Swico ICT Index Q2 2026: Der Optimismus lässt etwas nach

Giancarlo Palmisani

Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen bei Swico. (Foto: Swico)

Zürich – Nach einem starken Start ins Jahr 2026 zeigt sich die Schweizer ICT-Branche im zweiten Quartal weiterhin wachstumsorientiert – sie verliert jedoch spürbar an Schwung. Der Swico ICT Index sinkt um 7.7 Punkte auf 106.2 Punkte. Der Index bleibt klar über der Wachstumsgrenze, drei der vier ICT-Segmente liegen weiterhin im positiven Bereich. Einzig IT-Technology fällt unter die 100-Punkte-Marke.

Im zweiten Quartal entspricht der ICT Index den allgemein konjunkturellen Erwartungen: Die Branche wächst weiter, gleichzeitig fordern steigende Kosten, intensiver Wettbewerb und zunehmender Preisdruck die Unternehmen heraus. Zudem ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ungebrochen, was den Transformationsdruck verstärkt – insbesondere bei neuen Skills, Services und Geschäftsmodellen.

Der Arbeitsmarkt schwächelt
Die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung in der Schweiz wächst weiter. Das KOF Konjunkturbarometer ist zuletzt gestiegen und liegt nun bei 104.2 Punkten. Der Arbeitsmarkt hingegen entwickelt sich schwächer und liegt klar unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Besonders ausgeprägt ist die Abschwächung im ICT-Sektor, der nach Jahren kräftigen Wachstums nun an Tempo einbüsst.

Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen bei Swico, erklärt: «Zu den grössten Belastungen in allen Segmenten zählen der Margendruck und zurückhaltendere Entscheide auf Kundenseite. KI wird zunehmend zum strategischen Faktor – gleichzeitig fehlen vielerorts die nötigen Skills, um konkrete Use Cases und angepasste Geschäftsmodelle umzusetzen.» Die Folge davon: Bei rückläufigen Personalbeständen bliebt die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte schwierig. «Nicht die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber, sondern fehlende oder falsche Fähigkeiten sind momentan das Problem», ergänzt Palmisani.

Die Segmente im Überblick

Ausblick: Vorsichtig – aber weiterhin positiv
Die Branche wächst weiter, doch die Phase mit einer sehr starken Dynamik scheint vorerst vorbei zu sein. Für die kommenden Quartale wird entscheidend sein, wie rasch und effizient die Unternehmen KI-Kompetenzen aufbauen, Margen stabilisieren und ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln. Der Wettbewerbsdruck durch internationale Online-Plattformen und Währungsschwankungen bleibt hoch. (Swico/mc)

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