Krebsmedikamente treiben Johnson & Johnson – Erstes Quartal überraschend stark

Johnson & Johnson

(Foto: J&J)

New Brunswick – Der US-Konzern Johnson & Johnson hat auch zum Jahresstart die Umsatzeinbussen mit seinem Psoriasis-Medikament Stelara überraschend gut weggesteckt. Treiber waren im ersten Quartal vor allem starke Zuwächse bei neuen Krebsmedikamenten, wie der Konzern am Dienstag in New Brunswick mitteilte. Konzernchef Joaquin Duato sprach von einem starken Auftakt und hob seine Prognosen für das Gesamtjahr leicht an. Die Aktie legte im frühen US-Handel um knapp ein Prozent zu.

In den ersten drei Monaten bis Ende März erzielte Johnson & Johnson einen Umsatz von gut 24 Milliarden US-Dollar, das waren knapp zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit übertraf das Unternehmen die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der bereinigte Gewinn lag zwar leicht unter dem Vorjahreswert, fiel mit 2,70 Dollar je Aktie aber um einen Cent besser aus als gedacht.

Für das Gesamtjahr ist nun ein Erlös von bis zu 101,3 Milliarden Dollar angepeilt, statt wie bisher 101 Milliarden. Den bereinigten Gewinn erwartet der Konzern nun bei 11,45 bis 11,65 Dollar je Aktie, zuvor standen hier noch 11,43 bis 11,63 Dollar im Plan.

Auch Finanzchef Joseph Wolk sprach von einem «wirklich soliden Start». Das Unternehmen ziehe Ausgaben vor, insbesondere für Vertrieb und Marketing neuer Präparate. Dazu zählen Tremfya, das unter anderem gegen die Hautkrankheit Psoriasis eingesetzt wird, sowie das kürzlich übernommene Caplyta zur Behandlung etwa von Schizophrenie. Ziel sei es, die höheren Ausgaben direkt in steigende Umsätze umzuwandeln. Zudem baut der Konzern eine eigene Vertriebsorganisation für die neue Psoriasis-Pille Icotyde auf, die erst kürzlich in den USA zugelassen wurde. Die Nachfrage sei bereits sehr stark, sagte der Manager. (awp/mc/ps)

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