CH-Schluss: Leicht fester – Unternehmenszahlen stützten

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag leicht fester geschlossen. Während die Mehrheit der Titel im Plus schlossen, wurde der Leitindex SMI vom Dividendenabgang der Roche-Titel gebremst. Nach den zwei Verlusttagen an der Börse rückten die Befürchtungen im Zusammenhang mit den Unruhen in der arabischen Welt in den Hinter- und dafür die Unternehmensergebnisse wieder in den Vordergrund, kommentierte ein Händler. Einen Höhenflug erlebten die Adecco-Titel, nachdem das Unternehmen vorbörslich die Jahresergebnisse 2010 vorgelegt hatte.

Daneben hat eine Reihe von Unternehmen aus dem breiten Markt Abschlusszahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Konjunkturdaten aus der Eurozone und aus Übersee gaben dem heimischen Markt indes wenig Impulse.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,11% höher auf dem Stand von 6’599,21 Zählern. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg 0,39% auf 1’057,04 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) notierte um 0,74% höher auf 5’967,27 Zählern.

Die Adecco-Valoren standen mit einem Plus von 5,4% sehr deutlich an der Spitze der SMI-Kursliste. Der Stellenvermittler konnte die Markterwartungen für das Geschäftsjahr 2010 sowohl beim Umsatz als auch beim Reingewinn übertreffen. Analysten sprachen von robusten Zahlenwerk, welches die Erwartungen in weiten Teilen übertroffen habe.

Swiss Life (+5,1% auf 154,80 CHF) konnten wieder Terrain gutmachen, nachdem sie am Vortag nach Jahreszahlen unter den SMI/SLI-Titeln noch die stärksten Verluste hatten hinnehmen müssen. Die Société Générale hat das Kursziel auf 160 CHF angehoben, bleibt aber bei der Empfehlung «Hold». Goldman Sachs hat allerdings ihr Swiss Life-Kursziel nach Jahreszahlen auf 145 (150) CHF gesenkt.

Auch die volatilen Transocean (+1,4%) schlossen im Plus. Im Handel wurde über Umschichtungen aus Weatherford zu Transocean berichtet. Die noch im SPI notierten Weatherford (+2,3%) konnten sich nach dem Absturz vom Vortag etwas erholen. Positiv wirkte sich eine Unternehmensstudie zu Weatherford der UBS aus, welche zum Kauf der Papiere rät.

Holcim (+0,7%) gehörten zu den weiteren Gewinnern des Börsentages, nachdem die Titel des Zementherstellers am Vortag nach Jahreszahlen rückläufig geschlossen hatten. Gute Gewinne verzeichnen zudem Geberit (+1,0%), SGS (+1,1%), Logitech (+2,5%) wie auch Kühne+Nagel (+2,6%). Das Versprechen einer Sonderdividende durch den Speditionskonzern habe das Sentiment gestützt, hiess es.

Die Finanzwerte tendierten uneinheitlich. So gehörten UBS (+1,2%) zu den Gewinnern, obwohl für die Nationalbank – entgegen den Erwartungen einiger Marktteilnehmer – das Thema eines StabFund-Rückkaufs durch die UBS derzeit kein Thema ist, wie SNB-Vizepräsident Thomas Jordan am Morgen erklärte. CS (-0,2%) und Julius Bär (-0,5%) schlossen dagegen im roten Bereich. Bei den Assekuranzwerte schlossen Swiss Re (+0,5%) positiv, ZFS (-0,1%) negativ.

Die ex-Dividende gehandelten Roche schlossen 2,7% oder 3,70 CHF tiefer. Obwohl die Werte damit einen Teil des Dividendenabgangs von 6,60 CHF bereits aufholen konnten, wurde der Aufwärtsdrang des SMI vom Schwergewicht gebremst. Die Aktien der Branchenkollegin Novartis gewannen 0,4%, ebenso die schwergewichtigen Nestlé-Titel.

Ebenfalls tiefer schlossen Lonza (-1,9%). Im Markt seien weiterhin die enttäuschenden Prognosen von Genmab für das Geschäftsjahr 2011 ein Thema gewesen, hiess es von Beobachtern. Prognosen sprechen für eine schwächer als befürchtete Absatzentwicklung des Krebsmedikaments Arzerra, wobei Lonza mit der Produktion des Krebsmedikaments beauftragt ist.

Im breiten Markt legten Inficon (+9,0%) kräftig zu, nachdem das Unternehmen mit den Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 die Erwartungen deutlich übertreffen konnte. Intershop gewannen nach der Zahlenvorlage 0,1%. Acino (+3,9%) notierten nach einem schwachen Start ebenfalls deutlich höher, während Goldbach nach Zahlen 2,4% gewannen. Mit deutlichen Abgaben präsentierten sich Leclanché (-4,8%) nach der Vorlage von Jahreszahlen. (awp/mc/ps)

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