Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit einem moderaten Plus in den Handel gestartet. Die Vorgaben sind grundsätzlich positiv. Auch wenn der Dow Jones knapp im Minus schloss, jagte indes die KI-Phantasie die Nasdaq auf neue Rekorde. Auch an den asiatischen Märkte zeigten insbesondere die Tech-Werte klar nach oben. Eine Einigung zwischen dem Iran und den USA lässt derweil weiter auf sich warten, der Optimismus für eine friedliche Lösung scheine aber schwer zu beschädigen zu sein, so ein Händler.
Laut Händlern sind die Ölpreise in diesen Tagen so etwas wie der Seismograph für die Nervosität der Finanzmärkte und zeigten mit Notierungen weiter nahe 100 Dollar je Barrel für die Sorte Brent, wie fragil die Lage im Nahen Osten sei. Zudem gebe es nach den jüngsten Kursanstiegen erste Ermüdungserscheinungen, sowohl hierzulande als auch in Übersee. «Das drohende Sommerloch wird langsam in den Köpfen der Anleger präsenter und so manch einer fragt sich, wie weit die KI-Euphorie noch trägt», so ein Börsianer. Passend dazu ist der Kalender stark ausgedünnt.
Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 9.15 Uhr bei 13’586,18 Punkten um 0,45 Prozent höher – damit knüpft der Leitindex an seine Gewinnserie von mittlerweile zehn Handelstagen in Folge an. Der SMIM der mittelgrossen Werte legt um 0,36 Prozent auf 3005,51 Punkte zu, während der breite SPI 0,49 Prozent höher steht bei 19’189,75 Zählern.
An der Indexspitze zeigen sich Amrize (+2,6%), die nach den jüngsten Verlusten auf Erholungskurs zu sein scheinen. Das Gewinnertableau ist ansonsten aus Branchensicht gut durchmischt, so legen beispielsweise auch Richemont (+1,9%), Sika (+1,5%) oder Givaudan (+1,3%) zu. Schlusslicht bilden als einzige Verlierer im SMI die defensiven Swisscom (-0,2%) und Roche (-0,1%).
In der zweiten Reihe geht bei Lem (+5,0%) offenbar die Übernahmefantasie weiter. Comet (+3,3%) profitieren von der allgemeinen Tech-Stärke und einer kräftigen Kurszielerhöhung durch die UBS.
Bajaj Mobility (-9,8%) sackten nach Medienberichten über einen mutmasslichen Abgasskandal bei der Tochter KTM ab, die die Vorwürfe allerdings zurückwies. (awp/mc/ps)
