USA verhängen hohe Zölle auf Drohnen – China im Fokus

Drohnen

(Pexels)

Washington/Peking – Die USA verhängen neue Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent des Warenwerts auf Drohnen aus dem Ausland. Die Einfuhrabgabe dürfte vor allem chinesische Hersteller treffen, die den US-Markt dominieren.

Der Zoll von 100 Prozent gilt laut einer Mitteilung des Weissen Hauses unter anderem für Drohnen mit einem maximalen Startgewicht von mehr als 25 Kilogramm und für Modelle mit Wärmebildkameras. Andere Drohnen mit einem maximalen Startgewicht von bis zu 25 Kilogramm werden mit 25 Prozent belegt. Die Zölle treten grösstenteils am 3. September in Kraft.

Begrenzung für Schweiz
Für Lieferungen aus der Schweiz sowie aus der EU, Japan, Südkorea, Taiwan und Liechtenstein wird der Zoll auf höchstens 15 Prozent begrenzt. Für Grossbritannien gilt ein Satz von 10 Prozent. Voraussetzung ist, dass die betroffenen Drohnen beziehungsweise Komponenten bestimmte Anforderungen an den Ursprung der verwendeten Technologie und Bauteile erfüllen.

Die US-Regierung begründet die Massnahme mit der nationalen Sicherheit. Die USA seien zu abhängig von Drohnen und Bauteilen aus dem Ausland. Zugleich will Trump den Aufbau einer eigenen Drohnenindustrie fördern.

Washington geht bereits seit Jahren gegen chinesische Drohnentechnik vor. Seit Ende 2025 können ausländische Hersteller grundsätzlich keine Zulassung mehr für neue Modelle erhalten. Bereits zugelassene Drohnen dürfen weiterverkauft werden.

Vor einem für September geplanten Treffen von Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping nimmt der Handelsstreit wieder Fahrt auf. Die jüngste Runde begann mit neuen Beschränkungen der USA. Washington verhängte neue Zölle auf chinesische Waren, setzte weitere Unternehmen auf eine Importsperrliste und beschränkte die Einfuhr bestimmter chinesischer Technologieprodukte. Peking reagierte mit eigenen Massnahmen. (awp/mc/pg)

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