CH-Verlauf: SMI mit kräftigen Gewinnen

Börse

(KI-generiert)

Zürich – Für den Schweizer Aktienmarkt geht es am Dienstag kräftig nach oben. Wie ein Blick auf das Kurstableau zeigt, profitiert der Leitindex SMI dabei nicht zuletzt von seiner defensiven Ausrichtung. Sämtliche Vertreter der Gesundheitsbranche sind unter den grössten Gewinnern zu finden – auch die beiden Pharmaschwergewichte, die das Barometer damit massgeblich stützen.

Trotz der Kursgewinne warnen Händler aber, dass die Stimmung nicht wirklich gut sei. Das Glas sei derzeit weder halb voll noch halb leer. «Statt unbeschwerter Rekordjagd dürfte weiterhin ein von Unsicherheit geprägter Herbstblues das Börsengeschehen bestimmen», unkt ein Börsianer. «Gedeckelt wird der Aufwärtsdrang derzeit durch einen Sorgencocktail aus hohen Ölpreisen und Anleiherenditen. Die Kombination wirkt weiterhin wie Sand im Getriebe der Aktienmärkte.»

Ein weiterer Börsianer ergänzt, dass Anleger sich derzeit zwischen zwei Opportunitäten an den Finanzmärkten entscheiden müssen: auf der einen Seite die KI- und Halbleiterunternehmen mit ihren Billionenbewertungen, auf der anderen Seite Staatsanleihen mit immer attraktiveren Renditen. «Mehr als fünf Prozent bei zehnjährigen Staatsanleihen werden zunehmend zur echten Anlagealternative.»

Der SMI gewinnt gegen 11.00 Uhr 1,24 Prozent hinzu auf 13’873,37 Punkte. Von den 20 Einzelwerten setzen lediglich Logitech ihren Abwärtstrend vom Vortag fort. Alle übrigen Titel ziehen teilweise kräftig an. Der Mid-Cap-Index SMIM legt um 0,92 Prozent auf 3090,82 Punkte zu und der breite SPI gewinnt 1,19 Prozent auf 19’688,33 Zähler.

Mit Kursgewinnen zwischen 2,7 und 1,4 Prozent führen mit Lonza, Roche, Novartis, Galderma und Sandoz lauter Vertreter der Gesundheitsbranche das Gewinnerfeld an. Im Handel wird auf den Pestverdacht in Russland verwiesen. «Aktienhandel ist immer auch eine Reflex-Sache – wenn sowas ist, gehen Gesundheitswerte einfach erst einmal hoch.»

Bei Lonza stützen zudem die Studienergebnisse des US-Kunden Vaxcyte. Dieser hat mit seinem Pneumokokken-Impfstoff die Ziele in einer zulassungsrelevanten Studie erreicht. Im Fall, dass auch die übrigen Daten aus dem Programm gut ausfallen, könnte dies für Lonza ab 2028 ein massgeblicher Umsatztreiber werden, meint etwa der zuständige RBC-Analyst.

Für Gesprächsstoff sorgen derweil Partners Group (+1,4%). Der Privatmarktanbieter steht vor der Auflösung eines an der Londoner Börse kotierten Private Equity Fonds. Zuvor hatten sich rund drei Viertel der Investoren des «Partners Group Private Equity Limited» (PGPE) für einen Ausstieg aus dem Fonds ausgesprochen.

Techwerte kommen nicht in Fahrt
Logitech (-0,02%) können über weite Strecken nicht mit der an sich guten Stimmung oder den starken US-Vorgaben mithalten. Erst am späten Vormittag haben die Papiere mittlerweile ihre Verluste abgebaut und notieren ebenfalls leicht im Plus. Auch in den nachgelagerten Reihen entwickeln sich die Techwerte uneinheitlich. VAT (-0,3%) geben ebenso nach wie Comet (-0,3%), während Inficon (+1,5%) im Plus stehen. Allerdings muss man auch bedenken, dass alle dieser Werte ausser Logitech im bisherigen Jahresverlauf mindestens um die zwei Drittel hinzugewonnen haben.

Dem Markt hinterherhinken auch Schindler (+0,8%). Hier verweisen Händler auf Spekulationen um ein Kaufinteresse aus Japan am europäischen Geschäft des Konkurrenten TK Elevator.

Etwas schwerfällig zeigen sich auch die Aktien vom Flughafen Zürich (-0,2%). Dabei sind am vergangenen Sonntag so viele Flugpassagiere von Zürich abgeflogen oder dort gelandet wie noch nie an einem einzelnen Tag. (awp/mc/ps)

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