Post realisiert digitale Gesundheitsplattform in der Südostschweiz

E-Helath

(Foto: Fotolia/© nito)

Bern – Die Schweizerische Post baut ihre Position im Schweizer Gesundheitsmarkt weiter aus. Für die Mitglieder des Trägervereins eHealth Südost realisiert die Post im Kanton Graubünden eine Plattform für den umfassenden Austausch digitaler Gesundheits- und Behandlungsdaten. Bereits seit einigen Jahren entwickelt und betreibt die Post E-Health-Lösungen für den elektronischen Transport vertraulicher Informationen im Gesundheitswesen.

Mit ihrem Angebot für eine digitale Gesundheitsplattform in der Region Südostschweiz hat sich die Post im Rahmen einer WTO-Ausschreibung gegen ihre Mitkonkurrenten durchgesetzt. Es umfasst neben dem elektronischen Patientendossier gemäss EPDG (Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier) unter anderem auch klassische B2B-Anwendungen wie die Zu- und Überweisung, E-Medikation und E-Rezept. Weiter gehören sowohl der sichere Transfer von medizinischen Dokumenten als auch B2C-Anwendungen wie das E-Impfdossier zum Leistungspaket. Zusätzlich prüft der Verein eHealth Südost die Möglichkeit eines Service Centers, welches für den Trägerverein Stammgemeinschaftsfunktionen wie beispielsweise die Registration von Patienten inklusive Aufklärung und Schulung, Archivierungsaufgaben sowie Datenschutz- und Datensicherheitsaufgaben übernehmen könnte.

Einfachere Abläufe, bessere und effzientere Koordination
Basierend auf den bereits bestehenden Grundlagen von «Post E-Health» konzeptioniert die Post nun zusammen mit Partnerfirmen, darunter auch der Bündner informatica AG, die Gesundheitsplattform für die Südostschweiz. Die Plattform, die vom Verein eHealth Südost initiiert wurde, wird allen Behandelnden und Patienten in der Region als Webportal zur Verfügung stehen. Medizinische Fachpersonen im Kanton Graubünden können so ihre Behandlungsdaten sicher austauschen und sind jederzeit über bisherige Untersuchungen und Behandlungen eines Patienten, über dessen Laborwerte und die Medikation informiert. Dank der Digitalisierung werden die Abläufe im Gesundheitswesen vereinfacht, die Koordination wird besser und effizienter. Damit sinkt auch der administrative Aufwand, was letztlich Kosten spart. Die Patienten ihrerseits profitieren von einer höheren Behandlungsqualität und zusätzlicher Sicherheit im Notfall – allerdings nur dann, wenn der betreffende Patient dies ausdrücklich wünscht und seine Einwilligung für ein elektronisches Patientendossier vorliegt.

Post E-Health bereits in mehreren Kantonen in Betrieb
Gemeinsam mit führenden Technologiepartnern entwickelt die Post bereits seit Jahren sichere digitale Lösungen für das moderne Gesundheitswesen. Mehrere Kantone (GE, VD, TI, AG) und Institutionen setzen das E-Health-Angebot der Post bereits erfolgreich ein. So realisierte zum Beispiel der Kanton Genf in Zusammenarbeit mit der Post bereits 2013 «MonDossierMedical» – ein umfassendes elektronisches Patientendossier inklusive Medikations- und Behandlungsplan. Es ist das bisher einzige Patientendossier in der Schweiz, das produktiv eingesetzt wird, sämtliche in der E-Health-Strategie des Bundes definierten Vorgaben erfüllt und internationalen Standards entspricht. (Post/mc/pg)

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