Hegseth: Irans neuer oberster Führer ist verletzt

Iran neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei. (Foto: Iran State TV)

Washington – Irans neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei, ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verletzt. Die USA wüssten, dass er «verwundet und wahrscheinlich entstellt» sei, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz. Um was für Verletzungen es sich handle und wie es dazu gekommen sei, führte er dabei nicht aus.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag gesagt, der 56-jährige Religionsführer könne «sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen.» Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein. Netanjahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde «keine Lebensversicherungen» für die Feinde Israels abschliessen.

Hegseth: Der Iran weiss vielleicht selbst nicht, wer das Sagen hat
Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran am Sonntag hat sich Modschtaba Chamenei bisher nicht öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel.

Hegseth bezeichnete die Erklärung nun als «schwach». «Warum eine schriftliche Erklärung? Ich glaube, Sie wissen, warum», sagte er. «Sein Vater ist tot. Er hat Angst, er ist verletzt». Es mangele ihm an Legitimität. «Es ist ein Chaos für sie», fuhr Hegseth fort. «Wer hat das Sagen? Der Iran weiss es vielleicht selbst nicht.» Modschtabas Vater Ajatollah Ali Chamenei war am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden.

Die «New York Times» hatte jüngst unter Berufung auf drei iranische Funktionäre berichtet, dass Modschtaba Chamenei Verletzungen an seinen Beinen erlitten habe. Dem US-Sender CNN zufolge handelt es sich um eine Verletzung am Fuss. Chamenei junior habe diese gleich zu Beginn des Krieges erlitten – genau wie einen Bluterguss um das linke Auge und andere kleinere Verletzungen im Gesicht, berichtet der Sender unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Überprüfen liessen sich die Berichte zunächst nicht. (awp/mc/pg)

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