US-Telekomkonzern Verizon mit enttäuschenden Kundenzahlen

Lowell McAdam

Ex-Verizon-CEO Lowell McAdam. (Foto: Verizon)

New York – Der heftige Preiskampf um Mobilfunkkunden setzt dem US-Telekomkonzern Verizon weiter zu. Im dritten Quartal gewann das Unternehmen lediglich 442’000 neue Handykunden hinzu, wie es am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten fast doppelt so viele neue Verträge erwartet. Im Festnetzbreitband verlor das Unternehmen im wichtigen Geschäft mit schnellen Internet- und Videoanschlüssen sogar Kunden, während es vor einem Jahr noch Zuwächse gab.

Der Umsatz sackte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um knapp 6,7 Prozent auf knapp 31 Milliarden Dollar ab. Der Überschuss ging auch wegen höherer Belastungen für Pensionen infolge neuer Tarifverträge um zehn Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zurück. Verizon-Aktien verloren vorbörslich fast drei Prozent.

Verizon baut angesichts eines weitgehend gesättigten Handymarkts derzeit sein Geschäftsmodell um. Mit der Videostream-Plattform go90, den AOL-Internetaktivitäten sowie der bevorstehenden Übernahme des Webgeschäfts von Yahoo will der Konzern künftig stärker Google und Facebook herausfordern. (awp/mc/ps)

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