GlaxoSmithKline bekräftigt Prognose nach robustem Jahresstart

Emma Walmsley, CEO GlaxoSmithKline. (Foto: GSK)

London – Kräftig anziehende Geschäfte mit neuen Medikamenten haben dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline einen robusten Jahresstart beschert. Zudem profitierte das Unternehmen von seinem Sparkurs. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie legte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 30,1 britische Pence zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in London mitteilte. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Der Aktienkurs legte um mehr als ein Prozent zu.

Auch die Erlöse stiegen kräftig. Sie erhöhten sich um sechs Prozent auf fast 7,7 Milliarden Pfund (rund 8,95 Mrd Euro). Auf Basis konstanter Wechselkurse ergab sich ein Zuwachs von fünf Prozent. Zu den Treibern gehörte unter anderem das neue Impfmittel Shingrix. Konzernchefin Emma Walmsley sprach von einem «starken Start» in das laufende Jahr. Operativ verdiente der Konzern mit 1,4 Milliarden Pfund 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Gewinnrückgang erwartet
Für 2019 rechnet GlaxoSmithKline aber weiter mit einem Gewinnrückgang. Der Konzern begründete dies vor allem damit, dass in den USA ein Nachahmermedikament für das Asthmamittel Advair genehmigt wurde. Hinzu kämen Belastungen aus dem Kauf des US-Krebsmedikamente-Spezialisten Tesaro und dem Verkauf des Geschäfts mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 2019 währungsbereinigt fünf bis neun Prozent unter dem Vorjahreswert liegen, bekräftigte der Konzern.

Bei GlaxoSmithKline ist momentan viel in Bewegung. Erst im Dezember hatte das Unternehmen angekündigt, mit der 5,1 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Krebsmedikamente-Spezialisten Tesaro sein Onkologie-Geschäft auszubauen. Zudem will GSK das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten in ein milliardenschweres Bündnis mit dem US-Pharmakonzern Pfizer einbringen und sich künftig auf die Geschäfte mit verschreibungspflichtigen Medikamenten und Impfstoffe konzentrieren. (awp/mc/ps)

GlaxoSmithKline

Exit mobile version