Trump ermutigt Öltanker zur Durchfahrt der Strasse von Hormus

Nadelöhr im internationalen Seefrachtverkehr: Strasse von Hormus im östlichen Persischen Golf. (Bild: Google Earth)

Washington – Trotz des Kriegs im Iran hat US-Präsident Donald Trump Ölkonzerne zur Durchfahrt der Strasse von Hormus ermutigt. «Ich glaube, sie sollten das machen», sagte er in Washington auf die Frage eines Journalisten. Er glaube nicht, dass der Iran die Meeresenge vermint habe, fügte Trump hinzu.

Trump hatte zuvor bereits in Aussicht gestellt, durchfahrende Schiffe zu versichern und zur Not per Marine zu eskortieren. Irans Militärführung machte derweil deutlich, dass jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der Strasse von Hormus ein legitimes Ziel von Angriffen sei.

Berichte über Minen in der Meeresenge
CNN berichtete, der Iran habe in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen. Trump hatte daraufhin gesagt, ihm lägen keine entsprechenden Informationen vor. Wenig später verkündete er, die US-Streitkräfte hätten mehrere sogenannte Minenleger versenkt. Inzwischen sei die Zahl der zerstörten Minenleger auf 28 angewachsen, sagte der US-Präsident bei einem Besuch einer Pharmazie-Firma im US-Bundesstaat Ohio.

Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus ist infolge des Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. (awp/mc/ps)

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