Netzwerkausrüster Ericsson verdient weniger – Steigende Kosten belasten

Börje Ekholm, abtretender Ericsson-CEO. (Foto: Ericsson)

Stockholm – Der Netzwerkausrüster Ericsson hat im zweiten Quartal wegen gestiegener Kosten weniger verdient. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sank um sieben Prozent auf knapp 6,9 Milliarden schwedische Kronen (rund 579 Millionen Franken), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Branchenexperten hatten hier im Schnitt einen Tick weniger erwartet. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf rund 52,7 Milliarden Kronen. Analysten hatten hier allerdings etwas mehr auf dem Zettel. Unter dem Strich verdiente Ericsson mit knapp 4,1 Milliarden Kronen zwölf Prozent weniger als im Vorjahr.

«Im zweiten Quartal haben wir Massnahmen ergriffen, um den Anstieg der Komponentenkosten abzufedern», sagte der scheidende Konzernchef Börje Ekholm laut Mitteilung. Das Unternehmen werde auch weiterhin interne Massnahmen sowie Preisanpassungen vornehmen, um diesen Effekt möglichst auszugleichen.

Ericsson und andere Hersteller von Telekommunikationsausrüster leiden seit Jahren unter einer schwachen Nachfrage der Netzbetreiber, nachdem die erhofften Investitionen in den Ausbau von 5G-Netzen weitgehend ausgeblieben sind. Der Konzern reagierte mit Sparprogrammen und strich 2025 weltweit rund fünftausend Stellen. Auch in diesem Jahr sollen die Ausgaben weiter gesenkt werden.

Der vorgelegte Quartalsbericht ist der letzte unter der Führung von Ekholm, der Ende September in den Ruhestand geht und von Per Narvinger abgelöst wird. (awp/mc/ps)

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