Sanitas und Swisscom setzen gemeinsam IT-Sourcing Modell um

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(Foto: Sanitas)

Bern – Der Krankenversicherer Sanitas und die Swisscom haben ein IT-Sourcing-Modell festgelegt und die entsprechenden Verträge unterschrieben. Die Aufsichtsbehörden haben die Genehmigung in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt. Gemäss der Vereinbarung wird die Kern-IT per 1. Januar 2016 von Sanitas zu Swisscom ausgelagert, wie Sanitas in einer Mitteilung schreibt.

Gleichzeitig gründet Swisscom mit Sanitas als erstem Kunden ein Kompetenzzentrum für Kranken- und Unfallversicherungen und betreut zukünftig aus diesem die abwicklungsorientierten IT-Prozesse von Sanitas. Swisscom hostet aber nicht nur Systeme, Daten und Prozesse von Sanitas, sondern übernimmt auch Mitarbeitende. Mit der Transaktion verbunden ist ein Transfer von rund 30 Mitarbeitenden von Sanitas zu Swisscom. Swisscom baut damit ihr Angebot im Wachstumsmarkt Gesundheitswesen weiter aus.

Für die Kunden von Sanitas ändert sich durch die technischen Anpassungen nichts. Die regulatorischen Anforderungen – dazu gehört insbesondere auch der umfassende Datenschutz – sind weiterhin gewährleistet.

Dank Digitalisierung Kosten sparen
Die konzernweite Health-Strategie der Swisscom sieht vor, dass Swisscom umfassende Lösungen für die Vernetzung des Gesundheitswesens anbietet. Bereits heute ist Swisscom mit diversen Lösungen bei Privatpersonen, Ärzten, Spitälern oder anderen Gesundheitsdienstleistern präsent. Die Versicherungen sind ein wichtiger Player im Gesundheitsmarkt. Mit dem Kompetenzzentrum bietet Swisscom ein umfassendes Leistungsangebot für Kranken- und Unfallversicherer an. Dazu gehören spezifische Business-Anwendungen, Kommunikationslösungen und die eigentliche Infrastruktur. Robert Gebel, Mitglied der Bereichsleitung bei Swisscom Enterprise Customers meint zur Zusammenarbeit mit Sanitas: «Mit Sanitas haben wir den Grundstein gelegt für unser Kompetenzzentrum, denn wir übernehmen nicht nur das Sourcing der Infrastruktur für Kernapplikationen, sondern auch hoch qualifizierte Mitarbeitende, die heute zum Beispiel die Anpassungen der wichtigsten Abwicklungssysteme verantworten. Wir gewinnen damit nicht nur einen ersten Kunden, sondern auch vertieftes Know-how über die Prozesse der IT einer Versicherung.»

Mit dem Outsourcing eines Teils ihrer Informatik reagiert Sanitas auf die zunehmende Digitalisierung und den wachsenden Kostendruck im Gesundheitsmarkt. Als Partner unterstützt Swisscom die notwendigen Digitalisierungsstrategien, schafft Freiräume innerhalb der Versicherer für die eigentlichen Differenzierungsthemen und hilft Kosten zu senken. «Als Begleiter in der Digitalisierung und in Verbindung mit unserem ICT-Know-how haben wir eine gute Grundlage, um den Gesundheitsmarkt Schweiz zu bearbeiten», so Gebel. «Wir möchten alle relevanten Akteure des Gesundheitswesens digital miteinander vernetzen und auf Basis dieses Netzwerks branchenspezifische Lösungen anbieten.»

Freiräume für Innovationen schaffen
Für Sanitas ist das teilweise Outsourcing der IT ein wichtiger Schritt in der digitalen Geschäftsstrategie. Durch das Auslagern der vor allem operativen, abwicklungsorientierten IT-Bereiche kann Sanitas einerseits Kosten sparen und legt andererseits ein Fundament, um sich im digitalen Geschäftsmodell auf die internen Prozesse zu fokussieren und schneller und flexibler auf Veränderungen und Bedürfnisse der Kunden reagieren zu können. Sanitas schafft so eine Umgebung, die innovationsfreundlich ist und eine weitere Differenzierung gegenüber der Konkurrenz zulässt. «Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden unter anderem den Zugang zu ihren Versicherungsangelegenheiten weiter vereinfachen und ihnen mit Neu- und Weiterentwicklungen einen Mehrwert bieten«, so Otto Bitterli, CEO von Sanitas, «die mehrfach ausgezeichnete Sanitas App ist ein Beispiel dafür.»

Die nächsten Schritte
Nach der Unterzeichnung der Verträge zwischen Sanitas und Swisscom stehen nun weitere grosse Meilensteine an. Bereits per 1. Januar 2016 werden die Sanitas Mitarbeitenden zu Swisscom wechseln. Ebenfalls ab Januar 2016 wird der Betrieb der verschiedenen Applikationen und die Entwicklung der Kern-Systeme von Swisscom übernommen. Ab Mitte 2016 ist dann auch der Betrieb der Infrastruktur durch Swisscom geplant. (Sanitas/mc)

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