USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen überraschend stark

Konjunktur USA

Washington – In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gestiegen. Im Vergleich zur Vorwoche seien sie um 20.000 auf 362.000 Anträge geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten 355.000 neue Anträge erwartet.

Der Vorwochenwert wurde von zunächst 341.000 auf 342.000 leicht angehoben. Im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt stieg die Zahl um 8.000 auf 360.750 Anträge.

US-Philly-Fed-Index bricht im Februar überraschend weiter ein
Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hat sich im Februar überraschend weiter eingetrübt. Der entsprechende Index der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) sei von minus 5,8 Punkten im Vormonat auf minus 12,5 Zähler gesunken, teilte die Notenbank mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf plus 1,0 Punkte gerechnet. Der Index liegt nun so niedrig wie zuletzt im Juni 2012. Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter null signalisiert einen Rückgang.

Frühindikatoren steigen wie erwartet
Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren ist im Januar wie erwartet gestiegen. Im Monatsvergleich habe der Index um 0,2 Prozent zugelegt, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board mit. Analysten hatten mit diesem Wert gerechnet. Im Vormonat hatte der Index um 0,5 Prozent zugelegt. Der Sammelindex setzt sich aus zehn Frühindikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen.

Verbraucherpreise stagnieren
Die US-Verbraucherpreise sind im Januar überraschend stabil geblieben. Im Vergleich zum Vormonat habe es keine Veränderung gegeben, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Volkswirte hatten mit einem leichten Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Im Dezember hatten die Preise im Monatsvergleich ebenfalls stagniert. Die Jahresrate verharrte im Januar bei 1,9 Prozent. Der Kernindex ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie- und Lebensmittel stieg im Januar zum Vormonat um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. In dieser Abgrenzung verharrte die Jahresrate wie erwartet bei 1,9 Prozent.

US-Verkäufe bestehender Häuser legen überraschend zu
Der Wiederverkauf von Bestandsbauten hat im Januar überraschend zugelegt. Von Dezember auf Januar stiegen die Verkäufe bestehender Häuser um 0,4 Prozent auf annualisiert 4,92 Millionen, wie die «National Association of Realtors» (NAR) bekannt gab. Volkswirte hatten ein Minus von 0,8 Prozent erwartet. Allerdings wurde der Rückgang im Vormonat starker als bislang ausgewiesen. Dementsprechend ermässigt sich die auf das Jahr hochgerechnete Verkaufszahl für Dezember von 4,94 Millionen auf 4,90 Millionen Häuser. (awp/mc/pg)

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