Mercedes-Benz startet mit überraschend geringem Gewinnrückgang

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(Foto: Mercedes-Benz)

Stuttgart – Der Autobauer Mercedes-Benz hat trotz der Schwäche in China den Gewinnrückgang im ersten Quartal überraschend gering gehalten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging im Jahresvergleich um knapp 17 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Analysten hatten einen deutlicheren Einbruch befürchtet.

Der Umsatz fiel angesichts eines rückläufigen Absatzes um knapp 5 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis sackte um gut 17 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro ab. Vor allem in China hatte Mercedes in den ersten Jahresmonaten weiterzukämpfen und hadert dort mit einer schwachen Nachfrage. Das Unternehmen bestätigte die Jahresprognosen.

Im Pkw-Geschäft fiel die operative Marge vor Zinsen, Steuern und Sonderposten um 3,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Fachleute hatten noch einen etwas schlechteren Wert erwartet. Der für Anleger wichtige Zahlungsmittelzufluss im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet – lag mit 1,86 Milliarden Euro zwar gut ein Fünftel unter Vorjahr, überraschte damit aber ebenfalls positiv.

Mercedes habe im ersten Quartal eine «solide operative Leistung» erzielt, hiess es laut Mitteilung. Die wesentlichen Kennzahlen bewegten sich im Einklang mit der Jahresprognose. Die Ergebnisse bestätigten, dass Mercedes auf Kurs sei, die Jahresprognose zu erreichen, sagte Finanzvorstand Harald Wilhelm. «Die starke Nachfrage nach unseren neuen Produkten und die gut gefüllten Auftragsbücher bilden eine solide Grundlage für mehr Dynamik im zweiten Halbjahr», sagte Wilhelm.

China-Geschäfte belasten den Absatz
Ein deutliches Minus in China hatte bei Mercedes im ersten Quartal dieses Jahres für einen Absatzrückgang gesorgt. Insgesamt war der Pkw-Absatz um sechs Prozent auf 419.400 Fahrzeuge zurückgegangen.

Der Autobauer hat schon länger mit Rückgängen zu kämpfen, neben dem Absatz auch beim Gewinn und Umsatz. 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen. Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hätten die Ergebnisse belastet, hiess es. Auch 2024 waren die Geschäfte bereits schlecht gelaufen. Die Schwaben hatten daraufhin reagiert und ein Sparprogramm aufgelegt. Zahlreiche neue Modelle sollen zudem die Geschäfte wieder ankurbeln. (awp/mc/pg)

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