Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt startet am Montag mit Gewinnen in den August. Vor allem die jüngsten Entwicklungen im Nahost-Konflikt sorgen einmal mehr für eine Portion Hoffnung, denn es gibt Anzeichen einer Deeskalation.
So hat US-Präsident Donald Trump aufgrund angeblicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung mit dem Iran eine neue Angriffswelle des Militärs nach eigenen Angaben vorerst abgesagt. Voraussetzung dafür sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde, schrieb Trump in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social.
Die Ölpreise haben mit deutlichen Preisrückgängen auf die Nachricht reagiert. Auch die US-Futures deuten aktuell auf eine klar positive Eröffnung hin. Dagegen fallen die wichtigsten asiatischen Börsenindizes überwiegend zurück.
Der Leitindex SMI gewinnt gegen 09.20 Uhr 0,42 Prozent hinzu auf 14’406,10 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte legt um 0,32 Prozent auf 3128,67 Punkte zu und der breite SPI um 0,42 Prozent auf 20’245,13 Punkte.
Von den 20 SMI-Einzelwerten notiert die knappe Mehrzahl (11) im Plus. Besonders deutlich legen dabei Logitech, Partners Group und Sika zu, die sich um bis zu 2,7 Prozent verteuern. Bei Sika sorgt Goldman Sachs im Nachgang an die jüngsten Zahlen für Schwung.
SMI ausgebremst
Etwas ausgebremst wird der Leitindex allerdings von den beiden Schwergewichten Nestlé (-0,2%) und Novartis (-0,1%). Noch deutlicher fallen Holcim (-1,3%) zurück.
Für Gesprächsstoff sorgt vor allem der SMI-Anwärter Sandoz (-0,4%). Der Generika-Konzern hat seine juristische Vergangenheit in den USA nahezu aufgearbeitet und sich dafür mit 43 US-Bundesstaaten und Territorien sowie einer Gruppe indirekter Wiederverkäufer auf Vergleiche geeinigt. Zusammengenommen summieren sich die Vergleiche auf knapp 480 Millionen US-Dollar.
In den hinteren Reihen sind Landis+Gyr (+2,5%) mit dem Festpreisangebot zum Rückkauf eigener Namenaktien gesucht. Bei Werten wie Clariant, Comet, Inficon und Interroll sorgen Analystenkommentare für Kursgewinne von bis zu 4,9 Prozent.
Insgesamt versprechen die kommenden Tage einmal mehr eine Mischung aus Unternehmens- und Konjunkturzahlen. Hierzulande werden die Blue Chips Swiss Re, Zurich, Swisscom und Amrize erwartet. Marktbewegend könnten unterdessen die ersten Quartalszahlen von SpaceX im Laufe der Woche werden, bevor zum Wochenschluss der monatliche US-Arbeitsmarktbericht mögliche Rückschlüsse auf die weitere US-Zinspolitik erlaubt. (awp/mc/ps)
