GfK-Konsumklima in Deutschland auf höchstem Stand seit acht Jahren

Konsum

Nürnberg – Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich weiter aufgehellt. Das vom Forschungsunternehmen GfK für Januar erhobene Konsumklima stieg um 0,3 Punkte auf 9,0 Zähler, wie die GfK am Freitag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Dezember 2006. Bankvolkswirte hatten mit 8,8 Punkten gerechnet. «Die fallenden Ölpreise und die damit rückläufige Inflation sowie die stabile Lage am Arbeitsmarkt stärken die Kaufkraft der Konsumenten», sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Dagegen sorgen magere Guthabenzinsen und Berichte über Negativzinsen dafür, dass die privaten Haushalte immer weniger sparen. «Die Sparneigung ist auf ein Rekordtief gefallen», sagte Bürkl. Diese Entwicklung betrachtet die GfK mit einem lachenden und einem weinenden Auge: «Kurzfristig profitiert natürlich der Konsum und somit die Konjunktur. Mittel- bis langfristig bringt der geringe Sparwille aber auch Probleme mit sich», warnte Bürkl. Er verwies unter anderem darauf, dass die Haushalte immer weniger für die Altersvorsorge zurücklegten.

Produzentenpreise geben weiter nach
Auf Produzentenebene sind die Preise in Deutschland weiter rückläufig. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag bekanntgab, lag das Preisniveau im November 0,9 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Volkswirte hatten einen noch stärkeren Rückgang um 1,1 Prozent erwartet. Vor allem fallende Energiepreise drückten die Jahresrate.

Von Oktober bis November blieb das gesamte Preisniveau unverändert. Bankvolkswirte hatten hier mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Die Erzeugerpreise gelten als wichtiger Vorläufer für die Preisentwicklung auf Verbraucherebene. Sie schlagen aber zeitverzögert und nicht in vollem Umfang durch. (awp/mc/ps)

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