Russland verlangt Klarheit über EHEC-Herkunft

EHEC-Erreger

EHEC-Bakterien in einer Elektronenmikroskopaufnahme.

Moskau – Russland will erst wieder Gemüse aus der EU einführen, wenn die Herkunft des EHEC-Erregers geklärt ist. Zudem müssten die EU-Behörden herausfinden, wie das gefährliche Darmbakterium übertragen wird, sagte der oberste russische Amtsarzt Gennadi Onischtschenko am Freitag der Agentur Interfax.

Russland hatte wegen der Verbreitung des Darmkeims am Vortag das Importverbot für Gemüse auf die ganze Europäische Union ausgeweitet. Bisher galt es nur für frisches Gemüse aus Deutschland und Spanien. Die EU wies den Boykott als «unverhältnismässig» zurück. Zudem müsse festgestellt werden, wo der Erreger zuerst ausgebrochen sei, forderte Onischtschenko. Als weitere Bedingung nannte er «objektive Beweise», dass die Lage unter Kontrolle sei und sich die Zahl der EHEC-Fälle nicht mehr erhöhe. Der grösste Flächenstaat der Erde führt wegen mangelnder Eigenversorgung viele Lebensmittel aus der EU ein. Schätzungen zufolge liegt der EU-Anteil am russischen Gemüse-Import bei 15 bis 20 Prozent. (awp/mc/ps)

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