SAP präsentiert Studie zur Einführung von Smart Grids in Europa

SAP-Co-CEO Bill McDermott.

Brüssel – Intelligente Stromnetze – sogenannte „Smart Grids“ – gehören zu den erfolgversprechendsten Innovationen für die Energieversorgung in Europa. Das ist das Fazit eines White Papers, das am 25. Januar 2011 von SAP veröffentlicht und Günter Oettinger, EU-Kommissar für Energie, in Brüssel überreicht wurde, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das Dokument „Smart Grids for Europe: Benefits, Challenges, and Best Practices“ zeigt auf, wie die Europäische Union durch den umfassenden Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ihre energiepolitischen Ziele für 2020 erreichen kann. Hierzu gehören höhere Energieeffizienz, niedrigere CO2-Emissionen, die Einbindung erneuerbarer Energiequellen sowie höhere Versorgungssicherheit. Diese Ziele unterstreichen das Bestreben der EU, im 21. Jahrhundert nachhaltig zu wirtschaften und die globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. 

Chancen und Hindernisse
Im Anschluss an die Präsentation des White Papers fand eine Podiumsdiskussion zur Einführung von Smart Grids statt, gefolgt von einer Grundsatzrede Oettingers zum Thema „Intelligente Stromnetze“. Vertreter verschiedener Interessengruppen – insbesondere von der Europäischen Kommission, Verbraucherverbänden, Anbietern erneuerbarer Energie sowie von IT-Firmen und Stromversorgern – diskutierten über die Chancen und Hindernisse für eine erfolgreiche Einführung von Smart Grids. Unter anderem sprachen die Teilnehmer über die Notwendigkeit, einen europäischen Rechtsrahmen und einen einheitlichen Energiemarkt zu schaffen, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln sowie ausreichend Anreize für Privatinvestitionen in Smart Grids zu bieten.

Diskussionsteilnehmer
Zu den Diskussionsteilnehmern gehörten Heinz Hilbrecht, Direktor bei der Europäischen Kommission; Johannes Kleis von der Europäischen Konsumentenorganisation BEUC; Hubert Lemmens, Chief Officer Grid Services bei Elia Group; Petter Allison, Director of Smart Metering bei British Gas; Josche Muth, Stellvertretender Generalsekretär des Europäischen Dachverbands für erneuerbare Energien (EREC); sowie Klaus Heimann, Senior Vice President Service Industries der SAP AG.

Aktueller Entwicklungsstand
Das White Paper stellt heraus, welche Vorteile sich für Europa durch die Umstellung auf Smart Grids ergeben und wie SAP den aktuellen Entwicklungsstand in Europa einschätzt. Zudem fasst das Dokument die Empfehlungen der SAP zusammen, wie die Transformation schneller und weitreichender als bisher umzusetzen ist. Dem Bericht zufolge erneuern und digitalisieren Länder auf der ganzen Welt derzeit ihre Energieinfrastrukturen, indem sie zentralisierte Energiesysteme durch Modelle ersetzen, die eine umfassende Integration erneuerbarer Energien und dezentraler kleiner Stromerzeuger ermöglichen. 

Milliardeninvestitionen in Smart-Grids
Experten schätzen, dass sich die weltweiten Investitionen in Smart-Grid-Infrastrukturen zwischen 2008 und 2015 auf rund 200 Milliarden US-Dollar belaufen werden.1 Zudem haben die Investitionen in emissionsarme Energie in Europa bereits 1,4 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Die EU-Kommission erwartet sogar eine Verdopplung dieser Zahl, wenn Europa die dafür notwendigen Investitionen tätigt.

SAP übernimmt Führungsrolle
„SAP hat eine Führungsrolle bei der Entwicklung und Bereitstellung von IKT-Anwendungen und –Technologien übernommen, mit denen die Smart-Grid-Vision realisiert werden kann,. Hierbei kommt uns zugute, dass sowohl Energieproduzenten als auch Energieverbraucher zu unseren langjährige Kunden und Partnern gehören“, so Heimann. „Dieser enge Kontakt zu maßgeblichen Akteuren und Interessenvertretern versetzt uns in die Lage, Europas Fortschritt bei Smart Grids beurteilen zu können und Empfehlungen für die Beschleunigung des Fortschritts auszusprechen. Die Vorteile einer Umstellung auf Smart Grids würde nicht nur den Stromkonsumenten und -märkten zugutekommen, sondern der Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt.“ 

Softwarelösungen für Energiesektor
SAP bietet seit 1989 branchenspezifische Softwarelösungen für den Energiesektor. Über 1.600 Versorgungsunternehmen in 70
Ländern weltweit nutzen das Lösungsangebot SAP for Utilities. Erst kürzlich wurde SAP von den Lesern der britischen Fachzeitschrift „The New Economy – World News Media“ zum „Smart Grid-Integrator des Jahres 2010“ ernannt. SAP beteiligt sich aktiv an der Forschung und Entwicklung von Smart Grids und anderer innovativer Energietechnologien. Allein in Europa führt SAP sechs internationale und fünf nationalen Forschungsprojekten im Bereich Energie durch. (SAP/mc/ss)

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