CH-Schluss: SMI gewinnt 0,3% auf 9509 Punkte hinzu

Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag mit Kursgewinnen auf breiter Front geschlossen. Dabei überschritt der Leitindex SMI die Marke von 9’500 Punkten – und zwar das erste Mal seit August 2015. Für Rückenwind sorgten dabei die guten Vorgaben aus Übersee. Dem US-Aktienindex Dow Jones gelang es am Berichtstag erstmals, die Marke von 25’000 Punkten zu knacken. Angetrieben wurde die Entwicklung durch den robusten Arbeitsmarkt der USA. Wie bekannt wurde, stieg die Zahl der Beschäftigten in dem Land im Dezember nämlich stärker als erwartet.

Aber auch verschiedenste Konjunkturdaten aus Europa sorgten für positive Impulse. So stieg im Euroraum die Stimmung der Unternehmen im Dezember auf den höchsten Stand seit Februar 2011. In allen grossen Volkswirtschaften lag der Indikator deutlich über der Marke von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. Selbiges gilt wiederum auch für die Vereinigten Staaten. Auch hier legte der Einkaufsmanagerindex zu und zwar stärker als im Vorhinein erwartet worden war. Und schliesslich war die Stimmung bei privaten Unternehmen im Dienstleistungsbereich auch in China gestiegen.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Donnerstag 0,32% höher bei 9’509,28 Punkten. Damit steht er noch 39 Punkte von seinem Intraday-Allzeithoch entfernt, das er am 4. Juni 2007 markiert hatte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legte 0,58% auf 1’543,85 Punkte zu, während der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,32% höher bei 10’892,52 Punkten schloss. Von den 30 wichtigsten Titeln notierten am Ende des Handelstages 24 im Plus und sechs im Minus.

Kursaufschläge gab es im SMI/SLI vor allem für zyklische Titel und Finanzwerte. Deutliche Gewinne entfielen auf die Aktien des Zementherstellers LafargeHolcim (+2,3%) sowie des Personalvermittlers Adecco (+1,6%). Zudem zogen auch die Aktien des Logistikers Kühne+Nagel (+1,3%) und des Liftbauers Schindler (+1,2%) deutlich an.

Bei den Bankenwerten legten vor allem die Titel des Asset Managers Partners Group (+1,7%) und der Privatbank Julius Bär (+1,5%) zu, aber auch die Grossbankenwerte CS (+1,5%) und UBS (+0,8%) notierten schliesslich deutlich im Plus. Freundlich schlossen zudem Versicherungswerte wie Swiss Life (+1,0%) oder Zurich (+0,6%). Für die Zurich-Titel hatte das Research der Deutschen Bank das Kursziel zwar deutlich angehoben, beliess die Einstufung allerdings bei «Hold».

Erneut im Plus schlossen zudem die schon am Mittwoch starken Titel von Vifor Pharma (+0,8%). Die EU-Behörden akzeptieren das Zulassungsgesuch von Vifor Fresenius sowie von ChemoCentryx für das Nierenmedikament Avacopan zur Prüfung, hatte das Unternehmen mitgeteilt.

Zu den Verlierern gehörten auf der Gegenseite die SMI-Schwergewichte Nestlé (-0,1%) und Novartis (-0,5%). Nur Roche (+0,2%) gelang ein Plus. Novartis hatte am Berichtstag die Gewährung des «Therapiedurchbruch»-Status für das Anämie-Medikament Promacta durch die US-Gesundheitsbehörde FDA vermeldet. Das Aktienresearch von Bernstein lobte zudem in einer Pharmastudie Novartis als einen «Top Pick». Bei Roche äusserten sich die Experten angesichts der drohenden Konkurrenz durch Nachahmerprodukte etwas zurückhaltender.

Am breiten Markt fielen vor allem die Addex-Aktien (+28%) auf, die ihren steilen Anstieg fortsetzen, nachdem sie bereits am Mittwoch um 32% angezogen hatten. Das Biopharma-Unternehmen vermeldete am Vortag eine strategische Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Indivior, was ihm einen unmittelbaren Zufluss in Millionenhöhe bescheren wird.

Der österreichische Fahrzeughersteller KTM Industries (+2,7%) hatte am Vorabend die Vollübernahme seiner Tochter Pankl Racing Systems vermeldet. Der Schritt gehe in die richtige Richtung einer starken vertikalen Integration, lobte die Bank Vontobel in einem Kommentar.

Die Aktien des Stromzählerproduzenten Landis+Gyr (+2,1%) reagierten leicht positiv auf die Nachricht eines Auftrags aus den USA. Das Kontraktvolumen bezifferte ein Sprecher auf rund 100 Mio USD.

Bei den Verlierern gaben u.a. AMS (-3,0%) etwas deutlicher nach. Die Aktien des Sensorenherstellers würden von den vom Grosskunden Apple gewährten Vergünstigungen bei einem Batterie-Austausch bei älteren iPhone-Modellen belastet, hiess es. Die mindere die Nachfrage nach neuen Geräten. (awp/mc/pg)

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