CH-Ausblick: SMI fester erwartet

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Freitagmorgen etwas fester in den Handel starten. Auch weiterhin dürften die Aktienmärkte im Banne der politischen Entwicklungen im arabischen Raum und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Ölpreis stehen, geben sich Experten überzeugt. Zahlen haben heute vor allem mehrere Unternehmen aus dem breiten Markt publiziert.

Weiterhin ungelöst ist die Krise in Libyen, auch wenn mittlerweile der internationale Druck auf Gaddafi wächst. Eine leichte Entspannung beim Ölpreis ergab sich am Donnerstagabend durch die Einschätzung der Internationalen Energiebehörde IEA, wonach die bisherigen Produktionsausfälle nicht zu einem Lieferengpass führen sollten, da nur rund 1% des täglichen globalen Verbrauchs betroffen seien. Auch sind die Vorgaben aus Übersee eher positiv, da die späte Erholung an der Wall Street die hiesigen Märkte leicht stützen dürfte. Am Nachmittag könnten Makrodaten aus den USA für Impulse sorgen.

Der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI steht gegen 8.20 Uhr um 0,25% höher bei 6’532,31 Punkten.

Am deutlichsten zulegen können vor Handelseröffnung Transocean (+1,0%), nachdem die Papiere des Ölbohrkonzern am Vortag im Nachgang an die Zahlenpublikation 4,5% eingebüsst hatten. Das Unternehmen hatte enttäuschende Viertquartalszahlen vorgelegt. In den USA büssten die Titel am Vortag um 1,7% ein.

Ebenfalls deutlich höher notieren Finanzwerte, welche am Vortag ebenfalls Einbussen hinnehmen mussten. So stehen Swiss Re 0,8% und UBS 0,7% höher, Julius Bär und CS immerhin 0,6%. Vor allem die Credit Suisse hatte am Vortag Federn gelassen, nachdem bekannt wurde, dass in den USA Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Bank aufgenommen wurden. ZFS stehen ebenfalls 0,6% höher.

Auch zyklische Werte stehen höher, nachdem diese am Donnerstag im Zuge der aufkommenden Konjunktursorgen nachgegeben hatten. So stehen Richemont und Holcim 0,6% höher, Adecco und ABB gewinnen 0,5%. Auch Swatch notieren 0,4% höher. Vor allem die Luxusgüteraktien waren am Vortag unter Druck geraten, da Sorgen über den wichtigen arabischen Markt aufkamen. Immerhin 10% der Schweizer Uhrenexporte gehen in diesen Raum.

Noch keine Indikation ist für den Pharmariesen Novartis erhältlich. Die Titel hatten nach der Dividendenzahlung am Vortag 4,9% verloren. Dies entspricht einer Abgabe von 2,65 CHF, gemessen an der Dividende von 2,20 CHF eigentlich moderate Abgaben. Branchensozius Roche stehen 0,4% höher. Am Vorabend hatte Roche vermeldet, dass Genentech von der FDA die Möglichkeit zur Anhörung für Avastin bei metastasierenden Brustkrebs erhalten habe.

Im breiten Markt haben mehrere Unternehmen Zahlen publiziert, so Calida, Swissquote, PSP und Santhera. Die Unternehmen hatten mit den präsentierten Ergebnissen die Erwartungen der Analysten zum Teil deutlich übertroffen. Vor allem Calida publizierte den höchsten Gewinn seit dem Börsengang von 24 Jahren. (awp/mc/ss)

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