Burbank – Der US-Entertainmentkonzern Walt Disney hat im abgelaufenen Quartal von einem guten Geschäft seiner Freizeitsparte sowie vom Videostreaming profitiert. Der Umsatz zog in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 25,2 Milliarden US-Dollar an, wie das Unternehmen im kalifornischen mitteilte. Mit dem bereinigten Ergebnis je Aktie von 2,06 US-Dollar schlug der Konzern die Erwartungen von Analysten. Zudem wird mit Erlösen aus einem Anteilsverkauf das Aktienrückkaufprogramm aufgestockt. Der neue Chef Josh D’Amaro will darüber hinaus die Kosten senken und stellte Jobstreichungen in Aussicht.
Die Freizeitparks und Kreuzfahrtangebote trugen kräftig zum Umsatzwachstum bei. Die Unterhaltungsgeschäfte mit Kinofilmen wie «Der Teufel trägt Prada 2» und «Toy Story 5» sowie dem Streaminganbieter Disney Plus steigerten ihr Ergebnis deutlich. Die Sportsparte mit dem Fernsehsender ESPN enttäuschte hingegen die Erwartungen am Markt.
Disney bestätigte ausserdem den geplanten Verkauf seines 50-Prozent-Anteils am Medienkonzern A+E Global Media und will mit dem Verkaufserlös von 1,2 Milliarden Dollar die Aktienrückkäufe im Geschäftsjahr (Ende September) auf insgesamt 9 Milliarden Dollar hochtreiben.
Unter dem Strich sackte der Gewinn auf 2,8 Milliarden Dollar ab, ein Jahr zuvor hatte er noch 5,9 Milliarden Dollar betragen. Da hatte der Konzern von einer Steuergutschrift bei dem Streaminganbieter Hulu profitiert. Diesmal wurde zudem eine hohe Abschreibung auf den Verkauf von Anteilen an A+E fällig. (awp/mc/pg)
