Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt versucht am Freitag seine seit Tagen gedrückte Stimmung trotz negativer Vorgaben von der Wall Street und aus Asien abzuschütteln. Allerdings dürften weiter steigende Ölpreise – Brent erreichte in der Nacht fast die Marke von 110 Dollar – es dem SMI nicht leicht machen, denn sie schüren Inflations- und damit Zinssorgen. Nachdem die EZB ihre Zinsen am Vortag erhöht und auch die Inflationsprognosen angehoben hat, steht nun als nächstes die US-Notenbankentscheidung an.
Den letzten Hinweis auf eine mögliche Leitzinserhöhung durch Fed-Chef Kevin Warsh wird es nun am Nachmittag geben. Die Daten zur US-Inflation für August stehen auf der Agenda. «Die heutigen Preisdaten dürften einer der letzten in einer Reihe von Datenpunkte sein, die allesamt auf eine gewisse Erhitzung der Inflation deuten – und darin ist wohlgemerkt der jüngste Anstieg der Energiepreise noch nicht zu sehen», erklärte eine Händlerin am Morgen.
SMI im Plus
Der SMI legt gegen 09.15 Uhr um 0,31 Prozent auf 13’782,53 Punkte zu. Dennoch steuert der Leitindex nach den verlustreichen Vortagen auf ein deutliches Wochenminus zu. Der Mid-Cap-Index SMIM gewinnt 0,10 Prozent auf 3033,08 und der breite SPI 0,31 Prozent auf 19’470,60 Zähler.
An der Indexpspitze stehen ohne Nachtrichten die Titel des Zementherstellers Amrize (+1,2%), auch Holcim (+0,2%) und Sika (+0,8%) sind unter den Gewinnern.
Schlusslicht sind indes Partners Group (-0,7%). Die Schwergewichte Roche (-0,1%) und Nestlé (unv.) sind kaum bewegt, Novartis (+0,5%) zeigen eine Stabilisierung nach dem Einbruch zu Wochenbeginn.
In der zweiten Reihe fallen Ypsomed (-7,8%) nach einer Abstufung durch die UBS negativ auf. (awp/mc/pg)
