Kraft Heinz setzt Aufspaltungspläne vorerst aus

Steve Cahillane

Steve Cahillane, CEO Kraft Heinz. (Foto: Kraft Heinz/mc)

Pittsburgh/Chicago – Der US-Nahrungsmittelkonzern Kraft Heinz legt nur wenige Wochen nach dem Amtsantritt von Chef Steve Cahillane überraschend seine Pläne für eine Aufspaltung vorerst auf Eis. «Meine oberste Priorität ist es, das Unternehmen wieder zu profitablem Wachstum zurückzuführen», sagte der Manager am Mittwoch anlässlich der Zahlenvorlage für 2025.

Dazu brauche es derzeit alle Ressourcen, sagte Cahillane weiter. «Daher halten wir es für sinnvoll, die Arbeiten im Zusammenhang mit der Trennung vorübergehend auszusetzen.» Die Aktien von Kraft Heinz verloren im vorbörslichen US-Handel gut sechs Prozent. Cahillane war zu Jahresbeginn an die Konzernspitze gerückt. Unter seinem Vorgänger Carlos Abrams-Rivera hatte Kraft Heinz im vergangenen September die Pläne verkündet, sich in zwei separat an der Börse notierte Unternehmen aufzuspalten. Die Transaktion sollte eigentlich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Getrennt sollten beide Teile in Zukunft jeweils mehr für Investoren abwerfen. Ein Unternehmen sollte sich auf die Bereiche Saucen wie Heinz-Ketchup und Fertiggerichte wie Kraft Mac & Cheese konzentrieren, das zweite Unternehmen sollte den Bereich Lebensmittelprodukte wie Oscar Mayer Hotdogs und Lunchables wie Fertig-Hamburger beinhalten.

Cahillane will 600 Millionen Dollar investieren
«Seit meinem Eintritt in das Unternehmen habe ich gesehen, dass die Chancen grösser sind als erwartet und dass viele unserer Herausforderungen lösbar sind und in unserer Kontrolle liegen», sagte Cahillane nun laut Mitteilung. Anstatt die Aufspaltung fortzusetzen, will der Manager 600 Millionen US-Dollar in die Hand nehmen und in das Marketing, die Forschung und Entwicklung sowie in eine «selektive Preisgestaltung» investieren, wie er ankündigte.

Unterstützung bekommt Cahillane vom Verwaltungsrat. Dessen Vorsitzender John Cahill, zeigte sich zuversichtlich, dass die «Entscheidung, die Arbeiten im Zusammenhang mit der Aufspaltung vorerst auszusetzen und unsere Ressourcen vollständig auf das Wachstum zu konzentrieren, zum jetzigen Zeitpunkt der richtige Schritt ist». (awp/mc/pg)

Exit mobile version