CH-Verlauf: Etwas fester – SMI bleibt auf Rekordkurs

Börse Schweiz

(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montagvormittag fester und setzt damit seinen Rekordkurs fort. Das Geschäft verläuft laut Händlern aber in ruhigen Bahnen. Da am (heutigen) Montag in den USA der «Presidents‘ Day» begangen wird und die dortigen Märkte geschlossen bleiben, dürfte es auch im weiteren Tagesverlauf ruhig bleiben. Zudem wird in China wegen der «Goldenen Woche» zum Frühlingsfest sogar die ganze Woche nicht gehandelt. Am Markt ist zudem die Rede von einer Rotation aus bisher im 2026 gut gelaufenen Aktien in solche mit einer negativen Performance. Dies sei auch eine Phase der Konsolidierung und damit kein schlechtes Zeichen, sagt ein Händler.

Am Berichtstag sind auch Unternehmensergebnisse, die das Geschehen beeinflussen könnten, Mangelware. Aber in den kommenden Tagen dürften wichtige Konjunkturzahlen aus dem In- und Ausland den Märkten neues Leben einhauchen, heisst es weiter. In den USA stehen am Mittwoch das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung und am Freitag die aktuellen Zahlen zum Wachstum und zum Teuerungsmass PCE im Fokus. Zudem werden hierzulande rund 20 an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen Geschäftszahlen zum Jahr 2025 vorlegen. Im Fokus steht das Marktschwergewicht Nestlé am Donnerstag. Mit Amrize, Zurich und Sika werden weitere SMI-Firmen ihre Bücher öffnen.

Der SMI steigt bis um 11.10 Uhr um 0,23 Prozent auf 13’631,81 Punkte. Dabei verzeichnete er bei knapp 13’644 Punkten ein neues Rekordhoch. Der 30 Titel umfassende SLI rückt um 0,20 Prozent vor auf 2161,44 und der breite SPI um 0,18 Prozent auf 18’797,47 Zähler. Im SLI legen 15 Titel zu und 15 geben nach.

Stark gesucht werden bei den Blue Chips Finanzwerte, die zuletzt unter anderem unter den KI-Sorgen, wenn nicht sogar eher unter KI-Ängsten, gelitten hätten, wie ein Händler meint. Dazu zählen die Aktien der UBS (+1,9%), die im bisherigen Jahresverlauf (Stand Freitagabend) um mehr als 13 Prozent gefallen waren. Auch Zurich (+1,5%) legen zu, die auf einen negativen Kursverlauf von gut acht Prozent zurückblicken, und auch Helvetia Baloise (+0,8%) und Partners Group (+0,3%) sind nach einem schwachen Jahresstart nun wieder gefragt. Damit würden wohl auch jüngste Übertreibungen nach unten etwas korrigiert, sagt ein Händler.

Mit den Anteilen von Logitech (+1,7%), Holcim (+1,1%) und Kühne + Nagel (+0,4%) sind weitere Papiere mit einer bisher negativen Performance im laufenden Jahr gefragt.

VAT (+0,6%) haben im Verlauf anfängliche Verluste wieder abgeschüttelt und sind ins Plus vorgestossen. Dabei ist die Aktie 2026 bisher um mehr als 30 Prozent in 2026 gestiegen.

Die Aktien von Nestlé (+0,4%) ziehen im Vorfeld der am Donnerstag erwarteten Jahreszahlen etwas an. Neben den Zahlen hoffen die Marktteilnehmer auch auf ein Strategie-Update des Nahrungsmittelriesen.

Unter Abgaben leiden dagegen unter anderem Swisscom (-0,6% auf 698 Fr.), eine Aktie, die bisher sehr gut gelaufen ist. Swisscom waren am Freitag erstmals seit gut einem Vierteljahrhundert wieder über die Marke von 700 Franken gestiegen.

Bei Amrize (-0,8%) ist auch von einer gewissen Vorsicht die Rede. Denn das vom Zementkonzern Holcim abgespaltete Unternehmen legt demnächst seinen ersten Jahresbericht vor.

Die Genussscheine von Roche (-0,1%) – bisherige Performance fast 10 Prozent – sind ebenfalls wenig gefragt. Dabei hat der Pharmakonzern in einer Phase-III-Studie mit Gazyva/Gazyvaro einen Forschungserfolg vermeldet. Der Wirkstoff wurde bei Patienten eingesetzt, die an membranöser Nephropathie, einer chronischen Autoimmunerkrankung der Nieren, leiden.

Mit den Aktien von Galderma (-1,5%), Sonova (-1,4%), Alcon (-0,8%) und Straumann (-0,5%) geben weitere Vertreter aus der Gesundheitsbranche nach. Sie fallen nach einem schwachen Jahresstart weiter zurück.

Am breiten Markt setzt Gurit (+8,5%) den Höhenflug fort. Die Aktie hat sich seit Jahresanfang mehr als verdoppelt. (awp/mc/ps)

SIX Swiss Exchange
Aktueller Stand SMI bei Google

Exit mobile version