Devisen: Dollar gibt weiter nach – USD/CHF bei 0,7656

Zürich – Der US-Dollar bleibt unter Druck. Nach einer vorübergehenden Stabilisierung am Vortag ging es in der Nacht auf Donnerstag wieder nach unten. Entspoerchend legten Franken und Euro klar zu.

Aktuell wird das Währungspaar Dollar/Franken zu 0,7656 gehandelt nach 0,7697 am Vorabend, beim Euro/Dollar-Paar sind es 1,1985 nach 1,1942. Der Franken hat entsprechend zum Euro leicht zugelegt. Aktuell kostet der Euro 0,9176 Franken nach 0,9192 am Mittwochabend.

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed hatte am Vorabend den Dollar nicht nachhaltig gefestigt. Die US-Notenbank veränderte ihre Leitzinsen nicht, die Zinsspanne bleibt damit bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Bankökonomen hatten diese Entscheidung erwartet. Im vergangenen Jahr hatte das Fed die Leitzinsen dreimal um jeweils 0,25 Prozentpunkte reduziert.

Dass der Dollar trotz der insgesamt eher falkenhaften Äusserungen seitens des Fed ziemlich schnell nach der Verkündung der Leitzinsentscheidung wieder den Rückwärtsgang einschaltete, liegt nach Ansicht der Commerzbank weniger an wirtschaftlichen als mehr an politischen Gründen. Die erste Frage, die gleich zu Beginn der Pressekonferenz an Fedchef Powell gerichtet worden sei, habe sich um Politik gedreht. Dies habe sich dann wie ein roter Faden durch die ganze Konferenz hindurchgezogen.

Powell habe daher recht häufig höflich die Antwort verweigert. «Dies ging sogar so weit, dass Powell sogar eine Frage beantworten musste, warum denn nun die Unabhängigkeit der Zentralbank eine gute Sache sei. Eine Frage, die man sonst wahrscheinlich eher in einer Pressekonferenz einer Zentralbank in einem Schwellenland zu hören bekommt», hält die Commerzbank fest.

Die Marktteilnehmer dürften bezüglich Zinssenkungserwartungen wohl weiterhin nicht nur auf die eingehenden Konjunkturdaten achten, sondern auch auf die Entwicklungen und Äusserungen im Weissen Haus, meint auch die Helaba.

Die US-Notenbank steht weiter unter grossem Druck durch US-Präsident Donald Trump, der immer wieder Leitzinssenkungen fordert und Notenbankchef Jerome Powell scharf kritisiert. Dessen Amtszeit endet im Mai. (awp/mc/ps)

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