CH-Verlauf: SMI gibt Gewinne ab – Frische Impulse fehlen

Börse Schweiz

(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem freundlichen Start an Schwung verloren. Die Märkte hätten sich wieder etwas beruhigt, nachdem insbesondere die Turbulenzen bei Gold und Silber zuletzt für höheren Blutdruck gesorgt hatten, heisst es von Händlern. Diese Nervosität war auch auf die Aktienmärkte übergeschwappt. Dort hatten Anleger aber erstaunlich schnell den Schalter zurück auf «risk-on» gestellt und wieder zugegriffen. Nun fehlten frische Impulse.

Im Tagesverlauf rücken mangels Konjunkturdaten einige grosse US-Konzerne mit ihren Bilanzen in den Fokus. So legen beispielsweise der Pharmakonzern Pfizer, PayPal und AMD Zahlen vor. «Nach der Enttäuschung über die soliden Microsoft-Zahlen brodeln die Befürchtungen über die Kosten für KI erneut», so ein Händler. Auf die eigentlich für Freitag vorgesehenen US-Jobdaten müssen Anleger indes noch etwas warten – das US-Arbeitsministerium teilte mit, dass der Bericht für Januar aufgrund des teilweisen Regierungsstillstands nicht wie geplant am Freitag veröffentlicht werden kann.

Der SMI notiert gegen 10.50 Uhr nur noch mit 0,05 Prozent auf 13’415,70 Punkten knapp im Plus, nachdem der Leitindex im frühen Handel noch bis auf 13’498 Zähler gestiegen war. Der 30 Titel umfassende SLI zeigt sich mit plus 0,01 Prozent auf 2150,02 Punkten quasi unverändert und der breite SPI steht mit 0,02 Prozent auf 18’481,61 Zählern knapp im Minus. Im SLI stehen 12 Gewinner 15 Verlierern gegenüber, drei Titel sind unverändert.

An der Indexspitze klettern Julius Bär (+2,8%) kräftig nach oben. Einen Tag nach der Zahlenvorlage erhöhen zahlreiche Analysten ihre Kursziele für die Privatbank.

Mit Partners Group (+1,0%) und UBS (+0,9%) sind auch weitere Finanzinstitute gefragt. Die Grossbank legt am morgigen Mittwoch selbst Zahlen vor und dürfte deutlich mehr verdient haben. Knackpunkt bleibt allerdings die Kapitalfrage.

Novartis (-0,2%) liegen vor den eigenen Zahlen knapp im Minus. Beim Pharmakonzern steht die Pipeline im Fokus. Konkurrent Roche (GS -0,3%) hatte bereits in der Vorwoche seine Bilanz präsentiert.

Zu den schwächsten Werten gehören Sonova (-1,7%). Die Titel des Hörgeräteherstellers werden offenbar für die Zahlen von Konkurrent Demant in Sippenhaft genommen. Händlern zufolge enttäuschten die Dänen insbesondere mit dem Ausblick. Mit Lonza (-1,1%), Straumann (-1,2%) und auch Alcon (-1,7%) sind weitere Vertreter der Gesundheitsbranche schwach.

Derweil legen VAT (+0,7%) und Logitech (+0,7%) zu. Am Markt wird auf die starken Zahlen und den optimistischen Ausblick von Palantir verwiesen. «Hier scheint sich der KI-Hype endlich in bare Münze zu verwandeln – genau das, worauf Investoren gewartet haben», kommentierte ein Händler.

Die Aktien von Swatch (+2,0%) sind nach einer Hochstufung durch Bank of America gefragt. Die Analysten heben ihr Rating auf «Neutral» von «Underperform». Konkurrent Richemont (-1,0%) liegen indes im Angebot.

Einen wahren Kurssprung vollführen R&S (+15,4%) nach Eckdaten für 2025. Der Trafohersteller überzeugte insbesondere mit den Aufträgen und der starken EBITDA-Marge.

Gefragt sind auch Cosmo (+6,7% auf 125,00 Fr.). Unterstützung kommt insbesondere von Jefferies. Die Analysten ziehen das Kursziel massiv von 82 auf 150 Franken mit unveränderter Kaufempfehlung nach oben. Derweil platzierte das Pharmaunternehmen ein Aktienpaket von 5,3 Prozent bei einem institutionellen Investor.

Medacta (-1,4%) geben ihre frühen Gewinne wieder preis. Dabei erzielte das Tessiner Orthopädieunternehmen 2025 ein zweistelliges Umsatzwachstum und der CEO blickt zuversichtlich nach vorn.

Auf den Aktien des Flughafen Zürich (-1,2%) lastet derweil eine Abstufung durch Barclays im Rahmen einer Branchenstudie. (awp/mc/ps)

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