Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag den Handel mit etwas leichteren Kursen in Angriff genommen. Nach dem Anstieg um über 900 Punkte seit Monatsbeginn scheint dem Leitindex SMI zumindest für den Moment der Schnauf auszugehen. Eine Mehrheit der Titel gibt im frühen Geschäft nach, inklusive Roche nach Zahlen. Die nach einem starken Quartalsabschluss gesuchten Nestlé sichern den Gesamtmarkt indes nach unten etwas ab.
Das Grundsentiment an den Märkten wird einmal mehr von Tech-News und Ereignissen im Nahen Osten überlagert: So haben Irans Revolutionsgarden Feuer an mehreren Öltankern in der Region der Strasse von Hormus gemeldet. Mit Blick auf die Tech-Aktien verweist etwa die Onlinebank Swissquote auf die starken Zahlen von Meta. Deren anfängliche Kursgewinne hätten sich aber rasch wieder in Luft aufgelöst und dabei auch die Nasdaq-Futures wieder mit nach unten gezogen. Es scheine, dass selbst starke Resultate die Sorgen der Investoren wegen anderer Krisenherde nicht länger überdecken könnten, so die Bank.
Der SMI verliert gegen 09.20 Uhr 0,14 Prozent auf 14’531,33 Punkte. Dabei stehen 13 Verlierern sieben Gewinner gegenüber. Der breite SPI büsst 0,14 Prozent auf 20’482,71 Punkte ein, wogegen der Mid-Cap-Index SMIM dank der starken Schindler um 0,07 Prozent auf 3164,94 Punkte knapp im Plus steht.
Nestlé (+2,6%) verhindern ein grösseres Minus des Gesamtmarktes. Der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller hat mit seinen Q3-Wachstumszahlen die Erwartungen von Analysten klar geschlagen.
Roche (-1,1%) hingegen stehen tiefer. Der Pharmariese hat mit seinen Neunmonatsumsatzzahlen zwar die Erwartungen erfüllt, insgesamt bot der Abschluss aber kaum Überraschungen.
Der dritte SMI-Titel mit Zahlen, Galderma (+4,3%), steht mit Abstand an der Tabellenspitze. Das Dermatologie-Unternehmen hat dank eines starken Absatzwachstums im dritten Quartal die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr erhöht.
Innerhalb der Top-50-Werte fallen zudem Schindler PS (+7,3%) ebenfalls nach guten Zahlen positiv auf. Jeweils nach Quartalsabschlüssen gehören zudem Ems-Chemie (-3,0%) zu den deutlichen Verlierern, während Kühne+Nagel (+0,8%) und Galenica (-0,3%) moderatere Ausschläge verzeichnen.
Im breiten Markt werden Dormakaba (-1,2% oder -0,80 Fr.) Ex-Dividende von 0,95 Franken gehandelt. Valiant (-0,9%) erhalten nach der Ernennung von Kathrin Wehrli zur neuen CEO ab Mai 2027 kaum grosse Impulse. (awp/mc/pg)
