bereits jetzt im Kasten.

«Wir veröffentlichen solche Zahlen nie», sagte Ferrari-Chef Vigna in einer Telefonkonferenz. «Wir geben niemals bekannt, wie viele Fahrzeuge wir in einem bestimmten Zeitraum produzieren.» Die Bestellungen für den Luce seien «zufriedenstellend», die Nachfrage «gesund». Sie komme auch aus allen Regionen.

Im zweiten Quartal verkauften die Italiener mit 3.366 Autos zwar 128 Stück weniger als ein Jahr zuvor, dennoch legte der Umsatz um 8 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro zu. Das war einem Trend hin zu teureren Fahrzeugen sowie mehr Sonderausstattungen zu verdanken.

Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 7 Prozent auf 755 Millionen Euro. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um 9 Prozent auf 463 Millionen Euro. (awp/mc/ps)

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