CH-Eröffnung: SMI etwas schwächer nach Rekordhoch vom Freitag

Börse Schweiz

(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag im Minus eröffnet, die Verluste aber zu einem guten Teil schnell wieder wettgemacht. Die leichten Abgaben werden von Händlern vor allem mit einer Konsolidierung nach der starken Vorwoche begründet. Die Aussichten auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed nach bestenfalls durchwachsenen Daten vom US-Arbeitsmarkt hatten am Freitag für steigende Kurse an den Aktienmärkten weltweit gesorgt. Der SMI überschritt dabei erstmals die Marke von 13’400 Punkten und schloss auf dem neuen Rekordhoch von knapp 13’422 Zählern.

Etwas Störfeuer kommt derzeit von der US-Politik. Die US-Notenbank Fed veröffentlichte am Sonntag eine Erklärung, in der Fed-Chef Jerome Powell mitteilte, dass die Notenbank Vorladungen des US-Justizministerium erhalten habe. Es drohe eine Klage aufgrund der Renovierungsarbeiten des Fed-Hauptquartiers. Powell stellte aber ungewöhnlich deutlich klar, dass dies ein Vorwand sei. Vielmehr sei der Zweck, Einfluss auf die US-Geldpolitik zu nehmen. Die Kontroverse belastet aber vor allem den US-Dollar, der sowohl zum Euro wie auch zum Franken klar Terrain abgibt.

Der SMI verliert um 09.15 Uhr um 0,21 Prozent auf 13’393,07 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI büsst 0,13 Prozent auf 2172,60 und der breite SPI 0,18 Prozent auf 18’469,44 Punkte ein. Im SLI ist das Verhältnis aus Gewinnern und Verlierern praktisch ausgeglichen.

Grösster Verlierer sind im frühen Handel Logitech (-1,8%). Die Titel hatten bereits vergangene Woche nach diversen Analysten-Kommentaren ein Wochenminus von mehr als 5 Prozent verbucht. Ausserdem werden Swiss Life (-1,7%) und Holcim (-1,4%) ebenfalls von Analysteneinstufungen zurückgeworfen.

An der Tabellenspitze bei den Blue Chips bewegen sich – ohne fundamentale News – Lonza (+2,3%) und Amrize (+1,7%).

Unternehmensnachrichten sind nur spärlich. Allerdings nimmt die Berichtssaison in der Schweiz in der neuen Woche langsam Fahrt auf. Mit Sika (+0,2%), Lindt&Sprüngli (+1,5%), Partners Group (+0,6%), VAT (+0,1%), Geberit (+0,1%) und Richemont (-0,6%) werden gleich sechs Blue Chips ihre Umsatzzahlen für das Gesamtjahr 2025 bzw. das vergangene Quartal vorlegen.

Im Fokus stehen derweil heute erneut UBS (-1,1%) im Rahmen der Kapitaldiskussion. Im Laufe des Tages werden diverse Stellungnahmen im Zusammenhang mit der Vernehmlassung zur Kapitalunterlegung erwartet.

Für Interesse sorgen auch weiter Nestlé (+0,3%). Die Titel standen nach einem grösseren Produktrückruf fast die ganze letzte Woche unter Druck und verloren fast 5 Prozent.

Im breiten Markt sacken SoftwareOne (-10,4%) stark ab, nachdem Morgan Stanley das Rating auf ‚Underweight‘ gesenkt hat. Ausserdem hat Research Partner bei Swissquote (+2,0%) die Einschätzung auf ‚Kaufen‘ erhöht. Bei Barry Callebaut (-1,3%) fällt heute ausserdem die Dividende weg, was das zumindest optische Minus erklärt. (awp/mc/ps)

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