Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch leicht im Minus eröffnet. Die meisten Titel geben leicht nach. Die grosse Ausnahme bei den Blue Chips sind Richemont, die nach Zahlen hochschnellen.
Die Abgaben bei den meisten Papieren erklären sich mit verhaltenen Vorgaben, welche nicht zu Käufen animieren. Die jüngsten Makrodaten helfen auch nicht: Die besser als erwartet ausgefallen US-Inflationszahlen vom Vortrag treffen auf schlechter als erwartete Wachstumsdaten aus China.
Derweil geht der Krieg im Nahen Osten weiter und belastet die Stimmung. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Die Attacken würden weitergehen, «bis ich sage, dass es genug ist», sagte er in einem TV-Interview. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Kuwait und Bahrain. Beim zuletzt stark gestiegenen Ölpreis ging es in der Folge erneut leicht aufwärts.
Im Tagesverlauf gibt es Ergebnisse von US-Finanzinstituten sowie einige zweitrangige Konjunkturdaten, etwa Angaben zu den Produzentenpreisen. Am Abend wird ausserdem der Konjunkturbericht der US-Notenbank veröffentlicht. «Insgesamt findet der Handel weiter im Spannungsfeld zwischen geopolitischer Gemengelage und Berichtssaison statt», meint ein Händler.
Richemont +5,4%
Der Leitindex SMI notiert um 09.15 Uhr 0,22 Prozent im Minus bei 14’209,99 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte verliert 0,41 Prozent auf 3102,52 Punkte und der SPI 0,25 Prozent auf 19’986,30 Zähler.
17 der 20 SMI-Titel notieren im Minus, wobei sich die Abgaben mit -0,2 Prozent (Amrize) bis -1,3 Prozent (Nestlé) einigermassen in Grenzen halten.
Die grosse Ausnahme sind Richemont, die um 5,4 hochschnellen. Der Schmuck- und Uhrenkonzern blieb im ersten Quartal auf Wachstumskurs und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Im Windschatten ziehen am breiten Markt auch Swatch I um 2,4 Prozent an.
Im SMI sind ausserdem noch Alcon und Kühne+Nagel minimal im Plus.
Am breiten Markt fallen DocMorris (+8,3%) nach Zahlen und Oerlikon (+6,6%) nach einem Analystenkommentar positiv auf.
Leicht aufwärts geht es ausserdem mit Technologietiteln wie VAT, Comet, Sensirion oder Inficon nach guten Zahlen des holländischen Halbleiterspezialisten ASML. (awp/mc/pg)
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