CH-Schluss: SMI legt 0,6% auf 8567 Punkte zu

Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag klar im Plus geschlossen. Am Morgen hatte der Leitindex SMI zunächst zwar einige Punkte tiefer eröffnet, dann aber bald etwas aufgeholt. Zum einen steigerte die überraschend gute Stimmung in den Unternehmen der Eurozone den Konjunkturoptimismus der Börsianer. Zum anderen brachte auch die Wall Street am Nachmittag zusätzlich positive Impulse: US-Detailhändler sorgten mit ihren Geschäftszahlen für gute Laune.

Für Zuversicht in konjunktureller Hinsicht sorge auch der Ölpreis, so ein Marktbeobachter. Hierzulande erhielt der Markt insbesondere Unterstützung von den Pharma-Schwergewichten. Die Anleger neigten jedoch weiterhin zur Vorsicht, hiess es im Handel. Denn für Unsicherheit sorgen nach wie vor die griechische Schuldenkrise, die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie die politische Lage in Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen.

Der Swiss Market Index (SMI) legte zum Schluss 0,62% auf 8’567,18 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewann 0,58% auf 1’361,84 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,59% auf 9’381,61. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 25 im Plus, vier im Minus und einer (Clariant) unverändert.

Die grössten Gewinne bei den Bluechips verzeichneten am Schluss Galenica (+1,9%). Der Titel war seit Jahresbeginn allerdings bislang klar hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben. Indes setzt das Research von Vontobel die Bewertung der Titel vorläufig aus, nachdem es ihm die ZKB bereits Mitte Februar gleichgetan hatte. Bekanntlich treibt der Konzern die Aufteilung in zwei Unternehmen bis spätestens Ende 2017 voran.

Deutlich höher schlossen auch Bâloise (+1,6% auf 131,90 CHF). Rückenwind gab eine Kaufempfehlung aus dem Hause Berenberg. Deren Analysten nahmen die Abdeckung neu auf und setzten das Kursziel bei 152 CHF fest. Der Versicherer stehe vor guten Gewinn- und Dividendenfortschritten, hiess es. Unter anderem sei auch die Bewertung «sehr attraktiv».

Weitere Assekuranzwerte wie Swiss Life (+0,9%) und Zurich (+0,8%) gingen ebenfalls fester aus dem Handel. Die Titel des Rückversicherers Swiss Re (+0,2%), der am Donnerstag das Geschäftsergebnis 2016 veröffentlichen wird, legten indes nur leicht zu.

Auffällig positiv tendierten zudem Sonova (+1,6%), nachdem Neuerungen im Produktportfolio präsentiert wurden. Man sei positiv überrascht über die frühe Lancierung von verschiedenen Hörgeräten, kommentierte die ZKB. Und auch ABB (1,5%) legten am Schluss kräftig zu.

Swatch (+0,9%) und Richemont (+0,7%) avancierten nach der Veröffentlichung der Schweizer Exporte derweil ebenfalls überdurchschnittlich. Die Uhrenexporte seien im Januar 2017 zwar erneut ziemlich deutlich zurückgegangen, aber grundsätzlich sei eine Stabilisierung zu erkennen, hiess es von Analystenseite.

Stark schnitten auch Roche (+1,0%) ab. Der Pharmakonzern hat für das Medikament Alecensa zur Behandlung von Lungenkrebs eine bedingte EU-Zulassung erhalten, was am Markt allerdings eher als kursneutral gewertet wird. Die Titel des Branchennachbarn Novartis (+0,9%) waren ebenfalls eine grosse Stütze für den SMI, während Nestlé (+0,2%) nur leicht zulegten.

Zu den wenigen Verlierern gehörten dagegen Aryzta (-1,0%). Bereits am Montag waren die Titel des schweizerisch-irischen Backwarenherstellers die grössten Verlierer unter den Bluechips. Die Aktie war in der Vorwoche allerdings nach einem Köpferollen im Management um über 10% nach oben geschossen.

Am breiten Markt stachen derweil AMS (+6,6%) positiv hervor. Am Markt wurden die Anlage- und Deckungskäufe auf eine aggressive Kaufempfehlung von JPMorgan für die Valoren des Rivalen Dialog Semiconductor zurückgeführt.

Zudem legten Walter Meier (+5,5%) stark zu, nachdem das Klimatechnikunternehmen den Zusammenschluss mit der Innerschweizer Tobler Haustechnik AG bekanntgab. Der Umsatz kann damit mehr als verdoppelt werden. Schmolz+Bickenbach (+4,2%) profitierten von einer Kaufempfehlung der Commerzbank.

Burckhardt Compression (-2,2%) weiteten hingegen die zum Wochenbeginn erlittenen Verluste von über 8% aus. Am Standort Winterthur wird aufgrund der schwachen Nachfrage nach Kompressoren Kurzarbeit eingeführt. (awp/mc/pg)

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